Stand: 12.08.2019 21:04 Uhr

VfL Wolfsburg nach Kraftakt in zweiter Pokal-Runde

von Sebastian Ragoß, NDR.de

Der VfL Wolfsburg ist nach einem sehr harten Stück Arbeit seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat die zweite Runde im DFB-Pokal erreicht. Die Bundesliga-Fußballer setzten sich am Montagabend beim Drittligisten Hallescher FC allerdings erst nach Verlängerung mit 5:3 (3:3, 1:1) durch und verhinderten einen Fehlstart für den neuen Trainer Oliver Glasner.

"Wölfe" mit schwachem Beginn

Von Glasners Wunschvorstellung "aktiv, aggressiv und mutig" zu spielen, waren die "Wölfe" in der ersten Hälfte jedoch sehr weit entfernt. Halle stellte die Räume geschickt zu und gestattete dem Favoriten keinen Platz zum Kombinieren. HFC-Schlussmann Kai Eisele musste nach 26 Minuten erstmals eingreifen, als er einen Distanzschuss von Maximilian Arnold klasse über die Latte lenkte.

1.Spieltag, 12.08.2019 18:30 Uhr

Hallescher FC

3

VfL Wolfsburg

5

Tore:

  • 1:0 Drinkuth (43.)
  • 1:1 Weghorst (44.)
  • 1:2 Gerhardt (49.)
  • 2:2 Mai (57.)
  • 2:3 William (70.)
  • 3:3 Fetsch (90. +1)
  • 3:4 Knoche (92.)
  • 3:5 Brekalo (94.)

Hallescher FC: Eisele - Kastenhofer (99. Hansch), Mai, Landgraf - P. Göbel (79. Fetsch), B.B. Bahn, Jopek, Drinkuth - Nietfeld (75. Papadopoulos) - Sohm (86. Galle), Boyd
VfL Wolfsburg: Casteels - Knoche, Guilavogui, Brooks - William (115. Mbabu), Gerhardt, Arnold, Roussillon (85. Steffen) - Klaus (65. Brekalo), Victor (90.+1 Uduokhai) - Weghorst
Zuschauer: 13500 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Noch ungefährlicher waren lange Zeit die Hausherren, doch mit einem Knall gingen sie in Führung: Felix Drinkuth traf aus 20 Metern mit einem Distanzschuss unter die Latte (43.). Die Freude währte jedoch nur eine knappe Minute. Joao Victor setzte sich auf dem linken Flügel durch und bediente Wout Weghorst, der in gewohnter Manier überlegt zum Ausgleich vollendete (44.).

Die zweite Hälfte begannen die Wolfsburger deutlich offensiver. Schon nach vier Minuten gab es dafür die Belohnung: Yannick Gerhardt traf den Ball bei seinem Schuss aus 20 Metern nicht voll, dennoch konnte Eisele ihn nicht parieren, weil er direkt neben dem linken Pfosten ins Tor ging (49.). War dies bereits die Entscheidung? Halle war keineswegs geschockt und kam in der 57. Minute zum Ausgleich. Zunächst hatte der VfL Glück, dass der Ball nach einem Freistoß nur an den Pfosten klatschte. Doch wenige Sekunden später schraubte sich Sebastian Mai hoch und köpfte unhaltbar ein.  

Halle-Keeper Eisele mit Geschenk an William

Der Nackenschlag hinterließ Spuren bei den "Wölfen", die komplett den Faden verloren und sich in Diskussionen mit Schiedsrichter Markus Schmidt aufrieben. Die Niedersachsen rauften sich jedoch zusammen und gingen unter Mithilfe von Halles Schlussmann Eisele wieder in Führung. Der Keeper klärte einen Flankenball von Jérome Roussillon genau vor die Füße von William, der das Geschenk dankend annahm (70.).

Doppelschlag sorgt für die Entscheidung

Geschlagen war Halle damit aber immer noch nicht, da Wolfsburg die Partie weiterhin nicht unter Kontrolle bekam. Kapitän Josuha Guilavogui sah in der 89. Minute die Gelb-Rote Karte und musste tatenlos zusehen, wie Mathias Fetsch in der Nachspielzeit zum 3:3 traf und die Partie in die Verlängerung schickte. Plötzlich sprach viel für eine Überraschung. Doch mit einem Doppelschlag sorgten die Gäste direkt zu Beginn der Verlängerung für die Entscheidung. Erst traf Robin Knoche per Kopf (92.), dann Josip Brekalo aus knapp 16 Metern (94.). Zu einer erneuten Aufholjagd fehlte dem HFC die Kraft, dieses Mal brachte der VfL seinen Vorsprung über die Zeit.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 12.08.2019 | 22:40 Uhr