Stand: 20.09.2019 11:54 Uhr

Wolfsburg feiert erfolgreiches Europacup-Comeback

von Martin Schneider, NDR.de

Bundesligist VfL Wolfsburg hat am Donnerstagabend einen erfolgreichen Start in die Gruppenphase der Europa League gefeiert. Gegen den ukrainischen Vertreter PFK Olexandrija gewannen die Niedersachsen ihr Heimspiel mit 3:1 (2:0). Ein Doppelschlag in Halbzeit eins von Maximilian Arnold und Admir Mehmedi brachte die fußballerisch überlegenen "Wölfe" früh auf die Siegerstraße, Josip Brekalo sorgte mit seinem Treffer im zweiten Durchgang für die Entscheidung. "Das sind Spiele, in denen jeder einen Sieg erwartet, und das ist nicht so einfach, wie es auf dem Papier aussieht", sagte Mehmedi: "Wir haben das Spiel sehr gut im Griff gehabt."

Spärliche Kulisse und engagierte Gäste

1.Spieltag, 19.09.2019 21:00 Uhr

VfL Wolfsburg

3

Olexandrija

1

Tore:

  • 1:0 Arnold (20.)
  • 2:0 Mehmedi (24.)
  • 2:1 Banada (66.)
  • 3:1 Brekalo (67.)

VfL Wolfsburg: Pervan - Knoche, Guilavogui, Tisserand (70. Bruma) - Mbabu, Arnold, Gerhardt, Roussillon - Mehmedi (86. Steffen), Brekalo (76. Nmecha) - Weghorst
Olexandrija: Pankiw - P. Pashayev, Dubra, Bukhal, Dmitri - Banada, Dowhji (46. Kowalets), Gretschyschkin - Lutschkewytsch (81. Protasow), Sitalo, Tretjakow (65. Schastal)
Zuschauer: 10112

Weitere Daten zum Spiel

Trainer Oliver Glasner nahm den Underdog aus der Ukraine nicht auf die leichte Schulter und veränderte seine Startelf im Vergleich zum Bundesligaspiel gegen Fortuna Düsseldorf lediglich auf einer Position: Kevin Mbabu ersetzte auf dem rechten Flügel William. Die Marschroute war klar: überzeugend auftreten und den Fans einen erfolgreichen Europacup-Abend bieten. Die Befürchtungen des VfL hinsichtlich der Kulisse sollten sich bestätigten, nur 10.112 Zuschauer fanden den Weg ins Stadion. Die, die da waren, sahen engagierte "Wölfe", aber auch forsche Gäste. Die Zentralukrainer versteckten sich keineswegs, kamen aber nur zu zwei harmlosen Fernschüssen in den ersten Spielminuten. Danach verschanzten sich die Gäste in der eigenen Hälfte, machten die Räume eng und überließen den Gastgebern zunehmend das Spiel. Gegen die massive Abwehr von Oleksandrija dauerte es bis zur elften Minute, ehe Wolfsburg zum ersten Torabschluss kam: Josip Brekalo probierte es aus gut 20 Metern mit einem Fernschuss, der einen halben Meter über die Latte ging.

Erst Torwartfehler, dann Traumtor

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Vorlagengeber und Torschütze, im Jubel vereint: Josip Brekalo (vorne) und Admir Mehmedi.

Neun Minuten später gelang nach einer sehenswerten Kombination die verdiente VfL-Führung: Nach einem Doppelpass von Mehmedi und Wout Weghorst legte der Niederländer für Arnold ab, der aus 30 Metern abzog. Der Schuss setzte vor Gäste-Torwart Yuriy Pankiv auf, der bei der Abwehraktion keine glückliche Figur machte - den Wolfsburgern war es herzlich egal, 1:0 für die Grün-Weißen (20.). Vier Minuten später sorgte Mehmedi für den Doppelschlag, und zwar mit einem Traumtor: Brekalo legte mit der Hacke auf den Schweizer ab, der in Bedrängnis den Ball aus zehn Metern ins lange Eck lupfte. Die frühe 2:0-Führung spielte den "Wölfen" in die Karten, die in der Folge das Spiel kontrollierten, ohne sich dabei nennenswerte Chancen zu erspielen.

Wolfsburger Schlendrian wird bestraft

Wie schon in Durchgang eins gehörten die ersten Minuten nach Anpfiff Olexandrija. Die Wolfsburger ließen es zu gemächlich angehen, doch den Gästen fehlte es in der Offensive an individueller Klasse und dem nötigen Spielglück, um die VfL-Defensive herauszufordern. Zumindest bis zur 66. Minute. Da landete ein lang in den Strafraum gezogener Freistoß bei Yevhen Banada, der seinen Bewachern entwischte und den Ball aus kurzer Distanz zum 1:2 ins Tor grätschte. Der sicher geglaubte Sieg schien kurz ins Wanken zu geraten. Die passende Antwort auf den Anschluss hatten die Grün-Weißen jedoch postwendend parat. Brekalo krönte seine starke Leistung nur eine Minute später und stellte mit seinem Tor zum 3:1 den alten Abstand wieder her.

Der Deckel war nun drauf, mit einem erneuten Aufbäumen der Gäste, die physisch stark nachließen, war nicht mehr zu rechnen. In den Schlussminuten hätten die Wolfsburger noch etwas mehr für das Ergebnis tun können, doch Mehmedis abgefälschter Freistoß landete nur an der Latte (82.) und dem emsigen Weghorst wollte am heutigen Tag einfach kein Treffer gelingen.

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Sport aktuell | 20.09.2019 | 07:25 Uhr