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VfL Wolfsburg gegen 1. FC Köln "mit dem Messer zwischen den Zähnen"

Stand: 14.12.2021 07:59 Uhr

Um noch ein halbwegs besinnliches Weihnachtsfest zu erleben, muss der VfL Wolfsburg heute gegen den 1. FC Köln gewinnen. Denn im letzten Spiel vor der Winterpause treffen die "Wölfe" auf den FC Bayern.

Fünf Pflichtspiele in Folge hat Trainer Florian Kohfeldt jetzt mit den Niedersachsen verloren und spürt "eine große Enttäuschung" bei seiner Mannschaft. Dem 39-Jährigen geht es nicht anders und doch ist es dieser Tage fast schon seine Hauptaufgabe, trotz allem für gute Stimmung zu sorgen. "Wir haben wenig Zeit und dürfen uns nicht verkriechen", betonte Kohfeldt vor dem Heimspiel gegen den FC heute Abend (20.30 Uhr, im NDR Livecenter). Er forderte stattdessen Mut und Widerstandskraft.

Für viele fühle es sich gerade so an, als ob alles gegen den VfL läuft. Aber: "Genau das muss der Moment sein, in dem wir das Messer zwischen die Zähne nehmen. Wir müssen loslegen und machen, müssen dagegen angehen", forderte der Fußball-Lehrer, dessen Wolfsburger Bilanz mit drei Siegen, einem Remis und fünf Niederlagen bisher bescheiden ausfällt.

Schmadtke verschafft Kohfeldt nötige Ruhe

Eine Diskussion um seine Person wäre da zur Unzeit gekommen. Gut für Kohfeldt, dass Geschäftsführer Jörg Schmadtke ihm bereits am Wochenende eine Jobgarantie gegeben hat. "Sündenbock" ist Vorgänger Mark van Bommel, der zwar mit vier Siegen in die Bundesliga-Saison gestartet war, danach aber keinen Weg aus dem folgenden Negativlauf fand.

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Kohfeldt tut gut daran, sich nicht zu möglichen Versäumnissen des Niederländers zu äußern, sondern sich auf die eigene Arbeit zu konzentrieren. Nie zuvor hat ein VfL-Trainer seit dem Bundesliga-Aufstieg fünf Pflichtspiele in Folge verloren. Kohfeldt ist sich allerdings sicher: "Wenn wir durch diese Phase durchgehen, macht uns das stärker."

"Mentalität muss man sich als Gruppe neu erarbeiten. Und da haben wir gerade ein Problem." Wolfsburg-Coach Florian Kohfeldt

Wichtig ist dem langjährigen Coach von Werder Bremen, dass sein Team dabei einen eigenen Stil entwickelt und seinen neuen Weg findet. An die Erfolge unter Bruno Labbadia und Oliver Glasner lasse sich nämlich nicht anknüpfen. "Das ist nicht reproduzierbar. Es sind zwar noch viele Spieler da, aber auch einige neue dazugekommen. Mentalität muss man sich als Gruppe neu erarbeiten. Und da haben wir gerade ein Problem", unterstrich Kohfeldt, der bis auf Weiteres auf Paulo Otavio verzichten muss. Der Brasilianer hat sich laut Club "eine schwerwiegende Verletzung im rechten Knie zugezogen".

Wiedersehen mit Lehrgangs-Kumpel Baumgart

Und auf die Mentalität dürfte es gegen Köln besonders ankommen. Mit FC-Trainer Steffen Baumgart hat Kohfeldt seine Lizenz gemacht: "Ich freue mich auf das Wiedersehen. Seine Mannschaft spielt mit hoher Intensität - auch gegen den Ball. Und ich erwarte einen emotionalen Gegner, der nie aufgibt."

Zu den Prüfungsergebnissen wollte sich Kohfeldt auf Nachfrage nicht äußern. Dass er selbst den Lehrgang als Jahrgangsbester abgeschlossen hat, ist allerdings kein Geheimnis. Und vielleicht fällt ihm ja noch der richtige Kniff ein, um die Negativserie vor dem Spiel gegen die Bayern zu durchbrechen.

Mögliche Aufstellungen:

VfL Wolfsburg: Casteels - Baku, Bornauw, Lacroix, Roussillon - Arnold, Guilavogui - Steffen, Gerhardt - Weghorst, L. Nmecha
1. FC Köln: Schwäbe - Schmitz, Kilian, Czichos, Hector - Ljubicic, Özcan - Thielmann, Duda, Uth - Modeste

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 14.12.2021 | 19:00 Uhr

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