Maximilian Philipp, Admir Mehmedi undd Maximilian Arnold (v.l.) vom VfL Wolfsburg bejubeln Arnolds Treffer zum 2:0 gegen Arminia Bielefeld © Witters Foto: Tim Groothuis

"Magic Maxi": Wolfsburg atmet dank Arnold auf

Stand: 25.10.2020 21:03 Uhr

Aufatmen in der Autostadt: Der VfL Wolfsburg hat am fünften Bundesliga-Spieltag seinen ersten Sieg geschafft. Der Werksclub bezwang Aufsteiger Arminia Bielefeld mit 2:1 (2:0).

von Hanno Bode

In Maximilian Arnold brachte dabei ein Spieler die "Wölfe" auf die Siegerstraße, der so zuverlässig seine Leistung bringt wie angeblich das Kult-Auto des Club-Eigentümers, der VW-Käfer. Der dienstälteste VfL-Profi bereitete das 1:0 durch Wout Weghorst mit einem kurz ausgeführten Freistoß auf den Niederländer vor. Der Rest war für den freistehenden Sturm-Hünen Formsache (19.). Den zweiten Wolfsburger Treffer erzielte "Magic Maxi" dann selbst. Nach einem Ballgewinn von Admir Mehmedi bezwang der 26-Jährige Arminen-Keeper Stefan Ortega mit einem satten Linksschuss ins lange Eck (20.).

Wie sehr sich Arnold über die "Bude" freute, stellte noch einmal seine große Identifikation mit dem Club unter Beweis, der ihn 2009 als Jugendspieler von der SG Dynamo Dresden verpflichtete. Nach der Partie war er aber nicht restlos zufrieden. "Wir hätten den Sack ein bisschen früher zumachen müssen, das ist uns leider nicht gelungen. Deswegen haben wir wieder so gezittert. Aber Hauptsache: drei Punkte", sagte Arnold dem NDR.

VIDEO: Mehmedi über Druck, Corona und Christian Streich (11 Min)

VfL-Kapitän Guilavogui verletzt sich

Der Doppelschlag brachte den Meister von 2009 früh auf die Siegerstraße. Denn von Bielefeld kam im ersten Abschnitt offensiv: nichts. Der ostwestfälische Schwung der ersten Partien - er war dahin. Ganz anders der VfL. Das Team von Coach Oliver Glasner spielte klug nach vorn und hätte bereits zur Halbzeit für klare Verhältnisse sorgen können. Aber auch so hatte der Wolfsburger Auftritt hohen Unterhaltungswert. Die ansprechende Vorstellung wurde nur getrübt vom verletzungsbedingten Ausscheiden von Kapitän Josuha Guilavogui. Der Defensiv-Allrounder musste das Feld in der 31. Minute mit bandagiertem rechten Oberschenkel verlassen.

Bielefeld verkürzt wie aus dem Nichts

Auch nach der Halbzeit sahen die 4.519 zugelassenen Zuschauer zunächst Einbahnstraßen-Fußball in Richtung des Bielefelder Gehäuses. Weghorst (57.) und Renato Steffen (58.) vergaben ausgezeichnete Möglichkeiten zum 3:0, sodass die Gäste im Spiel blieben. Zumindest theoretisch. Denn in der Praxis fand die Equipe um Torjäger Fabian Klos (von 2009 bis 2011 für Wolfsburgs U23 aktiv) in der Vorwärtsbewegung bis zur 80. Minute nahezu keine Lösungen gegen die VfL-Verteidigung. Dann erzielte Sven Schipplock wie aus dem Nichts den Anschlusstreffer.

Auch an diesem Tor war Arnold ein bisschen beteiligt. Er blieb nach einem Zusammenprall mit seinem Teamkameraden João Victor am Boden liegen, sodass Ritsu Doan recht ungestört vorlegen konnte. Beinahe hätte der Aufsteiger am Ende sogar noch gepunktet: Klos fälschte einen Schuss von Manuel Prietl an den Pfosten ab (83.).

5.Spieltag, 25.10.2020 15:30 Uhr

VfL Wolfsburg

2

Arm.Bielefeld

1

Tore:

  • 1:0 Weghorst (19.)
  • 2:0 Arnold (20.)
  • 2:1 Schipplock (80.)

VfL Wolfsburg: Casteels - R. Baku, Lacroix, Brooks, Roussillon - Guilavogui (31. Schlager), Arnold - Steffen (84. Gerhardt), Mehmedi (67. Victor), Philipp (84. Klaus) - Weghorst
Arm.Bielefeld: Ortega - de Medina (46. Behrendt), Pieper, van der Hoorn (87. Edmundsson), Laursen - Prietl, Maier (46. Seufert) - Doan, Hartel, Cordova (77. Schipplock) - Klos
Zuschauer: 4519

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 25.10.2020 | 22:50 Uhr

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