Stand: 22.04.2019 16:32 Uhr

VfL Wolfsburg: Stresstest im Rennen um Europa

Wolfsburgs Daniel Ginczek feiert seinen Treffer beim 2:1-Hinspielsieg in Frankfurt.

Es soll offenbar nicht sein. 0:6 bei Bayern München, 0:2 (mit viel Pech) bei Borussia Dortmund und am vergangenen Spieltag ein weiteres 0:2 bei RB Leipzig - gegen die Top Drei der Fußball-Bundesliga geht in der Rückrunde einfach nichts für den VfL Wolfsburg. Da zeigte sich innerhalb weniger Wochen auf schmerzhafte Weise, dass es für einen Abstiegskandidaten der vergangenen Spielzeiten eben Sphären gibt, in die man nicht so ohne Weiteres vorstoßen kann. Aber wenn es für die besten Drei (noch) nicht reicht - wie sieht es dann mit der Nummer vier aus? Heute Abend (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR. de) wird es die Antwort darauf geben - dann empfangen die "Wölfe" den Europa-League-Halbfinalisten Eintracht Frankfurt, der als Tabellenvierter in den 30. Spieltag gegangen ist.

Labbadia: "Wir brauchen sehr viel Energie"

Im Hinspiel stellten die Niedersachsen eindrucksvoll unter Beweis, dass sie die offensivstarken Hessen besiegen können. Mit 2:1 behielt der VfL Anfang Dezember in der Main-Metropole die Oberhand. "Wir brauchen sehr viel Energie gegen diese Mannschaft. Im Hinspiel hatten wir die", sagte VfL-Trainer Bruno Labbadia in der Pressekonferenz. "Wir haben die Partie verdient gewonnen, weil wir in Frankfurt einen Top-Auftritt hatten. Das brauchen wir nun im Rückspiel mindestens genauso", ergänzte der 53-Jährige, der nach dieser Saison den Verein verlässt. Vorher will er sich unbedingt mit seiner Mannschaft für die Europa League qualifizieren.

Zwar Neunter, aber nur wenige Punkte bis Rang sechs

Die Chancen darauf sind allemal vorhanden, auch wenn die "Wölfe" zuletzt auf den neunten Tabellenplatz abgerutscht sind. Es sind aber nur fünf (bei einem Sieg nur noch zwei) Punkte Rückstand auf die TSG Hoffenheim, die auf dem sechsten Rang steht. Dieser würde nach dem 34. Spieltag zum Erreichen der Europa League reichen. Von Stress oder einer möglichen Belastung im knappen Rennen um Europa wollte Labbadia nichts wissen: "Dieser Druck ist in unserer Situation sehr positiv, weil wir um die europäischen Plätze spielen dürfen."

Am Montagabend treffen er und sein Team auf einen Gegner, der schon dort ist, wo man selbst hin will. Frankfurt hat mit dem Ex-Wolfsburger Makoto Hasebe am Donnerstag durch ein 2:0 im Rückspiel gegen Benfica Lissabon (2:4 im Hinspiel) auf beeindruckend kämpferische Art den Einzug ins Halbfinale geschafft. "Sie spielen extrem auf Power - besonders in der Europa League. Frankfurt ist eine richtig starke Mannschaft", lobte Labbadia. Heute Abend kann sein Team zeigen, ob es in der Rückrunde zu einem Sieg gegen das stärkste Team nach den Top Drei reicht.

Mögliche Aufstellung VfL Wolfsburg

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 22.04.2019 | 22:40 Uhr