Stand: 21.08.2020 08:36 Uhr

VfL-Kapitänin Popp: Trotz Bedenken das Triple vor Augen

Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg in Aktion. © imago images / Revierfoto
Erfolgsgarantin beim VfL: Alexandra Popp.

Das sportliche Ziel ist verlockend. Dennoch ist Alexandra Popp nicht ganz wohl in ihrer Haut bei ihrer Dienstreise ins Baskenland. Dort trifft der VfL Wolfsburg heute (18 Uhr) in San Sebastian im Viertelfinale der Champions League auf Außenseiter Glasgow City. "Nicht unbedingt ängstlich" sei sie. "Aber es ist schon ein komisches Gefühl", sagte die VfL-Kapitänin angesichts wieder ansteigender Corona-Fallzahlen in Spanien. Zumal beim möglichen Halbfinalgegner Atletico Madrid in der Vorbereitung fünf Corona-Fälle auftraten.

Neuzugänge integriert: "Jede hat das Winner-Gen"

Die Lust aufs Triple ist der 29-Jährigen dennoch anzumerken.

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Alexandra Popp vom VfL Wolfsburg © imago images / MaBoSpor

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"So schnell hat man noch nie die Champions League gewonnen", sagte Popp vor Beginn des Finalturniers. Drei Siege noch, und die Olympiasiegerin feiert mit ihren Wölfinnen zum zweiten Mal nach 2013 den Dreifach-Triumph aus Meisterschaft, Pokal und Europas Fußball-Krone. "Wir haben immer gesagt, dass die Champions League in dieser Saison unser oberstes Ziel ist", unterstrich "Poppi". Mit Glasgow City hat der VfL schon mal den dankbarsten Auftaktgegner erwischt. Auch die Neuzugänge machen der Stürmerin Mut: "Wir haben in der sehr kurzen Zeit die neuen Spielerinnen sehr gut integriert. Jede, die zu uns gekommen ist, hat das "Winner-Gen" in sich und genau das ist das, was wir hier brauchen", sagte Popp mit Blick auf Lena Oberdorf oder Pauline Bremer.

Popp - das steht beim VfL für Erfolg

Nur zu gerne erinnert sich Popp in diesen Tagen an das Jahr 2013, als die Wolfsburgerinnen an der Londoner Stamford Bridge im Finale den haushohen Favoriten Olympique Lyon bezwangen und gleich bei ihrem Debüt in der Königsklasse das Triple holten. "Das schafft auch nicht jeder", so die Kapitänin des DFB-Teams lachend. Für Popp endete die erste Saison im VfL-Trikot damals mit dem maximalen Erfolg, untrennbar ist ihr Name mit der beeindruckenden Wolfsburger Titelsammlung verbunden: Es folgten ein weiterer Triumph in der Champions League 2014, fünf Meisterschaften und sechs Pokalsiege.

"K.o.-Modus müsste uns liegen"

Die Durststrecke seit dem letzten internationalen Erfolg wurmt die zweimalige Fußballerin des Jahres (2014, 2016) allerdings. 2016 und 2018 platzte der Traum vom Henkelpokal im Finale - beide Male hieß der Endspielgegner Olympique Lyon. Das Star-Ensemble trifft zum Auftakt am Sonnabend (20 Uhr) auf Bayern München.

Wer ist der Topfavorit auf den Titel? Und hat das Finalturnier im knackigen K.o.-Modus ohne Rückspiele seine eigenen Gesetze? "Das Format macht es attraktiv und spannend. Man muss von Anfang an liefern", sagte VfL-Trainer Stephan Lerch, der auf seine Bestbesetzung zurückgreifen kann. "Ich bin selbst gespannt", sagte Popp. Vom Potenzial ihres Teams, das in der Liga mit acht Punkten Vorsprung auf Bayern München souverän zum erneuten Titelgewinn marschierte, ist sie jedoch überzeugt: "Wenn ich unsere letzten Jahre und unsere K.o.-Spiele so betrachte, müsste uns der Modus ganz gut liegen." Und auch was ihre Bedenken hinsichtlich Corona angeht, ist Popp optimistisch: "Wir wissen, dass wir vom Verein dort wirklich gut betreut werden."

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 22.08.2020 | 15:51 Uhr

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