Stand: 24.09.2020 07:45 Uhr

VfL Wolfsburg: Ohne Fans gegen Tschernihiw

von Christian Görtzen, NDR Sport
Abwehrmauer des VfL Wolfsburg in einem Testspiel in Köln. © imagos images Foto: Claus Bergmann
Den "Wölfen" fehlen noch zwei Stufen zum Erreichen der Gruppenphase in der Europa League.

Man sollte in diesen Tagen nicht unbedingt "Stadt, Land, Fluss" mit Anhängern des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg spielen. In der Rubrik "Stadt" könnten da schnell mal Namen genannt werden, auf die kein anderer kommen würde. Kukes, eine Kleinstadt in Albanien, etwa besitzt absolutes Alleinstellungspotenzial beim Punktesammeln. Oder auch Tschernihiw, die immerhin 300.000 Einwohner große Hauptstadt der gleichnamigen ukrainischen Oblast, gelegen am Ufer der (Achtung, starke Fluss-Punkte!) Desna. Und damit ist auch schon der kommende Gegner der "Wölfe" auf dem mühsamen Weg in die Gruppenphase der Europa League benannt: Desna Tschernihiw.

Der Tabellenvierte der letztjährigen Premjer-Liha-Saison ist heute (20.15 Uhr) in Wolfsburg zu Gast, ein Rückspiel gibt es aufgrund der Corona-Pandemie nicht. Es ist die dritte Qualifikationsrunde, Wolfsburg hatte diese durch ein 4:0 beim albanischen Vizemeister FK Kukesi erreicht. "Wir wissen, dass wir gegen Tschernihiw eine sehr gute Leistung brauchen, um unserem Ziel, der Gruppenphase, näherzukommen", betonte Trainer Oliver Glasner.

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Keine Zuschauer in Wolfsburg zugelassen

Nach dem Gastspiel im leeren Air-Albania-Stadion von Tirana folgt in dem Europapokal-Wettbewerb nun eine Partie in der eigenen Arena ohne Zuschauer. "Das ist eine Vorgabe der UEFA, die bis auf Weiteres gilt", sagte Jörg Schmadtke, Sport-Geschäftsführer des VfL. Hintergrund sind die unterschiedlichen Corona-Verordnungen in den Mitgliedsländern des europäischen Verbands. Die UEFA möchte verhindern, dass einzelne Clubs in den Qualifikationsrunden einen Wettbewerbsvorteil haben, weil bei ihnen möglicherweise mehr Fans in den Stadien zugelassen sind als anderswo. "In der Gruppenphase der Europa League kann es wieder anders aussehen", sagte Schmadtke.

Glasner erklärte: "Wir haben es genossen, gegen Leverkusen (0:0) vor Zuschauern zu spielen. Auch wenn es nur 500 sein konnten. Wir können es aber nicht ändern, dass nun keine Zuschauer zugelassen sind."

In Play-offs gegen St. Gallen oder AEK Athen

Bis die Mannschaft von Trainer Oliver Glasner allerdings dort angekommen ist, hat sie noch einen ordentlichen Weg zu gehen. Sollten die Niedersachsen ihrer Favoritenrolle gegen Tschernihiw gerecht werden und in die Play-offs einziehen, würden dort bekanntere Namen warten. Eine Woche später stünde dann ein Duell mit dem Gewinner der Partie FC St. Gallen (Schweiz) gegen AEK Athen (Griechenland) an. Ob der VfL am 1. Oktober noch mit Wout Weghorst im Angriff spielen wird, lässt sich derzeit nicht absehen. Nach Informationen der niederländischen Zeitung "De Telegraaf" soll Premier-League-Club Tottenham Hotspur bereit sein, die von den "Wölfen" aufgerufene Ablösesumme in Höhe von 30 Millionen Euro zu bezahlen. Gegen Tschernihiw ist Weghorst nach derzeitigem Stand dabei.

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NDR 2 Sport | 24.09.2020 | 23:03 Uhr

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