Stand: 14.12.2018 22:23 Uhr

Wolfsburg weiter auf dem Weg nach oben

von Thomas Luerweg, NDR.de
Wolfsburgs Daniel Ginczek (M.) war der Garant für den Sieg.

Der VfL Wolfsburg kann in der Tabelle der Fußball-Bundesliga weiter nach oben schielen: Am Freitag siegte die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia in einem wenig unterhaltsamen Spiel mit 2:0 (0:0) beim abstiegsbedrohten 1. FC Nürnberg. Der VfL war die bessere zweier wenig überzeugender Mannschaften, daher war der Erfolg leistungsgerecht. Die Niedersachsen konnten sich glücklich schätzen, Stürmer Daniel Ginczek in ihren Reihen zu haben, der gegen seinen Ex-Verein traf. Er strahlte die größte Torgefahr aller Akteure aus. "Ich glaube, dass wir das aufgrund der zweiten Halbzeit verdient gewonnen haben", sagte VfL-Coach Labbadia, sprach aber zugleich von einem "sehr sehr engen Spiel, in dem es Nürnberg uns sehr schwer gemacht hat".

Starker Beginn, dann Langeweile

15.Spieltag, 14.12.2018 20:30 Uhr

1.FC Nürnberg

0

VfL Wolfsburg

2

Tore:

  • 0:1 Ginczek (58.)
  • 0:2 Brekalo (90. +3)

1.FC Nürnberg: Bredlow - Ro. Bauer, Margreitter, Mühl, Leibold - Petrak, Rhein (83. Kerk) - Vura, Pereira (71. Ishak), Palacios Martínez (88. Erras) - Zrelak
VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Uduokhai - Guilavogui - Gerhardt, Arnold - Malli (79. Brekalo) - Ginczek, Weghorst (87. Steffen)
Zuschauer: 29604

Weitere Daten zum Spiel

Labbadia baute gegenüber dem 2:2 gegen Hoffenheim besonders in der Defensive um: John Anthony Brooks rückte nach abgesessener Gelbsperre wieder in die Innenverteidigung, William auf die rechte Seite. Im offensiven Mittelfeld kam Yunus Malli für Admir Mehmedi. Gleich zu Beginn unterstrich Ginczek seine starke Form, als er eine Vorlage von Maximilian Arnold knallhart aus fünf Metern auf den Kasten von Fabian Bredlow brachte (4.). Der FCN-Keeper parierte aber sicher. Im Gegenzug jagte Adam Zrelak den Ball aus aussichtsreicher Position weit drüber (5.). Nach einem weiteren Schuss von Ginczek, den Bredlow erneut abwehren konnte (11.), verflachte die Partie. Erst gegen Ende der ersten Hälfte kamen die Clubberer besser ins Spiel und schnürten die "Wölfe" hinten ein. Doch bis auf einige Fernschüsse, der beste durch Ondrej Petrak (41.), brachten sie nichts Zwingendes zustande. Das schwache Spiel hatte nicht mehr als ein 0:0 zur Pause verdient.

Ginczek erlöst die "Wölfe"

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Wolfsburgs Daniel Ginczek (l.) beim Torschuss

Nach der Pause ging es zunächst weiter wie zuvor. Das Spiel drohte vollends zum Langweiler zu werden. Doch dann ging es Schlag auf Schlag - innerhalb von zwei Minuten. Nach einer VfL-Ecke marschierte Nürnbergs Virgil Misidjan in der eigenen Hälfte los, lief in hohem Tempo bis in den Wolfsburger Strafraum und setzte den Ball knapp rechts neben den Kasten von Koen Casteels (56.). Im Gegenzug schloss VfL-Stürmer Wout Weghorst einen Konter nur Sekunden später mit einem Pfostenschuss ab (58.). In derselben Minute machte es sein Sturmpartner besser: Nach einem Pass in die Spitze tankte Ginczek sich gegen zwei Verteidiger durch und schob überlegt rechts unten ein - sein fünftes Saisontor (58.).

Danach verlegten sich die "Wölfe" auf die Defensive und Nürnberg hatte nicht die Mittel, den Ausgleich zu erzwingen. Das 2:0 in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Josip Brekalo war lediglich Ergebniskorrektur. Am Ende fiel der Sieg einen Treffer zu hoch aus. Ein Abend, der nach dem glanzlosen Aufritt sicher nicht lange in Erinnerung bleiben wird.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 15.12.2018 | 15:00 Uhr

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