Die Wolfsburger Maximilian Arnold, Jerôme Rousillon und Admir Mehmedi (v.l.). © imago images / Christian Schroedter

VfL Wolfsburg: Noch ein Schritt bis zur Europa League

Stand: 01.10.2020 08:42 Uhr

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg kämpft heute Abend bei AEK Athen um den Einzug in die Gruppenphase der Europa League.

Fünf Pflichtspiele binnen 14 Tagen haben die Fußballer des VfL Wolfsburg bereits in den Beinen - und sie wollen heute Abend (20.45 Uhr) alles dafür tun, dass die Terminhatz anhält: In der Play-off-Partie bei AEK Athen geht es für die "Wölfe" um das Erreichen der Gruppenphase der Europa League. Mehr als drei Millionen Euro wäre das wert. Bei einer Niederlage gegen die Griechen bliebe es hingegen bei Einnahmen von 840.000 Euro aus den drei Qualifikationsspielen gegen Kukesi, Tschernihiw und Athen.

Setzen sich die Niedersachsen beim zwölfmaligen griechischen Meister durch, sind ab dem 22. Oktober "englische Wochen" Alltag für das Team von Trainer Oliver Glasner. Die vier Spieltage der Gruppenphase gehen bis zum 10. Dezember über die Bühne. In welchem Lostopf der VfL landen würde, hängt davon ab, welche Teams sich qualifizieren. Nach aktuellem Stand ist Lostopf zwei nicht unwahrscheinlich - dann könnte Wolfsburg auf Top-Teams wie Arsenal, SSC Neapel oder AS Rom treffen.

Victor und Casteels fallen aus

Um den Spiele-Marathon zu bewältigen, setzt Glasner auf Rotation. "Sollten wir uns für die Gruppenphase qualifizieren, was unser großes Ziel ist, wird es nicht anders gehen. Dann geht es bis Weihnachten im Drei-Tages-Rhythmus durch. Wir sehen das nicht als Belastung, sondern als Herausforderung. Wir müssen das clever steuern", betonte der Coach, der schon bei der Partie in Freiburg (1:1) die Startelf auf sieben Positionen verändert hatte.

Weghorst wieder fit

Verletzungsbedingt musste er auch Stammkeeper Koen Casteels durch Pavao Pervan ersetzen. Und auch gegen Athen kann der Belgier, den Knieprobleme plagen, nicht auflaufen. Der Nationalspieler reiste erst gar nicht mit nach Griechenland. Pervan wird auch gegen AEK im VfL-Tor stehen. Neben Casteels fällt auch Joao Victor definitiv aus. Der Brasilianer zog sich in Freiburg eine Adduktorenverletzung zu. Torjäger Wout Weghorst ist dagegen wieder fit, nachdem er zu Beginn der Woche im Training umgeknickt war.

Schlägt der VfL noch einmal auf dem Transfermarkt zu?

Die Verletzungssorgen - in William, Kevin Mbabu und Marin Pongracic fallen weitere Profis länger aus - zwingen Glasner unabhängig von der gewünschten Rotation zu Umstellungen. Zudem hofft der Österreicher noch auf Verstärkungen: "Klar ist auch, dass wir, was unseren Kader angeht, sicherlich noch jemanden dazuholen sollten, weil es sonst über die lange Zeit knapp wird", hatte er bereits vergangene Woche gesagt.

Auch Manager Jörg Schmadtke schloss Nachverpflichtungen nicht aus: "Wenn wir etwas Sinnvolles noch dazubekommen können, was auch wirtschaftlich darstellbar ist, und wenn wir damit eine Qualitätssteigerung des aktuell guten Kaders hinbekommen, dann werden wir uns dagegen nicht sträuben", erklärte er dem "sportbuzzer". Das Transferfenster schließt am kommenden Montag.

In Athen der Favorit

In Athen sind die Norddeutschen aber auch so der sportliche Favorit, auch weil AEK wegen der Corona-Pandemie die Arena nicht für sein Publikum öffnen darf. "Wenn wir unser Leistungsniveau erreichen, werden wir weiterkommen", glaubt VfL-Mittelfeldspieler Admir Mehmedi.

So könnte der VfL spielen:
Pervan - Klaus, Brooks, Guilavogui, Roussillon - Arnold, Gerhardt - Brekalo, Schlager, Steffen - Weghorst

Weitere Informationen
Renato Steffen (2.v.l.) und Josuha Guilavogui (M.) vom VfL Wolfsburg bejubeln den Führungstreffer gegen Desna Tschernihiw © imago images / Jan Huebner

Wolfsburg hat Europa-League-Gruppenphase vor Augen

Der VfL Wolfsburg hat die nächste Hürde auf dem Weg in die Gruppenphase der Europa League genommen. In der dritten Qualifikationsrunde schlug der Bundesligist den ukrainischen Club Tschernihiw mit 2:0. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 01.10.2020 | 23:03 Uhr

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