Trainer Florian Kohfeldt vom VfL Wolfsburg © imago images/Christian Schroedter

VfL Wolfsburg: Neustart in Bochum heute mit Personalproblemen

Stand: 09.01.2022 07:27 Uhr

Mit nur drei Punkten Vorsprung auf die Abstiegsränge startet der VfL Wolfsburg in die Rückrunde der Fußball-Bundesliga. Beim Neustart auswärts gegen den VfL Bochum soll ein Sieg her - doch die Vorzeichen könnten besser sein.

Denn die Ausfall-Liste ist vor allem Corona-bedingt lang. In Daniel Ginczek (als Kontaktperson) sowie Aster Vranckx und Dodi Lukebakio nach positiven Tests können gleich drei Profis nicht eingreifen.

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So eine Situation sei "für alle Trainer schwer zu akzeptieren. In einer großen Anzahl sind Spieler unverschuldet nicht dabei. In der Häufung ist das schwierig", sagte Coach Florian Kohfeldt. "Das sollte nicht zu häufig vorkommen, sonst ist der Wettbewerb in Gefahr. Das muss man aus sportlicher Sicht so klar sagen."

Nmecha zur Reha ausgerechnet in Dubai

Und dann ist da ja auch noch Lukas Nmecha, einer der wenigen Lichtblicke beim VfL in dieser Saison. Der Neu-Nationalspieler fehlt weiter wegen seiner Knöchelverletzung - und weilt zur Reha aktuell ausgerechnet in Dubai.

Bauchschmerzen hat Sportdirektor Marcel Schäfer trotz der Corona-Infektion von Kevin Mbabu im Emirat allerdings nicht. Schäfer betonte, der Stürmer habe über die Weihnachtstage sehr hart in Wolfsburg gearbeitet. Dass er die Arbeit am Comeback nun fernab von Deutschland fortsetzt, sei mit allen Beteiligten so abgesprochen.

Hoffnungen ruhen vor allem auf Weghorst

Beim prognostizierten Zeitpunkt für sein Comeback blieb Schäfer und Kohfeldt bei der Pressekonferenz vor dem Rückrunden-Auftakt in Bochum heute (17.30 Uhr/im NDR Livecenter) nicht viel mehr als ein Achselzucken.

Die Hoffnungen ruhen damit einmal mehr auf den Schultern von Wout Weghorst, der in der Hinrunde selbst mit einer Corona-Infektion zu kämpfen hatte und mit sechs Treffern nicht zuletzt unter seinen eigenen Ansprüchen geblieben ist. "Wout steht für Qualität und für Tore", ist Kohfeldt trotzdem weiter sicher. Nicht nur der Dreierpack des Niederländers im Testspiel gegen Paderborn (5:4), sondern auch seine Auftritte im Training seien vielversprechend.

Mehr Chancen erspielen und die besser verwerten

Doch nicht nur die schlechte Chancenverwertung sprach der Coach vor dem ersten Pflichtspiel des neuen Jahres an. "Wir müssen uns auch mehr Chancen erspielen." Da seien zudem die Spieler "um Wout herum" gefordert. "Wir haben eine Menge Jungs, die in der Offensive Verantwortung übernehmen können."

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Mit bereits 29 Gegentoren - in der gesamten Vorsaison waren es 37 - muss der VfL aber auch defensiv wieder konzentrierter zu Werke gehen. Und da dürfte das Testspiel-Ergebnis eher alarmierend denn beruhigend gewirkt haben.

Kohfeldt und Casteels geben sich sehr optimistisch

Zumindest eine positive Nachricht gab es: Trotz seines Nasenbeinbruches steht Josuha Guilavogui für das Bochum-Spiel bereit. "Josh wird dabei sein. Er hat sich heute im Training sehr wohlgefühlt mit der Maske, auch Kopfbälle sind kein Problem", sagte Kohfeldt am Freitagnachmittag.

Nach sieben Pflichtspiel-Niederlagen ist die Stimmung in Wolfsburg eine andere. "Für uns ist es wie ein Neustart. Wir haben wieder ein positives Gefühl, und das ist wichtig", sagte Kapitän Koen Casteels. Kohfeldt bereitete zwar schon darauf vor, dass noch "nicht alles funktionieren" werde, er erwarte aber "einen anderen Auftritt". Die kurze Vorbereitungszeit nach der Winterpause sei "eine wichtige Phase" auf der Suche nach der "fußballerischen Identität" gewesen, man habe die "Zeit genutzt". 

Mögliche Aufstellungen:

VfL Bochum: Riemann - Gamboa, Bella Kotchap, Leitsch, Danilo Soares - Losilla - Löwen, Rexhbecaj - Asano, Holtmann - Polter
VfL Wolfsburg: Casteels - Baku, Lacroix, Bornauw, Rousillon - Arnold, Guilavogui -Philipp, Waldschmidt, Gerhardt - Weghorst

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 09.01.2022 | 22:50 Uhr

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