Fußball-Nationalspielerin Lena Lattwein in Aktion. © imago images / foto2press

VfL-Frauen: Lattwein kommt - Engen und Rolfö gehen

Stand: 21.01.2021 14:20 Uhr

Der deutsche Meister VfL Wolfsburg treibt den Umbruch im Sommer voran: Neben einem neuen Trainer ist jetzt auch der Wechsel von Nationalspielerin Lena Lattwein fix. Zwei Altgediente feierten unterdessen ihr Comeback.

Den Transfer der 20 Jahre alten Lattwein verkündete der VfL am Donnerstag. Die 20-Jährige kommt zur neuen Saison ablösefrei von der TSG 1899 Hoffenheim. Sie erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2024. "Es ehrt mich natürlich, dass sich der VfL Wolfsburg um mich bemüht hat", wurde Lattwein einer Club-Mitteilung zitiert. "Der VfL gibt mir die Möglichkeit, von sehr guten Spielerinnen zu lernen, mich auf sehr hohem Niveau weiterzuentwickeln und natürlich auch international zu spielen." Wolfsburgs Sportlicher Leiter Ralf Kellermann zeigte sich überzeugt davon, dass die Mittelfeldspielerin "vom ersten Tag an eine wesentliche Verstärkung für unseren Kader darstellen wird".

Umbruch im Sommer

Die Sportliche Leitung beim Double-Gewinner war zum Handeln gezwungen, denn zwei Tage vor Bekanntwerden der Verpflichtung von Lattwein hatte der VfL über den bevorstehenden Abschied der beiden Skandinavierinnen Fridolina Rolfö und Ingrid Engen informiert. Damit steht beim VfL im Sommer zumindest ein kleiner Umbruch an, denn auf der Trainerposition löst Tommy Stroot den langjährigen Coach Stephan Lerch ab. Wie Lerch verlassen Videoanalystin Donna Newberry und Co-Trainerin Theresa Merk den Club. Assistentin Ariane Hingst soll gehalten werden.

Bereits vor der Winterpause hatte Kellermann auf dem Transfermarkt nachgebessert. Nach Stürmerin Rebecka Blomqvist vom schwedischen Meister Kopparbergs/Göteborg FC lotste er zum neuen Jahr die dänische Defensivspezialistin Sofie Svava vom FC Rosengard an den Mittellandkanal.

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Comeback von Schult und Popp - Bremer gerade erst operiert

Aber auch mit Stammkräften kann Wolfsburg weiter planen - jedenfalls teilweise: Nationaltorhüterin Almuth Schult gab in einen Testspiel gerade ihr Comeback nach der Geburt ihrer Zwillinge im April. Und auch Kapitänin Alexandra Popp war nach auskurierter Fußverletzung wieder am Ball. Weiter fehlen wird wegen ihrer langwierigen Knieverletzung Ewa Pajor. Und auch Pauliene Bremer hat nach Kreuzbandriss und Innenbandriss im Knie noch eine lange Reha-Strecke vor sich. Die Stürmerin wurde am 6. Januar, erst rund drei Monate nach ihrer Verletzung, operiert. Hintergrund: Zunächst musste aus ihrem rechten Schienbein ein Nagel entfernt werden, der von einer länger zurückliegenden Verletzung herrührte.

Die Rest-Saison in der Frauen-Bundesliga läutet der VfL am 14. Februar (14 Uhr) mit dem Spiel gegen Lattweins Club Hoffenheim ein. Zwei Tage danach wird das Achtelfinale in der Champions League ausgelost. Im DFB-Pokal-Viertelfinale steht am 21. März das Heimspiel gegen den Gewinner der Nachholpartie Werder Bremen - SV Meppen an.

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 21.01.2021 | 13:25 Uhr

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