Josuha Guilavogui © IMAGO /Sportfoto Rudel

VfL Wolfsburg: Guilavogui wohl weg, Talent Paredes schon da

Stand: 29.01.2022 15:20 Uhr

Josuha Guilavogui verlässt den Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg wohl noch in diesem Winter. Der 31 Jahre alte Franzose wechselt wohl zu Girondins Bordeaux. Fix ist schon Daniel Ginczeks Transfer zum Zweitligisten Fortuna Düsseldorf. Auch Wout Weghorst könnte Wolfsburg noch verlassen. Ein Neuzugang ist schon da.

Guilavogui soll sich laut dem französischen Internetportral "20minutes.fr" bereits mit dem Traditionsclub aus der Ligue 1 einig sein. Der Haken: Vor der Verpflichtung muss der sechsfache französische Meister, für den einst auch Manfred Kaltz und Klaus Allofs aufliefen, noch mindestens einen Profi abgeben, um den Kauf bis zum Ende des Transferfensters am Montagabend stemmen zu können.

Zudem soll es in Galatasaray Istanbul, Lens, Angers und Montpellier weitere Interessenten für den defensiven Mittelfeldspieler der "Wölfe" geben, der bei den Niedersachsen noch einen Vertrag bis 2023 hat.

Unter Ex-VfL-Trainer Glasner aufs Abstellgleis

Guilavogui, der 2014 von Atletico Madrid zum VfL kam, liebäugelte bereits im vergangenen Sommer mit einem Abschied aus Wolfsburg. Nachdem der Franzose jahrelang zum festen Personal zählte und zwischenzeitlich sogar Kapitän war, hatte er in der vergangenen Saison unter Trainer Oliver Glasner seinen Stammplatz verloren.

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184 Bundesligaspiele für den VfL

Bei Mark van Bommel und vor allem bei Florian Kohfeldt ("Ich muss nicht betonen, wie wichtig Josh für diese Mannschaft in der Kabine und auf dem Platz ist") lief es wieder besser. In den bisherigen drei Partien der Bundesliga-Rückrunde kam Guilavogui jedoch keine einzige Minute zum Einsatz.

Insgesamt hat der siebenmalige französische Nationalspieler bislang 184 Bundesligapartien (acht Tore) für den VfL bestritten und liegt damit in der Liste der Wolfsburger Rekordspieler auf Rang vier.

Linksaußen Paredes kommt von D.C. United

Einen Neuzugang haben die "Wölfe" am Freitagabend gemeldet: Der 18-jährige US-Amerikaner Kevin Paredes kommt von D.C. United aus der Major League Soccer (MLS), der Linksaußen erhält einen Vertrag bis Sommer 2026. "Wir freuen uns sehr, dass Kevin sehr schnell von unserer Philosophie und unserem Weg überzeugt war und zu uns kommt. Trotz seines Alters hat er schon einige Erfahrung im Profibereich sammeln können und ist nicht nur auf der linken Außenbahn, sondern auch im Zentrum einsetzbar", sagte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer.

Trotz des Lobliedes auf den talentierten Angreifer dürften und müssen weitere offensive Neuzugänge folgen. Denn Paredes nimmt vom Papier her lediglich den Kader-Platz von Admir Mehmedi (Antalyaspor) ein. Eine Sofort-Verstärkung dürfte der Teenager nicht sein - und dann zeichnen sich auch noch weitere Abgänge ab.

Ginczek wechselt zu Fortuna Düsseldorf

Daniel Ginczek wird in Zukunft in der Zweiten Liga auf Torejagd gehen. Die "Wölfe" verkündeten am Samstagnachmittag den Transfer des 30-Jährigen zu Fortuna Düsseldorf. Der Vertrag des Stürmers in Wolfsburg hätte noch eine Laufzeit bis 30. Juni gehabt. Ginczek spielte dreieinhalb Jahre für den VfL. In 55 Bundesligaspielen für die Niedersachsen gelangen ihm neun Tore, insgesamt kam er auf 66 Pflichtspiele mit elf Treffern.

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Und um Wout Weghorst soll nach übereinstimmenden Medienberichten der FC Burnley aus der ersten englischen Liga buhlen. Laut Informationen von "transfermarkt.de" befindet sich der Niederländer bereits in England, um sich vor Ort ein Bild zu machen. Nachdem der 29-Jährige in den vergangenen Jahren nicht nur mit Toren am Fließband, sondern auch immer wieder mit öffentlich geäußerten Wechselwünschen nach England für Schlagzeilen gesorgt hatte, ist ein Transfer jetzt allerdings kein Selbstläufer. Denn Burnley ist Tabellenletzter der Premier League. Ob der Club Weghorsts Ansprüchen genügt?

Hatten Schäfer und Geschäftsführer Jörg Schmadtke sonst immer ihr Veto bei einem Transfer eingelegt, dürften sie Weghorst nun keine Steine in den Weg legen - sofern die Höhe der Ablösesumme stimmt. Weghorst ist in Wolfsburg aus dem Tritt geraten und wusste in dieser Saison bisher nicht zu überzeugen. Sein Abgang könnte nun das erhoffte Kapital für eine Last-Minute-Verstärkung einbringen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 28.01.2022 | 23:03 Uhr

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