Stand: 08.11.2017 20:53 Uhr

4:0 in Florenz - VfL-Frauen auf Viertelfinal-Kurs

von Matthias Heidrich, NDR.de
Die VfL-Frauen haben ihr Achtelfinal-Hinspiel in Florenz souverän bestritten.

Die Fußballerinnen des VfL Wolfsburg stehen mit einem Bein im Viertelfinale der Champions League. Der deutsche Meister wurde am Mittwoch im ersten Achtelfinale beim italienischen Meister AC Florenz seiner Favoritenrolle gerecht und feierte einen souveränen 4:0 (0:0)-Sieg. Das Rückspiel am kommenden Mittwoch (18 Uhr) in Wolfsburg dürfte für die Mannschaft von Trainer Stephan Lerch nur noch Formsache sein. Es müsste schon einiges schieflaufen, dass die Kugel mit dem Los VfL Wolfsburg am 24. November in Nyon nicht im Lostopf liegt, wenn die Paarungen für die Runde der letzten Acht (21./22. und 28./29. März 2018) und auch die für die Halbfinals (21./22. und 28./29. April) gezogen werden. Das Finale in Kiew steigt am 24. Mai.  

Unzählige Chancen, aber kein Tor

Wie erwartet übernahmen die Wolfsburgerinnen von Beginn an das Kommando. Sie waren den Florentinerinnen athletisch und taktisch haushoch überlegen. Allein, das Runde wollte nicht ins Eckige. Zahlreiche Chancen spielten sich die VfL-Frauen in den ersten 45 Minuten heraus. Doch Pernille Harder (15.), Alexandra Popp (27.) aus spitzem Winkel, Ewa Pajor nach einer flach ausgeführten Ecke und Caroline Graham Hansen nach schönem Solo (28.) verfehlten das Tor der Gastgeberinnen. Und wenn die Wolfsburgerinnen genauer zielten, stand da immer noch Stéphanie Öhrström im Tor des AC Florenz und entschärfte die Versuche von Harder (43.) und Noelle Maritz (45.+1). Ohne Frage, es hatte schon seine Gründe, warum VfL-Trainer Lerch mit leicht angesäuerter Miene in die Halbzeitpause stapfte.

Gunnarsdottir bricht den Bann

Zurück aus den Katakomben des Stadio Comunale Artemio Franchi hellte sich Lerchs Gesichtsausdruck allerdings schnell auf. Kurz nach Wiederanpfiff traf sein Team endlich das Tor: Pajor legte auf Harder zurück, die den Ball nicht richtig traf. Doch das Spielgerät landete bei Sara Björk Gunnarsdottir, die das Leder zum 1:0 für die Gäste über die Linie drückte (48.). Jetzt waren der Bann und auch die Gegenwehr der Italienerinnen gebrochen. Harder erhöhte nach 54 Minuten mit einem platzierten Schuss aus dem Rückraum auf 2:0, erneut Gunnarsdottir traf nach überlegter Vorarbeit Harders zum 3:0 (60.). Bitter für die starke Torhüterin Öhrström, dass ihr in der 73. Minute ein Eigentor unterlief. Ein Kopfball von Popp sprang an den Innenpfosten, traf die Schwedin am Fuß und prallte zurück ins Tor - 4:0 für den VfL. Damit ließ es die Lerch-Elf allerdings bewenden.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 08.11.2017 | 22:40 Uhr

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