Oliver Glasner, Trainer von Eintracht Frankfurt (zuvor VfL Wolfsburg). © picture alliance/dpa/Kessler-Sportfotografie Foto: Jürgen Kessler

VfL Wolfsburg: Brisantes Wiedersehen mit Ex-Coach Glasner

Stand: 19.09.2021 09:41 Uhr

Spitzenreiter VfL Wolfsburg will seine Erfolgsserie in der Fußball-Bundesliga fortsetzen. Heute kommt es zum Duell mit Eintracht Frankfurt. Der Trainer dort ist ein alter Bekannter: Oliver Glasner, bis Sommer Chefcoach bei den "Wölfen".

Es schien so, als wollte Glasner etwas klarstellen, als er in der Eintracht-Pressekonferenz auf dem Podium saß. Und das tat er dann auch sogleich. "Ich freue mich auf die Rückkehr", betonte der 47-Jährige im Hinblick auf die Partie heute (19.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de). "Ich habe in Wolfsburg sehr viel gelernt über den deutschen Fußball, über die Bundesliga und auch über die deutsche Mentalität."

Er blicke auf zwei sehr intensive und sehr erfolgreiche Jahre zurück. "Das ist natürlich für mich ein besonderes Spiel", sagte der Österreicher, um dann umgehend eines hervorzuheben: "Ich bin Jörg Schmadtke und dem VfL sehr dankbar dafür, dass sie mir damals die Chance gegeben habe. Andernfalls säße ich jetzt nicht hier."

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Glasner: Wolfsburg "schwer zu knacken"

Glasner war offensichtlich sehr darum bemüht, die Schärfe aus seiner Rückkehr nach Wolfsburg herauszunehmen. Im Sommer hatte es ordentlich geknirscht. Vonseiten des VfL kam anlässlich seines Weggangs nur pflichtschuldiger Dank in einer Pressemitteilung zum Ausdruck. "Wir bedanken uns bei Oliver Glasner für zwei erfolgreiche Jahre und wünschen ihm alles Gute", wurde Sportchef Schmadtke darin zitiert. Das Verhältnis zwischen ihm und Glasner galt spätestens nach einem Streit über die Transferpolitik im Herbst zuvor als sehr belastet.

Kapitän Josuha Guilavogui, der zuletzt unter Glasner nur noch Ergänzungsspieler gewesen war, trat gar öffentlich nach. "Ich bin froh, dass er weg ist", sagte der Franzose den "Wolfsburger Nachrichten". Darauf ging Glasner am Freitag nicht ein. Er sprach dagegen mit Respekt über die Leistungen seines ehemaligen Teams: "Ich habe sie gegen RB Leipzig gesehen. Da haben sie sehr gut gespielt, sehr gut verlagert. Es wird schwer, sie zu knacken."

VfL-Trainer van Bommel: "Brauchen keine Extra-Motivation"

Genau dafür will sein Nachfolger in Wolfsburg, Mark van Bommel, Sorge tragen. Vier Siege aus den ersten vier Bundesligaspielen - ein Startrekord für den Verein - haben dem VfL Mut gemacht. Und auch das 0:0 beim französischen Meister OSC Lille im ersten Gruppenspiel der Champions League wurde als Erfolg verbucht, "auch wenn wir dort nicht so gut gespielt haben, wie wir können", wie van Bommel zugab.

Dass sein Team besonders motiviert sei, weil es gegen den Ex-Coach geht - daran glaubt der Niederländer nicht. "Die Motivation muss aus sich selbst heraus kommen, da braucht es keinen Auslöser", sagte der 44-Jährige und fügte hinzu: "Wir werden uns genauso vorbereiten wie auch sonst. Wir müssen wieder unerschütterlich sein."

Mögliche Aufstellungen:

VfL Wolfsburg: Casteels - Baku, Lacroix, Brooks, Roussillon - Guilavogui, Arnold - Lukebakio, Waldschmidt, Nmecha - Weghorst
Eintracht Frankfurt: Trapp - Durm, Ndicka, Hinteregger, Lenz - Sow, Jakic - Borré, Kamada, Kostic - Lammers

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 19.09.2021 | 22:50 Uhr

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