Stand: 27.06.2020 08:47 Uhr

VfL Wolfsburg: Bayern schlagen, Platz sechs feiern

Die Wolfsburger Maximilian Arnold (l.) und Josuha Guilavogui (r.) versuchen, Bayerns Robert Lewandowski zu stoppen. © imago images / Philippe Ruiz
Um gegen die Bayern bestehen zu können, muss der VfL Wolfsburg vor allem Torjäger Robert Lewandowski (M.) in Schach halten.

Elf Jahre ist es her, dass die Meisterschale der Fußball-Bundesliga letztmals in Wolfsburg zu sehen war. Damals war es der VfL Wolfsburg selbst, der die Trophäe in Empfang nahm. Heute (15.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) kehrt die Schale wieder ins Stadion der Niedersachsen zurück - die "Wölfe" sind allerdings nur Zuschauer, wenn nach dem Abpfiff der Partie die Profis des FC Bayern die Schale in die Höhe stemmen dürfen. Für den VfL hat die Partie gegen den Meister dennoch eine entscheidende Bedeutung, geht es doch darum, im Fernduell um den direkten Einzug in die Gruppenphase der Europa League die TSG Hoffenheim (spielt in Dortmund) hinter sich zu lassen.

Glasner: "Alles rausfeuern und gewinnen"

Die Ausgangslage ist einfach: Die Wolfsburger haben eine um zehn Treffer bessere Tordifferenz als die punktgleichen Kraichgauer.

Es genügt also, das gleiche Resultat (Sieg, Remis, Niederlage) wie Hoffenheim zu erreichen, um die "Ochsentour" der Europacup-Qualifikation zu vermeiden. "Wir schauen nicht nach Dortmund und auf Hoffenheim, sondern konzentrieren uns auf uns. Wir treten gegen die Bayern nicht an, um ihnen vor der Meisterehrung einen Gefallen zu tun", erklärte VfL-Coach Oliver Glasner am Donnerstag. Natürlich seien die Münchner "unglaublich stark und scheinen unbesiegbar", so der Österreicher, aber "wir werden zum letzten Mal in dieser Saison alles rausfeuern, was in uns steckt, und wollen das Spiel gewinnen".

"Volle Kapelle" bei den Bayern?

Glasner zeigte sich optimistisch, dass dies auch gelingt: "Wir haben im Hinspiel in München gut gegengehalten und hatten auch unsere Chancen. Die wollen und werden wir uns auch Sonnabend wieder erarbeiten und brauchen dann auch die nötige Effizienz vor dem Tor." Hoffnungen, dass der Gegner das letzte Saisonspiel lockerer angeht, hat Glasner nicht: "Ich erwarte die Bayern ohne große Rotation und denke, sie werden das Spiel als Generalprobe für das Pokalfinale nutzen und mit 'voller Kapelle' auflaufen."

Schlager und Roussillon fraglich

Mit "voller Kapelle" würde der Wolfsburger Trainer auch gerne spielen, muss allerdings möglicherweise auf zwei wichtige Profis verzichten: Der Einsatz von Xaver Schlager (Innenbanddehnung im Knie) sei ebenso fraglich wie der von Jerome Roussillon (anhaltende Wadenprobleme), erklärte Glasner. Kapitän Josuha Guilavogui könnte als Schlager-Ersatz sein Startelf-Comeback feiern und mit seiner 149. Bundesligapartie in die Top Ten der VfL-Rekordspieler aufrücken.

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Dieses Thema im Programm:

Die NDR 2 Bundesligashow | 27.06.2020 | 15:00 Uhr

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