Stand: 27.03.2019 20:09 Uhr

2:4 - VfL-Frauen scheitern an Lyon

von Johannes Freytag, NDR.de
Der Doppelpack von Pernille Harder (l.) reichte den VfL-Frauen nicht - auch, weil Eugénie le Sommer (r.) ebenfalls zweimal traf.

Die Fußball-Frauen des VfL Wolfsburg haben des Halbfinale in der Champions League verpasst. Das Team von Trainer Stephan Lerch verlor am Mittwochabend das Viertelfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon mit 2:4 (0:2) und schied nach der 1:2-Hinspielniederlage aus. Der Bundesligist zeigte im mit 4.445 ausverkauften VfL-Stadion eine schwache erste Hälfte. In Durchgang zwei keimte nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich noch einmal Hoffnung auf, die der effiziente französische Serienmeister allerdings nur wenige Minuten später wieder zunichte machte. "Gefühlt war der Unterschied gar nicht so groß", erklärte VfL-Torhüterin Almuth Schult im NDR 2 Interview. Einen "Knacks" befürchtet sie nicht: "Uns war auch vorher klar, dass wir gegen Lyon verlieren können."

Zwei Fehler, zwei Gegentore

Wie schon im Hinspiel gerieten die "Wölfinnen" früh in Rückstand. VfL-Torhüterin Almuth Schult ließ sich von einem Freistoß ihrer Nationalmannschaftskollegin Dzenifer Marozsan düpieren. Statt es von der halbrechten Seite mit einer Hereingabe zu versuchen, machte es Marozsan direkt, der Ball landete im kurzen Eck - 0:1 (7.). "Ich hatte schon überlegt, ob sie das macht", so Schult, "aber dann gedacht, sie traut sich nicht." Doppelt bitter für den VfL: Schon der Freistoßpfiff von Schiedsrichterin Lina Lehtovaara aus Finnland war eine harte Entscheidung, Alexandra Popp war zwar robust, aber keinesfalls überhart oder unfair gegen Maroszan zu Werke gegangen.

Wolfsburg hatte sich gerade von diesem Schock erholt und war besser ins Spiel gekommen, da folgte der nächste Rückschlag. Nach einem Ballverlust von Sara Gunnarsdottir ließ Lena Goeßling Ada Hegerberg ungestört in den Strafraum eindringen, wo die Norwegerin von Schult gelegt wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Wendie Renard zum 2:0 (25.). Die zwei Standard-Situationen reichten Lyon, um dem VfL in dieser Phase den Zahn zu ziehen. Ohne eine zwingende Wolfsburger Torchance ging die erste Hälfte der Partie zu Ende.

Le Sommer kontert Harders Doppelpack

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Daran, dass die Gastgeberinnen noch vier Tore schießen würden, glaubten wohl nur die kühnsten Optimisten. Aber die VfL-Frauen steckten nicht auf. Popp verlängerte stark auf die durchstartende Ewa Pajor, die Hereingabe der Polin vollendete Pernille Harder zum 1:2 (52.). Keine drei Minuten später durfte Caroline Hansen von der linken Seite quer legen - wieder war Harder zur Stelle - 2:2 (55.). Doch der plötzliche Schwung der Gastgeberinnen wurde jäh gestoppt: Amandine Henry setzte sich gegen Goeßling durch und flankte präzise in den Strafraum, wo Eugenie le Sommer per Kopf die erneute Führung für Lyon erzielte (60.).

Damit war die Luft raus. Mehr als einen Schuss von Pajor, den Sarah Bouhaddi parierte (64.), brachten die VfL-Frauen nicht zustande. Zehn Minuten vor dem Ende machte le Sommer mit ihrem zweiten Treffer endgültig den Deckel drauf (80.). Die Wolfsburgerinnen, die im Vorjahr das Endspiel gegen Lyon verloren hatten (1:4 n.V.), stehen damit erstmals seit 2015 nicht unter den besten Vier der Königsklasse.

Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 27.03.2019 | 22:40 Uhr

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