Wolfsburgs Maximilian Arnold (l.) jubelt mit Ball unter dem Trikot. © imago images / Joachim Sielski

VfL Wolfsburg: Arnold gegen Hoffenheim doppelt motiviert

Stand: 08.11.2020 09:23 Uhr

Der VfL Wolfsburg hat heute in der Fußball-Bundesliga die TSG Hoffenheim zu Gast. An den Gegner hat Maximilian Arnold ganz besondere Erinnerungen.

Der zweite Alarm war dann der "echte". Nachdem Maximilian Arnold wegen der unmittelbar bevorstehenden Geburt seines zweiten Kindes die jüngste Bundesligapartie der "Wölfe" bei Hertha BSC (1:1) verpasst hatte, drohte das gleiche Schicksal für das anstehende Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim. Doch am Donnerstag war es dann soweit: Der kleine Samu kam auf die Welt, und Zweifach-Papa Arnold, für den Kinder zu haben "das Schönste auf der Welt ist", kann heute (15.30 Uhr, im Livecenter von NDR.de) umso motivierter gegen die Kraichgauer auflaufen: "Ich sehe die Dinge jetzt viel klarer und lockerer", sagte er im Club-Magazin "Unter Wölfen".

Arnold auf dem Weg zum Rekordspieler

Arnold stünde heute zum 227. Mal in der Bundesliga auf dem Platz - und würde damit den Rückstand in der Liste der VfL-Rekordspieler weiter verkürzen. Lediglich Diego Benaglio (259 Partien) und Marcel Schäfer (256) haben mehr Erstligaspiele für die Niedersachsen absolviert. Beide haben ihre Karriere inzwischen beendet, Schäfer arbeitet als Sportdirektor beim VfL. "Es ist mein Ziel, die beiden zu überholen. Das möchte ich Marcel schon gerne unter die Nase reiben. Dafür gebe ich alles", erklärte der 26-Jährige augenzwinkernd.

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Wolfsburgs Maximilian Arnold © Witters Foto: FrankPeters

Die Bundesliga-Rekordspieler der "Wölfe"

Diego Benaglio ist der Bundesliga-Rekordspieler des VfL Wolfsburg. Maximilian Arnold , Koen Casteels und Josuha Guilavogui sind noch aktive Profis in den Top Ten der Dauerbrenner im "Wölfe-Trikot". Bildergalerie

Erstes Bundesligator gegen Hoffenheim

Der gebürtige Riesaer Arnold kam 2009 zum VfL Wolfsburg, mit dem er 2011 deutscher A-Junioren-Meister wurde. Profitrainer Felix Magath machte den damals 17-Jährigen im November des gleichen Jahres zum jüngsten Bundesligaspieler der "Wölfe". Zwei Jahre später wurde er - unter Dieter Hecking - Stammspieler und erzielte im April 2013 gegen die TSG Hoffenheim sein erstes Bundesligator. Damit ist er auch der jüngste Torschütze der Vereinshistorie. Im Ranking der VfL-Rekordtorjäger ist der Mittelfeldspieler mit 28 Treffern inzwischen auf Platz acht angekommen - lediglich drei Tore hinter dem vor ihm liegenden Tomislav Maric.

Arnold: "Wolfsburg ist genau richtig"

"Ich lebe nun fast die Hälfte meines Lebens in Wolfsburg. Das hätte ich niemals glauben können, als ich vor elf Jahren hergekommen bin", sagte Arnold, der nach eigenen Angaben mit seiner Familie und seinem Bruder "jede Saison Revue passieren" lässt: "Zurzeit kommen wir immer wieder zu dem Schluss, dass Wolfsburg genau richtig ist."

Ziel: Mit dem VfL die Top Fünf angreifen

Das sei in den Jahren, wo der VfL zweimal in Folge in die Relegation musste, anders gewesen ("Da gab es nur negative Emotionen"), dennoch sei er geblieben. Aktuell habe er das Gefühl, "dass wir immer mehr in die richtige Richtung gehen". Die Lücke zu den Top-Clubs sei zwar noch relativ groß, "aber wir steigern uns nach und nach und bauen eine gute Struktur auf. Wenn uns das auch künftig so gelingt, kann man die Top Fünf irgendwann angreifen."

Ginczek fällt weiter aus

Tatsächlich ist der VfL in der Liga noch ungeschlagen, hat bei fünf Remis allerdings auch erst einen Sieg auf dem Konto. Speziell mit dem Toreschießen tun sich die "Wölfe" aktuell schwer, erst fünf Treffer schlagen zu Buche. "Wir sind dazu in der Lage, Chancen zu kreieren. Dass wir diese nicht immer ausnutzen konnten, ist eine andere Geschichte. Meine Aufgabe ist es, die Lösungen zu finden, um die Tore, die wir für einen Sieg brauchen, sicherzustellen", sagte VfL-Coach Oliver Glasner. Stürmer Daniel Ginczek wird dabei nicht helfen können, er fehlt weiter wegen Rückenproblemen.

Trifft Arnold gegen seinen "Lieblingsgegner"?

Abhilfe könnte aber natürlich Arnold leisten, dem in seinen zwölf Spielen gegen Hoffenheim immerhin schon drei Tore und zwei Vorlagen gelangen. Eine bessere Bilanz (vier Tore und zwei Vorlagen) hat er nur gegen Werder Bremen.

Mögliche Aufstellungen:

Wolfsburg: Casteels - Baku, Lacroix, Brooks, Roussillon - Arnold - Mehmedi, Schlager - Philipp, Brekalo - Weghorst
Hoffenheim: Baumann - Akpoguma, Vogt, Nordtveit, Sessegnon - Samassekou - Rudy, Grillitsch - Baumgartner - Dabbur, Belfodil

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Fußball und Tabelle © picture-alliance/ dpa, NDR.de/Screenshot Foto: Patrick Bernard

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 08.11.2020 | 22:50 Uhr

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