Stand: 20.01.2018 15:48 Uhr

VfL Osnabrück kassiert Klatsche in Wiesbaden

von Christian Görtzen, NDR.de
Osnabrücks Emmanuel Iyoha kann die Flanke von Alf Mintzel nicht unterbinden.

Den Auftakt in die Restrunde der dritten Fußball-Liga hatten sich der VfL Osnabrück und seine Fans ganz anders vorgestellt. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune musste sich am Sonnabend beim Aufstiegskandidaten SV Wehen Wiesbaden vor 1.975 Zuschauern mit 1:5 (1:4) geschlagen geben. Schon das Hinspiel war mit 0:4 verloren gegangen. Für den VfL, dessen Wintervorbereitung (Regen und eisiger Wind in Südspanien) nicht optimal verlaufen war, endete damit eine kleine Erfolgsserie. Vor der Winterpause waren die Niedersachsen viermal ungeschlagen geblieben (zwei Siege, zwei Remis), unter anderem gelang ein Heimerfolg gegen die SpVgg Unterhaching. Nun gab es in Wiesbaden einen herben Rückschlag - der VfL befindet sich mit seinen 21 Punkten wieder in größerer Abstiegsgefahr. "Wir haben in der ersten Hälfte alles vermissen lassen. 1:4 war bereits ein ordentliches Brett. Wir haben mit einem 1:5 am Ende richtig auf die Nase bekommen", sagte VfL-Trainer Daniel Thioune in der Pressekonferenz.

Vier Gegentore vor der Pause

Bei den Lila-Weißen stand Angreifer Marc Heider etwas überraschend in der Startelf - den 31-Jährigen hatten in den vergangenen Tagen Schmerzen im Knie geplagt. Thioune ersetzte in der Innenverteidigung den Gelb-gesperrten Adam Susac durch Konstantin Engel, der erstmals seit Ende August wieder ein Pflichtspiel für den VfL bestritt. Der Start in die Partie missriet den Norddeutschen allerdings gründlich: Nach einer Ecke von Moritz Kuhn durfte Sascha Mockenhaupt vollkommen unbedrängt zum 1:0 (3.) einköpfen. Osnabrück zeigte sich davon aber wenig beeindruckt, nahm sich ein Beispiel am Gegner und nutzte ebenfalls einen Eckstoß zu einem Torerfolg. Den von Marc Wachs hereingetretenen Ball nickte in der Mitte Engel herrlich zum 1:1 (9.) ein.

Lange hielt die Freude über den Ausgleich allerdings nicht an, dann fiel auf der anderen Seite erneut ein Kopfballtor. Steven Ruprecht erzielte es nach Flanke von Kuhn - 2:1 (20.) für den SVWW. Die Niedersachsen machten sich ein weiteres Mal daran, den Ausgleich zu erzwingen. Dieses Mal aber kam es ganz anders. Der VfL wurde in der Schlussphase der ersten Hälfte zweimal böse ausgekontert. Zunächst erzielte Wiesbaden nach einem Ballverlust von Engel durch Simon Brandstetter das 3:1 (36.), kurz vor der Pause umkurvte Agyemang Diawusie VfL-Keeper Marius Gersbeck und erhöhte gar auf 4:1 (44.). Der Rückstand fiel für die Osnabrücker zu deutlich aus, hatten sie doch auch einige gute Gelegenheiten - so etwa Heider, der in der 42. Minute durch zwei gute Chancen innerhalb weniger Sekunden das mögliche 2:3 verpasste.

Andrist sorgt für den Schlusspunkt

Eine Aufholjagd der Gäste kam nach der Pause nicht mehr in Gang. Das Geschehen spielte sich überwiegend im Mittelfeld ab. Der eingewechselte Ahmet Arslan vergab die Gelegenheit zu einem Schuss auf das SVWW-Tor (70.). In der 83. Minute kam es dann noch bitterer für den VfL: Nach einem Foul von an Stephan Andrist entschied Schiedsrichter Daniel Schlager (Rastatt) zu Recht auf Straßstoß. Andrist trat selbst an - und der ehemalige Rostocker, der zuvor zwei Tore vorbereitet hatte, erzielte das 5:1 (83.).

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Sportclub | 20.01.2018 | 14:00 Uhr

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