Stand: 15.12.2019 09:45 Uhr

Osnabrücks Überflieger gegen Dresden Favorit

Irgendeinen Dreh in seiner Motivationsstrategie musste Trainer Daniel Thioune ja finden, um seine Überflieger auch auf dieses Spiel zu fokussieren. Nach Siegen gegen den VfB Stuttgart, den Hamburger SV und zuletzt bei Holstein Kiel empfängt der VfL Osnabrück heute im letzten Heimspiel des Jahres (13.30 Uhr / NDR Livecenter) Dynamo Dresden an der Bremer Brücke. Den Umstand, dass der Tabellenletzte in Markus Kauczinski gerade einen neuen Chefcoach verpflichtet hat, kommentierte Thioune so: "Das macht die Vorbereitung schwerer. Es ist das erste Mal für mich, dass ein Trainer direkt vor dem Spiel gegen uns gewechselt wird. Wir müssen uns umso mehr auf uns konzentrieren."

Mögliche Aufstellung VfL Osnabrück

Kauczinski: Mehr erste Spiele gewonnen

Tatsächlich haben sich für die "Mannschaft der Stunde" in der Zweiten Liga die Vorzeichen geändert. Während der Aufsteiger zumindest gegen Stuttgart und den HSV in der Rolle des Underdogs agieren konnte, wird vom Tabellenfünften ein Sieg gegen Dresden vor heimischem Publikum nun geradezu erwartet. Kauczinski spielte jedenfalls schon mal die psychologische Karte und kündigte in Richtung Osnabrück an: "Ich kann nichts versprechen, aber ich weiß, dass ich mehr erste Spiele gewonnen als verloren habe."

Einsatz von Marcos Alvarez fraglich

Erschwerend für die Lila-Weißen kommt hinzu, dass Marcos Alvarez möglicherweise nicht auflaufen kann. "Er hat aufgrund privater Gründe in dieser Woche nur unregelmäßig trainiert", sagte Thioune. Der Stürmer ist mit acht Toren nicht nur der treffsicherste Osnabrücker, er hat mit dem kommenden Gegner auch noch eine Rechnung offen. Sein erfolgloses halbjähriges Intermezzo 2017 in Dresden wurmt ihn wahrscheinlich noch immer derart, dass er gern auch den Gelb-Schwarzen das eine oder andere Tor einschenken würde.

Einer mit "Fußball-ADHS" steht bereit

Sollte es Alvarez nicht in die Startelf schaffen, stünde Bryan Henning bereit. Der im Sommer von Wacker Innsbruck verpflichtete Offensivspieler wurde beim 4:2 in Kiel eingewechselt und erzielte das letzte Tor. Henning hatte sich in der Saisonvorbereitung einen Syndesmoseriss zugezogen und kam bisher nur sporadisch zum Einsatz. Thioune hält offenbar viel vom gebürtigen Berliner, der auf dem Feld mitunter hyperaktiv wirkt. "Ich habe ja schon Mal gesagt, dass ich finde, dass er Fußball-ADHS hat", sagte der VfL-Coach, der ein starkes Back-up für seine Stürmer Alvarez und Marc Heider natürlich zu schätzen weiß: "Er übt Druck auf das etablierte Duo aus."

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Sportclub | 15.12.2019 | 22:50 Uhr

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