Stand: 22.11.2019 20:27 Uhr

VfL Osnabrück erkämpft sich Punkt in Bochum

von Christian Görtzen, NDR.de
Osnabrücks Moritz Heyer (l.) wird von Chung-Yong Lee attackiert.

Drei Elfmeter insgesamt, zwei Tore in 94 Minuten, ein Punkt für die Lila-Weißen - der VfL Osnabrück ist am Freitagabend in der zweiten Fußball-Bundesliga in einem hektischen, zerfahrenen Spiel beim VfL Bochum zu einem 1:1 (1:1) gekommen. Der Aufsteiger aus Niedersachsen bot tief im Westen der Republik eine gute kämpferische Leistung. Durch das Remis am 14. Spieltag kommt das Team von Trainer Daniel Thioune nun auf 17 Punkte, die zu einem Platz im Mittelfeld der Tabelle reichen. "Das Unentschieden geht in Ordnung", zog der VfL-Coach im NDR Interview ein zufriedenes Fazit.

Osnabrück nach 97 Sekunden in Rückstand

Die letzten Takte des Liedes "Bochum" von Herbert Grönemeyer waren kaum verklungen, da waren die verdutzten Lila-Weißen auch schon ins Hintertreffen geraten.

14.Spieltag, 22.11.2019 18:30 Uhr

VfL Bochum

1

VfL Osnabrück

1

Tore:

  • 1:0 D. Blum (2.)
  • 1:1 Nik. Schmidt (45. +2, Foulelfmeter)

VfL Bochum: M. Riemann - Osei-Tutu, Decarli, Bella-Kotchap, Celozzi - Losilla, Tesche - Zoller (82. Gamboa), Lee (75. Wintzheimer), D. Blum - Ganvoula
VfL Osnabrück: P. Kühn - Ajdini, Susac, Heyer, Agu - Taffertshofer, Köhler (89. Heider), Alvarez (80. Girth), Nik. Schmidt (87. Ouahim), Granatowski - Amenyido
Zuschauer: 20768

Weitere Daten zum Spiel

Nach einem schlimmen Fehlpass nahm Bochums Angreifer Danny Blum auf der linken Außenbahn Tempo auf. Seine Hereingabe konnten die Osnabrücker Defensivspieler noch mit Müh und Not abwehren, doch sie bekamen den Ball nicht aus der Gefahrenzone geschlagen. Stattdessen legten sie Blum das Spielgerät maßgenau für eine Volleyabnahme auf - und der ließ sich nicht lange bitten und drosch es nach nur 97 Sekunden zum 1:0 für die Ruhrstädter unter die Latte. Der Aufsteiger steckte den Rückstand jedoch gut weg, suchte selbst die Initiative und bekam eine Topchance zum Ausgleich geboten. Etienne Amenyido hatte durch eine geschickte Bewegung einen Foulelfmeter erzwungen - Saulo Decarli lief ihm in die Hacken. Doch Marcos Alvarez nutzte die Gelegenheit nicht. Sein Flachschuss geriet viel zu mittig, der Ex-Osnabrücker Keeper Manuel Riemann packte ohne große Mühe zu (10.).

Schmidt trifft im dritten Anlauf zum 1:1

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Osnabrücks Niklas Schmidt (r.) jubelt mit Sven Köhler.

In der 21. Minute hatten die Norddeutschen Glück, dass ein Außenrist-Schuss von Bella Kotchap knapp am Pfosten vorbei ins Toraus rauschte. Danach bestimmte Osnabrück das Geschehen. Nach einer halben Stunde fehlten nur wenige Zentimeter zur Belohnung - und zu einem Treffer, der mit großer Wahrscheinlichkeit in die Auswahl zum "Tor des Monats" aufgenommen worden wäre. Niklas Schmidt schoss den Ball aus 30 Metern an die Unterkante der Latte, von dort sprang er vor der Torlinie auf. Bald darauf hatte Schmidt erneut Pech, als er die Kugel knapp am Pfosten vorbeisetzte (37.).

In der Nachspielzeit wurde den engagierten Gästen ein weiterer Strafstoß zugesprochen - zu Recht, da Jordi Osei-Tutu seinen Gegenspieler Felix Agu bei einem Tackling von den Beinen holte. Schmidt schnappte sich den Ball, behielt die Nerven, verlud Riemann und traf zum verdienten 1:1 (45. +2).

Gäste-Keeper Kühn pariert Strafstoß

Vor dem Beginn des zweiten Abschnitts wurde im Gästeblock ein weiteres Mal vielfach Pyro-Technik gezündet.

Kapitän Ulrich Taffertshofer ging zur Kurve und forderte die Anhänger dazu auf, dies jetzt endlich zu unterlassen. Auf den VfL Osnabrück wird dafür eine Strafe durch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zukommen.

Die erste Chance bot sich den Gastgebern, und die war exzellent. Silvere Ganvoula stürmte mit dem Ball am Fuß auf Osnabrücks Keeper Philipp Kühn zu, der den anschließenden Schuss aber glänzend parierte (49.). Bald darauf der nächste Strafstoß: Ein Handspiel von Gästespieler Bashkim Ajdini wurde von Schiedsrichter Benedikt Kempkes (Thür) nach Ansicht der Fernsehbilder geahndet. Ganvoula scheiterte erneut an Kühn (64.). Die Zuschauer sahen danach eine Schlussphase mit wenigen Höhepunkten. Die beste Chance vergab Bochums Blum (75.). Das Unentschieden ging letztlich in Ordnung.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 22.11.2019 | 23:03 Uhr