Stand: 08.07.2020 12:33 Uhr

VfB Lübeck will Martin Harnik verpflichten

Jubelt Martin Harnik künftig an der Lübecker Lohmühle?

Gelingt Drittliga-Aufsteiger VfB Lübeck auf dem Transfermarkt der ganz große Wurf? Trainer Rolf Landerl hat bestätigt, dass die Hanseaten sich mit dem 33 Jahre alten Martin Harnik beschäftigen. "Es gab Kontakte. Harnik ist ein Top-Stürmer, der in der Dritten Liga sicher helfen könnte. Es gibt Gespräche, um die Möglichkeiten auszuloten", sagte der Coach den "Lübecker Nachrichten".

Harnik spielte in der abgelaufenen Saison auf Leihbasis beim Hamburger SV. Nach dem verpassten Bundesliga-Aufstieg kehrte der ehemalige österreichische Nationalspieler vertragsgemäß zu Werder Bremen zurück.

Sechs externe Zugänge bereits fix

Auf der Suche nach einem hochwertigen Ersatz für ihren zum Erzrivalen Holstein Kiel abgewanderten Offensivmann Ahmet Arslan hat der Österreicher Landerl offenbar vor allem Landsmänner ins Visier genommen.

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Zuvor hatte der Coach bereits das Interesse der Lübecker an Philipp Hosiner bestätigt. Der 31-Jährige hat in der vergangenen Drittliga-Saison in 28 Partien 19 Tore und sechs Vorlagen für den Chemnitzer FC verbucht, konnte den Abstieg der "Himmelblauen" allerdings auch mit seinem Dreierpack am letzten Spieltag gegen Hansa Rostock (4:2) nicht verhindern. "Ich werde um ihn kämpfen. Er weiß auch mit 31 Jahren noch immer, wo das Tor steht", wurde Landerl auf der Website des österreichischen Transferinsiders Peter Linden zitiert.

Nach dem Abstieg des CFC wäre Hosiner, der früher auch für die österreichische National-Elf spielte, dank einer Klausel in seinem bis 2021 datierten Vertrag zum Nulltarif zu haben.

Harnik ohne Zukunft in Hamburg und Bremen

So eindeutig ist die Vertragslage bei Harnik nicht. Mit drei Toren und zwei Vorlagen wusste der Offensivspieler in seiner Heimatstadt Hamburg nicht wirklich zu überzeugen. In Bremen steht er noch bis 2021 unter Vertrag. Zwar dürfte der 33-Jährige dort ebenfalls keine sportliche Zukunft haben, im Falle eines Wechsels nach Lübeck müsste er allerdings große finanzielle Einbußen in Kauf nehmen. Es sei denn, Werder zahlt eine Abfindung, um einen nicht mehr benötigten Spieler von der Gehaltsliste zu bekommen. So ist es an der Weser in der Vergangenheit bereits praktiziert worden.

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Die Verhandlungen dürften sich also anders als bei Hosiner schwierig gestalten. Der VfB könnte sich allerdings die Zeit nehmen, schließlich wurde der Zeit-Vorsprung gegenüber der Konkurrenz durch den Aufstieg am grünen Tisch bereits genutzt. Sechs externe Neuzugänge stehen bereits fest: Mirko Boland (Adelaide United), Dren Feka (SV Drochtersen/Assel), Michael Luyambula (Birmingham), Elsamed Ramaj (Hansa Rostock), Osarenren Okungbowa (Floridsdorf) und Thorben Deters (Lüneburg). Außerdem gehört Eigengewächs Jamie Shalom (U19) künftig zum Profikader. Der frühere Bremer Angreifer Justin Eilers und Abwehrspieler und Lennard Sowah (ehemals HSV II) werden laut "Sportbuzzer" beim Drittliga-Aufsteiger zunächst zur Probe mittrainieren.

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Sport aktuell | 08.07.2020 | 12:25 Uhr