HSV-Stürmer Simon Terodde bejubelt einen Treffer? © WITTERS Foto: TimGroothuis

Tore am Fließband auch für den HSV: "Terodde ist immer gierig"

Stand: 31.10.2020 09:54 Uhr

Terodde, immer wieder Terodde - der Mittelstürmer des HSV schnürte im Hamburger Derby gegen den FC St. Pauli (2:2) bereits seinen vierten Saison-Doppelpack. Was macht ihn so stark?

von Florian Neuhauss

Daniel Thioune musste nicht lange überlegen. "Gemessen an den Toren ist es ja relativ einfach, dass er ein absoluter Finisher ist in der Box", antwortete der HSV-Coach, der früher selbst Stürmer gewesen ist, in feinstem Trainer-Denglisch. Doch viel wichtiger sei, dass Terodde eben in den entscheidenden Momenten "einen kühlen Kopf" bewahre.

Zu sehen in der Schlussphase des Stadtduells. Nachdem Terodde zuvor selbst schon einige Chancen hatte liegen lassen, gingen die St. Paulianer acht Minuten vor dem Ende überraschend mit 2:1 in Führung. "In dem Augenblick, beim 1:2, wo der Druck dann größer wird, wo die Enttäuschung vielleicht auch langsam in einem aufsteigt, ist er klar geblieben", betonte Thioune, der bei allem Ärger über das erste sieglose Spiel der Saison "ganz froh" war, "dass wir zurückgekommen sind".

Terodde: Treffsicher und "ein richtig guter Typ"

Für den 32-jährigen Terodde, der den HSV bereits in Führung gebracht hatte, bedeutete sein Treffer zum 2:2-Endstand bereits den vierten Doppelpack der noch jungen Saison. Acht Tore nach sechs Spielen - für Terodde fast schon Alltag, in Köln (2018/2019) und in Bochum (2014/2015) war's genauso. Mit seinen nunmehr 126 Treffern in der eingleisigen Zweiten Liga baut er seinen Rekord kontinuierlich aus.

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Doch all das (berechtigte) Lob scheint dem Routinier nach wie vor nicht zu behagen. Fragen nach seinen Toren beantwortet Terodde eher ausweichend und stellt die Leistung der anderen in den Vordergrund. So auch am Freitagabend: Die Flanke von Josha Vagnoman vor dem 1:0 sei "perfekt getimt" gewesen. "Ich musste den Ball nur noch über die Linie drücken." Ansonsten entschuldigte sich der Goalgetter eher dafür, dass er vorher tatsächlich auch mal eine Chance vergeben hatte, anstatt sich als Mann des Abends feiern zu lassen.

Trainer Thioune weiß jedenfalls, was er an seinem Angreifer hat: "Er ist komplett fokussiert, er ist immer gierig. Und er kann nicht nur Tore schießen, sondern ist auch ein richtig guter Typ." Und möglicherweise das entscheidende Puzzle-Teil, das dem HSV in den vergangenen Jahren zum Aufstieg gefehlt hat.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 30.10.2020 | 18:30 Uhr

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