Hamburgs Jeremy Dudziak (r.) und Bochums Armel Bella-Kotchap kämpfen um den Ball. © WITTERS Foto: ValeriaWitters

Topspiel in Bochum: Zeit, dass sich was dreht für den HSV

Stand: 12.03.2021 07:52 Uhr

Nach fünf sieglosen Spielen tritt der Hamburger SV "gierig" und "mit Bock" beim Zweitliga-Spitzenreiter Bochum an. Passend dazu zitierte Trainer Daniel Thioune den berühmtesten VfL-Fan.

"Zeit, dass sich was dreht": Thioune referierte vor dem wegweisenden Auswärtsspiel heute (18.30 Uhr, im NDR Livecenter) bewusst in Anlehnung an den Song von Herbert Grönemeyer. Nicht nur, um seine etwas flügellahmen Spieler im Aufstiegs-Endspurt zu kitzeln, schwärmte der Coach zudem wortreich vom Privileg, Tabellenführer zu sein. Thioune machte dem VfL und seinem Kollegen Thomas Reis auch Komplimente: "So ehrlich müssen wir sein. Die Bochumer spielen sehr konstant und haben die meisten Siege in der Liga erzielt. Das privilegiert einen, ganz oben stehen zu dürfen." Aber nun sei die Zeit gekommen, "dass sich etwas dreht für uns". Oder wie Grönemeyer singt: "Bei wem jetzt nichts geht, bei dem geht was verkehrt."

Thioune: Kein Endspiel um den Aufstieg

Das (schwere) Gepäck der "Rothosen" für die Tour in den Pott: Platz drei und fünf Punkte Rückstandauf den VfL. Und die Erinnerungen an das Hinspiel im Volkspark im November. Es ging mit 1:3 verloren, und danach machte das Wort vom "Herbstblues" die Runde. Tatsächlich folgten in der Hinserie zwei weitere Niederlagen, ehe der HSV wieder die Kurve kriegte. Und nun? Würde mit einer Niederlage in Bochum das Unternehmen Aufstieg ernsthaft in Gefahr geraten? Thioune wiegelt ab: "Wir wollen die Distanz auf den VfL nicht größer werden lassen. Wir dürfen aber nicht vergessen, dass nach dieser Partie auch noch viele Punkte vergeben werden. Deswegen sehe ich es nicht als Endspiel."

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Trainer Daniel Thioune vom Fußball-Zweitligisten Hamburger SV © Witters Foto: Valeria Witters

Zuversicht beim HSV: "Ergebnisse werden sich einstellen"

Die Sieglos-Serie beschäftigt Daniel Thioune nicht. Der HSV-Coach sah beim 1:1 gegen Kiel einen Aufwärtstrend seiner Mannschaft. mehr

Die größte personelle Baustelle tut sich für den HSV-Coach nach wie vor in der Abwehr auf. Neben Toni Leistner und Rick van Drongelen (beide im Aufbautraining) steht auch Tim Leibold (Rotsperre) weiter nicht zur Verfügung. Fraglich ist zudem der Einsatz von David Kinsombi. Den 25 Jahre alten Mittelfeldakteur plagen muskuläre Probleme. Klaus Gjasula steht nach längerer Zwangspause wieder im Training und "könnte eine Option für den Kader sein".

"Tabellenführer zeigen, wie gut wir sind"

Als "gierig" nimmt Thioune seine Mannschaft im Aufstiegsrennen wahr, gut zu erkennen beim für Holstein Kiel glücklichen 1:1 am vergangenen Montag. Nur müssten seine Spieler diese Einstellung endlich auch in Ergebnisse ummünzen. "Wir haben sehr viel Bock, zum Tabellenführer zu fahren und zu zeigen, wie gut wir sind", sagte Thioune. Das Wort Krise nahm der Fußballlehrer mit Blick auf die nicht gerade kleinen Ambitionen in Hamburg bislang zwar nicht in den Mund. Sollten alle drei Punkte in Bochum bleiben, könnte das, um noch einmal auf Grönemeyer zurückzukommen, aber nicht nur "Gemischte Gefühle" heraufbeschwören, sondern durchaus "Tumult" oder gar "Chaos" im Volkspark.

Mögliche Aufstellungen

Bochum: Riemann - Bockhorn, Bella Kotchap, Leitsch, Danilo Soares - Losilla, Tesche - Blum, Zulj, Holtmann - Ganvoula
HSV: Ulreich - Gyamerah, Ambrosius, Heyer, Vagnoman - Onana, Hunt - Dudziak - Jatta, Terodde, Kittel

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Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

Ergebnisse und Tabelle 2. Fußball-Bundesliga

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Bundesligashow | 12.03.2021 | 18:00 Uhr

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