Stand: 25.05.2019 07:12 Uhr

Tag der Amateure - Wer zieht in den DFB-Pokal ein?

Einmal auf der großen Fußball-Bühne spielen, davon träumen alle Hobbykicker. Über den Landespokal wird es für viele jedes Jahr Wirklichkeit. Heute steht wieder der Finaltag der Amateure an. Alle Landespokalsieger ziehen in die erste DFB-Pokalrunde ein und dürfen auf Traumlose wie Bayern München oder Borussia Dortmund hoffen. Die Endspiele in Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein können Sie hier live mitverfolgen:

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Der Finaltag der Amateure live

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Mecklenburg-Vorpommern: Torgelower FC Greif - Hansa Rostock (10.30 Uhr)

Das Landespokal-Finale im Neustrelitzer Parkstadion ist etwas für Frühaufsteher. Die Uhrzeit ändert allerdings nichts daran, dass Drittligist FC Hansa Rostock im Duell mit dem Fünftligisten Torgelower FC Greif der haushohe Favorit ist. "Das Landespokalfinale ist ohne Frage das wichtigere Spiel. Da geht es um die Teilnahme am DFB-Pokal, um viel Geld", sagte Trainer Jens Härtel nach dem 1:1 im letzten Saisonspiel in Aalen.

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Ein Auf und Ab: Die Saison von Hansa Rostock

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Die Drittligasaison von Hansa Rostock war ein Auf und Ab mit vielen Gefühlen: Nach einem guten Start folgten der Durchhänger und ein Trainerwechsel. Am Ende reichte es nur zu Platz sechs. Video (02:57 min)

Im vergangenen Jahr hatte Hansa in der ersten DFB-Pokal-Runde den VfB Stuttgart rausgeworfen und war in der zweiten nur knapp an Nürnberg gescheitert. Bundesweite Aufmerksamkeit und eine zusätzliche Finanzspritze durch Prämien und Zuschauereinnahmen waren der Lohn. Für die DFB-Pokal-Qualifikation würden die Rostocker wie auch alle anderen Landespokalsieger eine fixe Prämie von 121.000 Euro in der ersten Runde einstreichen.

Dafür heißt es aber wie gesagt früh aufstehen. Eine Anreise der Rostocker einen Tag vor dem Finale ist aufgrund der mangelnden Hotel-Kapazitäten nicht möglich. Rund um Neustrelitz findet am gleichen Wochenende das Radrennen "Mecklenburger Seenrunde" statt, mit rund 3.500 Teilnehmern. Favorit Hansa muss daher wohl oder übel am Finaltag morgens ins 155 Kilometer entfernte Neustrelitz aufbrechen. "Insgesamt alles sehr unglücklich", sagte Hansa-Sportvorstand Martin Pieckenhagen dazu. Für ihn ist allerdings nur eines wichtig: "Hauptsache, wir gewinnen den Pokal - egal wie."

Hamburg: FC Eintracht Norderstedt - TuS Dassendorf (10.30 Uhr)

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Die TuS Dassendorf geht als Titelverteidiger ins Hamburger Landespokal-Finale-

Das mit dem Pokal gewinnen können beide Finalisten in Hamburg. Sowohl der FC Eintracht Norderstedt als auch die TuS Dassendorf haben bereits drei Mal den Landespokal in der Hansestadt geholt. Oberligist Dassendorf gelang der jüngste Triumph im vergangenen Jahr und geht somit als Titelverteidiger in das frühe Endspiel im Stadion Hoheluft. In der ersten DFB-Pokal-Runde war die TuS dann mit einem 0:1 gegen den Zweitligisten MSV Duisburg nur knapp an einer Überraschung vorbeigeschrammt.

Im Landespokal-Finale ist in Regionalligist Norderstedt ebenfalls der Gegner der Favorit. "Auf dem Papier sind wir vielleicht Außenseiter. Aber wenn wir all unsere Qualität auf den Platz bringen, dann wird das ein hartes Stück Arbeit für Norderstedt", gibt sich Trainer Jean-Pierre Richter aber kämpferisch. Die Eintracht nimmt den Schwung aus dem Liga-Schlussspurt mit ins Finale, als am letzten Spieltag der Klassenerhalt perfekt gemacht wurde. "Für solche Endspiele lebt man. Jeder wird alles rausholen und ich bin mir sicher: Wir werden den Titel holen“, sagte Rechtsverteidiger Jordan Brown.

Niedersachsen: TuS Bersenbrück - SV Atlas Delmenhorst (14.15 Uhr)

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Drochtersen/Assel erneut im DFB-Pokal

Die SV Drochtersen/Assel ist erneut in die erste Runde des DFB-Pokals eingezogen. Der Regionalligist und Titelverteidiger setzte sich im Finale des Niedersachsen-Pokals gegen Meppen durch. mehr

TuS Bersenbrück und DFB-Pokal? Ja, das gab es schon ein mal, vor 29 Jahren. Als Niedersachsenpokalsieger zog der Club 1980 in die erste Runde ein und bekam Hannover 96 zugelost. Beim 0:4 waren die Bersenbrücker allerdings chancenlos. Jetzt steht der Oberligist wieder an der Schwelle zur großen Fußball-Bühne. "Es ist einfach Wahnsinn. Schwierig, für das alles Worte zu finden. Vor ein paar Jahren haben wir in Bersenbrück noch Bezirksliga gespielt. Jetzt fehlt noch ein Sieg und wir stehen im DFB-Pokal", sagte Kapitän Marc Flottemesch.

Im Eilenriedestadion in Hannover geht er mit seinem Teamkollegen gegen den Ligakonkurrenten Atlas Delmenhorst leicht favorisiert ins Rennen. Beim Tabellenzehnten wurde vor knapp zwei Wochen Trainer Olaf Blancke entlassen. "Wir waren mit den Ergebnissen und der sportlichen Entwicklung nicht zufrieden und haben die Gefahr gesehen, dass wir das Finale verlieren", sagte der SVA-Vorsitzende Manfred Engelbart.

Der Niedersachsen-Pokal ist in zwei getrennte Wettbewerbe aufgeteilt. Die Drittligisten und Nord-Regionalligisten ermitteln einen Teilnehmer für den DFB-Pokal - es qualifizierte sich die SV Drochtersen/Assel. Davon unabhängig spielen die Oberligisten sowie die vier Pokalsieger der jeweiligen NFV-Bezirke den zweiten Teilnehmer aus.

Schleswig-Holstein: VfB Lübeck - SC Weiche Flensburg 08 (16.15 Uhr)

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Im jüngsten Regionalliga-Duell trennten sich Flensburg und Lübeck 0:0.

Zum Abschluss der Finals im Norden liefert Schleswig-Holstein einen kleinen Klassiker. Der Regionalliga-Nord-Vizemeister VfB Lübeck empfängt an der heimischen Lohmühle den Vierten Weiche Flensburg. Die Lübecker haben mit 74 Punkten eine ganz starke Saison gespielt, lediglich der VfL Wolfsburg II war um drei Zähler besser. Im letzten Saisonspiel am vergangenen Sonnabend zu Hause gegen den VfL Oldenburg feierte der VfB einen 5:2-Erfolg. "Diese Stimmung wollen wir mitnehmen in unser letztes Spiel gegen Flensburg. Erst dann ist die Saison zu Ende. Und wir wollen sie mit einem Titel beenden", sagte Lübecks Trainer Rolf Landerl.

Weiche weiß allerdings, wie Pokal geht: Im vergangenen Jahr gewann die Mannschaft von der Förde das Landespokalfinale (gegen den Husumer SV) und zog erstmals in den DFB-Pokal ein. Der Debütant überzeugte auch bei den Großen, warf in der ersten Runde den Zweitligisten VfL Bochum raus, scheiterte dann allerdings an Werder Bremen. Die Erinnerungen daran dürften für die Flensburger Ansporn genug sein.

Erstrunden-Auslosung am 15. Juni

Die Landespokalsieger dürfen dann dem 15. Juni entgegenfiebern, wenn im Rahmen der Sportschau die Erstrundenbegegnungen im DFB-Pokal ausgelost werden. Ausgespielt wird die erste Runde vom 9. bis zum 12. August. Das Endspiel wird am 23. Mai 2020 im Berliner Olympiastadion angepfiffen.

Die norddeutsche Pokal-Geschichte in Bildern

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 26.05.2019 | 23:15 Uhr

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