Die frühere Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus-Webb (Foto aus dem Jahr 2020) © picture alliance / ASSOCIATED PRESS Foto: Sven Hoppe

Steinhaus-Webb verlässt DFB und wechselt nach England

Stand: 09.08.2021 17:52 Uhr

Die frühere Bundesliga-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus-Webb verlässt den Deutschen Fußball-Bund und bemüht sich künftig in England um Verbesserungen des Referee-Wesens.

Den Abschied der 42-Jährigen gab der DFB am Montag zwei Tage nach ihrem Einsatz als Video-Assistentin im Frauen-Finale des Olympia-Turniers in Tokio zwischen Kanada und Schweden bekannt. Die aus dem niedersächsischen Bad Lauterberg stammende Steinhaus-Webb wird künftig im Heimatland ihres Ehemannes Howard Webb - ebenfalls ein früherer Weltklasse-Referee - bei der englischen Schiedsrichter-Vereinigung PGMOL für die Auswahl weiblicher Unparteiischer verantwortlich sein.

Fröhlich: "Meilenstein in ihrer Karriere"

"Der Frauenfußball in England setzt mit den aktuellen Rahmenbedingungen völlig neue Maßstäbe. Ich freue mich auf die großartige Gelegenheit, meine vielfältigen Erfahrungen als Schiedsrichterin mit den Unparteiischen in England zu teilen und sie dabei zu unterstützen, ihr volles Potenzial auszuschöpfen sowie belastbare Strukturen innerhalb des Verbandes für eine optimale Entwicklung zu implementieren", erklärte Steinhaus-Webb.

Der deutsche Schiedsrichter-Chef Lutz-Michael Fröhlich bezeichnete den künftigen Posten der prominenten Polizistin als "neuen Meilenstein in ihrer Karriere im Fußball". 

Kontakt zu DFB soll erhalten bleiben

Völlig abreißen soll der Kontakt zwischen Steinhaus-Webb und dem DFB allerdings nicht. Im Zuge ihres Wechsels soll Steinhaus-Webb maßgeblich zu einem Austausch zwischen dem DFB und dem englischen Verband FA in Schiedsrichter-Fragen beitragen. Eine mögliche Kandidatur als Präsidentin des Verbandes, die im Gespräch war, dürfte durch ihren Abschied aus Deutschland kein Thema mehr sein.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 09.08.2021 | 23:03 Uhr

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