Stand: 28.08.2017 14:16 Uhr

Ausbau-Probleme: Holstein zerstreut Bedenken

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Im Kieler Holstein-Stadion müssen die Zuschauer auf eine neue Osttribüne länger warten als ursprünglich angenommen. (Archivbild)

Fußball-Zweitligist Holstein Kiel und die Stadt Kiel gehen davon aus, dass sich der Ausbau des Holstein-Stadions verzögern könnte. Schuld daran ist die Tatsache, dass die Bauarbeiten europaweit ausgeschrieben werden müssen. Stadt und Land hatten angekündigt, 8,7 Millionen Euro der Kosten zu übernehmen. Damit wird der Großteil der Gesamtkosten von 10,4 Millionen Euro durch Steuergeld finanziert. Diese Schwelle macht nach Angaben von Kiels Sportdezernent Gerwin Stöcken (SPD) eine europaweite Ausschreibung notwendig. Die befürchteten Verzögerungen werden nach Ansicht des Clubs jedoch wohl keine großen Auswirkungen auf den Spielbetrieb haben.

Lizenz für Zweite Liga unter Auflage erhalten

Holstein Kiels Geschäftsführer Wolfgang Schwenke erklärte im Gespräch mit NDR 1 Welle Nord, er gehe davon aus, dass die Deutsche Fußball Liga (DFL) die laufende Sondergenehmigung verlängern wird. Nach ihrem Aufstieg in die Zweite Bundesliga hatten die Kieler die Lizenz nur unter der Auflage bekommen, das Stadion bis zum Beginn der Saison 2018/19 auf ein Fassungsvermögen von 15.000 Plätzen auszubauen. Dazu soll eine neue Osttribüne entstehen. Die "Kieler Nachrichten" berichteten am Montag allerdings, dass sich die Fertigstellung auf Ende des kommenden Jahres verschieben könnte. Laut Schwenke bedarf die europaweite Ausschreibung eines längeren Vorbereitungszeitraums.

Verein und Stadt Kiel weisen Schuld von sich

Verzögerungen bei Bauarbeiten seien für die DFL vermutlich nichts Neues, so Schwenke. "Wir sind nicht der einzige Club, der eine Übergangslösung mal verlängert", sagte der Geschäftsführer. Holstein Kiel sei ja gewillt. "Das Geld ist da, diese Baumaßnahme zu machen." Unverschuldeterweise rage man mit den Maßnahmen nun in die nächste Saison hinein und müsse dafür wieder eine Sondergenehmigung beantragen, so Schwenke. Im Namen der Stadt wies Sportdezernent Stöcken die Schuld an den Verzögerungen zurück. Schwenke erklärte, die DFL über den Sachverhalt informiert zu haben. Ob Holstein Kiel Sanktionen seitens des Ligaverbandes drohen, steht noch nicht fest.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 28.08.2017 | 15:00 Uhr