Trainer Timo Schultz vom FC St. Pauli © Witters Foto: Valeria Witters

St. Paulis Coach Schultz: "Bochum ein ordentliches Kaliber"

Stand: 28.01.2021 06:54 Uhr

Heute empfängt Fußball-Zweitligist FC St. Pauli den Tabellenzweiten VfL Bochum. Die Kiezkicker wollen den Aufwärtstrend fortsetzen. Der neue Norweger Tore Reginiussen steht noch nicht im Kader.

Die Braun-Weißen gehen nach langer Zeit erstmals nicht von einem Abstiegsrang aus in ein Zweitligaspiel. Durch das jüngste 2:0 gegen Regensburg hatten sie diesen zum Abschluss der Hinrunde verlassen. Doch nun steht eine besondere Herausforderung bevor. "Wir haben ein ordentliches Kaliber vor der Brust", warnte St. Paulis Trainer Timo Schultz. "Bochum hat eine Top-Zweitligamannschaft. Ich gehe davon aus, dass sie bis zum Ende der Saison oben dabei sein werden."

Schultz kalkuliert trotz des positiven Laufs weitere Rückschläge ein. "Ich will nicht ausschließen, dass wir noch einmal unter dem Strich stehen. Aber auch das würde uns dann nicht umhauen. Wir schauen einfach weiter auf uns", sagte der 43 Jahre alte Coach.

Reginiussen aus der Vertragslosigkeit ans Millerntor

Tore Reginiussen vom FC St. Pauli © Witters
Tore Reginiussen soll der Defensive mehr Stabilität geben.

Zuschauen von außerhalb muss noch Reginiussen. Schultz stellte am Dienstagnachmittag in einer Medienrunde klar, dass der neuverpflichtete Innenverteidiger nicht im Kader für das Spiel gegen Bochum (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) stehen werde.

Der ehemalige Profi von Schalke 04 (ein Einsatz als Einwechselspieler im Januar 2010) dürfte dies aber verwinden können. Immerhin hatte er auch dank seines Managers Bjarne Goldbaek aus dem Zustand der Vertragslosigkeit einen neuen Club gefunden - mit fast 35 Jahren. In dem Alter beenden viele Profis ihre Karriere oder kicken noch ein bisschen in unteren Ligen.

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"Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue"

Für den hochaufgeschossenen Innenverteidiger war ein Karriereende nach dem Vertragsende bei Rosenborg BK Trondheim zum 31. Dezember keine Option. Dafür verspürte Reginiussen noch zu viel Tatendrang in sich. Und dies hob er auch in Interviews mit "Aftenposten" und anderen norwegischen Zeitungen hervor. Über die ersten Tage der Vertragslosigkeit sagte er etwa zu "VG": "Es ist seltsam, nicht involviert zu sein, aber so ist es jetzt im Leben: Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine neue." Es sollte jene zum Millerntor sein.

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St. Pauli hat gute Erfahrungen mit Norwegern

Reginiussen, der am 10. April seinen 35. Geburtstag feiert, unterschrieb beim abstiegsbedrohten Zweitligisten FC St. Pauli einen Vertrag bis zum Ende dieser Saison. Sollte sich der 30-malige norwegische Nationalspieler bewähren, ist ein Nachschlag denkbar. Der Verein besitzt zumindest eine Option für eine Fortsetzung der Zusammenarbeit in der kommenden Spielzeit.

Beim Kiezclub hoffen sie darauf, dass Reginiussen die erfolgreiche norwegische Linie der vergangenen Saison fortsetzen kann. Mittelfeldspieler Mats Möller Daehli und Innenverteidiger Leo Östigard waren Gewinne für die Qualität des Teams.

Schultz: "Zusätzliche Stabilität" durch Reginiussen

"Ich denke, dass er keine lange Eingewöhnung bei uns braucht und relativ schnell auf dem Platz stehen wird", sagte Schultz. Er verspricht sich von Reginiussen "zusätzliche Stabilität" für die Defensive. Zwar noch nicht im Heimspiel gegen Bochum, aber womöglich schon am Sonntag (13.30 Uhr) in der darauffolgenden Partie beim 1. FC Heidenheim.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 28.01.2021 | 23:03 Uhr

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