Stand: 30.10.2019 23:25 Uhr

Raus mit Applaus: St. Pauli unterliegt Frankfurt

von Florian Neuhauss, NDR.de
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Der FC St. Pauli spielte in der Anfangsphase defensiv zu sorglos.

Trotz eines beherzten Auftritts ist der FC St. Pauli in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen Bundesligist Eintracht Frankfurt ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Jos Luhukay unterlag am Ende mit 1:2 (1:2). Die Kiezkicker kassierten zwei frühe Tore und liefen diesem Rückstand bis zum Schluss erfolglos hinterher. Trotzdem versöhnten die Hamburger mit dieser Leistung ihre zuletzt leidgeprüften Fans. "Wir können stolz auf unsere Leistung sein", befand Kapitän Daniel Buballa. Bitter für die Norddeutschen: In der Nachspielzeit verletzte sich auch noch Hoffnungsträger Christian Conteh am Oberschenkel und droht länger auszufallen.

Ex-Wolfsburger Dost schnürt Doppelpack

Was hatten sich die St. Paulianer nicht alles vorgenommen - und dann war der Plan schon in der 4. Minute über den Haufen geworfen. Leo Östigard hob bei einem langen Ball von Martin Hinteregger erst das Abseits auf und war im folgenden Zweikampf auf verlorenem Posten. Eintracht-Stürmer Bas Dost sprang deutlich höher als der Norweger und köpfte zur Gäste-Führung ein.

2.Spieltag, 30.10.2019 20:45 Uhr

FC St. Pauli

1

E. Frankfurt

2

Tore:

  • 0:1 Dost (4.)
  • 0:2 Dost (16.)
  • 1:2 Sobota (42., Handelfmeter)

FC St. Pauli: K. Müller - Kalla (79. C. Conteh), Östigard, Buballa, Ohlsson - Flum (85. Becker), Knoll, Penney, Möller Daehli (87. Taschtschi) - Gyökeres, Sobota
E. Frankfurt: Rönnow - Hinteregger (46. Abraham), Hasebe, N´Dicka - G. Fernandes, Durm, Kohr, Rode, Chandler (46. da Costa) - Kamada, Dost (88. Paciencia)
Zuschauer: 29373

Weitere Daten zum Spiel

So leicht wollten sich die Hausherren bei der Pokal-Party im heimischen Millerntorstadion aber nicht von der Tanzfläche schieben lassen. Besonders mit ihrem Flügelspiel wussten die Hamburger den Bundesligisten, der in der Abwehr Tempo-Defizite hat, vor Probleme zu stellen. Doch die Hessen waren in der Anfangsphase eiskalt: In der 16. Minute lief Dost Östigard davon, der zu Unrecht Abseits reklamierte. Der Niederländer narrte dann mit einem Lupfer auch noch Korbinian Müller - Stammkeeper Robin Himmelmann saß nur auf der Bank - und erzielte das 2:0.

St. Pauli ließ sich jedoch auch davon nicht beeindrucken. Ob Luhukays Brandrede vor der Partie nun ihre Wirkung entfaltete? Mats Möller Daehli mit einem Schuss in die Arme von Frankfurts Schlussmann Frederik Rönnow (23.) und Marvin Knoll, der aus 18 Metern den Pfosten traf (24.), hatten den Anschlusstreffer auf dem Fuß. Bei Viktor Gyökeres' abgefälschtem Schuss machte sich Rönnow ganz lang und klärte zur Ecke (38.). Zum 1:2 kamen die Kiezkicker dann durch das Glück des Tüchtigen: Im Zweikampf mit Östigard bekam Hinteregger aus kurzer Distanz den Ball an die Hand - und St. Pauli Elfmeter! Routinier Waldemar Sobota verwandelte sicher (42.).

Kiezkicker geben sich nicht auf

Zu Beginn der zweiten Hälfte war also alles offen, und die Gastgeber glaubten an sich. Möller Daehli dribbelte sich über rechts bis zur Grundlinie und gab scharf nach innen, wo Gyökeres denkbar knapp verpasste (58.). Sieben Minuten später war Sobota Vorlagengeber für Möller Daehli, der Pass an den Fünfer war aber nicht genau genug und der Norweger brachte den Ball nicht aufs Tor. Der Zweitligist war nun klar spielbestimmend, aber die Uhr tickte unbarmherzig. Die Frankfurter spielten in der Schlussphase ihre Cup-Erfahrung aus. Immer seltener kamen Möller Daehli, Sobota oder Gyökeres durch. So rettete die Eintracht ihre 2:1-Führung über die Zeit.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 30.10.2019 | 23:03 Uhr