Stand: 12.02.2018 22:47 Uhr

St. Pauli hat "Club" am Rande einer Niederlage

von Hanno Bode, NDR.de

Die im bisherigen Saisonverlauf so heimschwachen Fußballer des FC St. Pauli haben den dritten Saisonsieg vor eigener Kulisse knapp verfehlt. Das 0:0 am Montagabend zum Abschluss des 22. Zweitliga-Spieltags gegen den Aufstiegskandidaten 1. FC Nürnberg war allerdings aller Ehren wert. Die zuvor zweimal in Serie unterlegenen Hamburger hatten gegen den Tabellenzweiten ein klares Chancenplus und waren in der zweiten Hälfte auch die bessere Mannschaft. "Wir haben dieses Quäntchen Glück nicht gehabt, was man braucht", resümierte St. Paulis Trainer Markus Kauczinski treffend.

Nürnberg mit mehr Ballbesitz - Kiezclub gefährlicher

Viele der 29.313 Zuschauer im fast ausverkauften Millerntorstadion hatten noch gar nicht Platz genommen, da sorgte Routinier Sami Allagui bereits für ein erstes Ausrufezeichen. Der Distanzschuss des 31 Jahre alten Angreifers nach zwölf Sekunden stellte "Club"-Keeper Fabian Bredlow allerdings vor keinerlei Probleme. Im Anschluss hatten die Gäste zunächst mehr Ballbesitz. Die besseren Gelegenheiten besaßen aber die Hamburger. Allagui (9.) und Aziz Bouhaddouz (Freistoß/17.) verfehlten knapp das Gehäuse, bevor Nürnberg in der 20. Minute beinahe wie aus dem Nichts in Führung gegangen wäre. Zweitliga-Toptorjäger Mikael Ishak traf freistehend nur den Pfosten und scheiterte im Nachschuss dann an Torwart Robin Himmelmann. Bei dieser Aktion verletzte sich der Schwede und musste ausgetauscht werden. Ohne den 24-Jährigen blieben die Franken bis zur Pause gänzlich ungefährlich. St. Pauli besaß derweil durch Allagui, der nach einem von Christopher Avevor verlängerten Freistoß seinen Meister in Bredlow fand (25.), sowie Waldemar Sobota zwei weitere gute Möglichkeiten. Den Kopfball des Polen im Anschluss an einen Eckstoß klärte Tim Leibold auf der Linie (44.).

St. Pauli verzweifelt an Bredlow und dem Aluminium

Die zweite Hälfte begann wie Abschnitt eins mit einer Chance für die Hausherren. Bouhaddouz trat erneut zu einem Freistoß an, zielte diesmal präziser als bei seinem ersten Versuch, durfte aber dennoch nicht jubeln. Das Aluminium verhinderte den zweiten Saisontreffer des marokkanischen Nationalspielers (48.). Kurz darauf prüfte Allagui zum dritten Mal an diesem Abend Bredlow. Erneut war Nürnbergs Keeper nicht zu bezwingen (53.). Es sollte einfach nicht sein für den sehr bemühten, aber nicht zielsicheren Stürmer. Er musste in der 70. Minute Winter-Zugang Dimitrios Diamantakos Platz machen. Zu diesem Zeitpunkt hatte der Gast wieder Stabilität in sein Spiel gebracht. Offensiv blieb der Aufstiegsaspirant aber weiterhin beinahe alles schuldig. Erst in der Schlussphase kam das Team von Coach Michael Köllner zu seiner zweiten nennenswerten Gelegenheit der Partie: Der für Ishak eingewechselte Tobias Werner prüfte Himmelmann aus der Distanz (80.). Zuvor war Bouhaddouz aus wenigen Meter an "Teufelskerl" Bredlow gescheitert (78.). So blieb es beim torlosen Remis, über das sich die Kiezkicker am Ende mehr ärgern mussten als die favorisierten Nürnberger.

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NDR 2 Sport | 12.02.2018 | 22:40 Uhr

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