VIDEO: "Ihr könnt auf uns zählen!" - Kampagne gegen Homophobie im Fußball (2 Min)

St.-Pauli-Präsident Göttlich: Homophobie im Fußball bestrafen

Stand: 19.02.2021 13:56 Uhr

Zweitligist FC St. Pauli unterstützt die Kampagne Hunderter Fußballer gegen Homophobie im Fußball. Präsident Oke Göttlich fordert den Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf, sich bei der UEFA und FIFA für Strafen bei homophobem Verhalten einzusetzen.

In einem etwas mehr als anderthalb Minuten langen Video sprach der Chef des Zweitliga-Clubs aus Hamburg dabei konkret die DFB-Vizepräsidenten Rainer Koch und Peter Peters an. "Ich erhoffe mir ganz deutlich von unseren deutschen Vertreterinnen und Vertretern (...) in der UEFA und FIFA, wo ja auch Neuwahlen anstehen, also von Herrn Koch und Herrn Peters, unbedingt eine Aktion, dass homophobe Äußerungen auf Weltverbands- und auch auf europäischer Verbandsebene sanktioniert werden", sagte er. "Das wäre im Sinne, diese Debatte weiterzutragen."

"FC St. Pauli sicherer Hafen für Liebende aller Couleur"

Göttlich gab dem ehemaligen Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm recht, der in seinem Buch "Das Spiel" homosexuelle Spieler vor den Gefahren eines Coming-outs noch während der aktiven Karriere gewarnt hatte. "Ich möchte, dass diese Debatte endlich zeitgemäß geführt wird, wir über Diversität nicht mehr sprechen müssen in unserer Gesellschaft", sagte Göttlich. Er endet mit den Worten: "Wir sind hier, beim FC St. Pauli, gerne ein sicherer Hafen für Liebende aus aller Welt und aller Couleur."

Es möge Städte und Vereine geben, wo ein Coming-out eher möglich sei als anderswo, schreibt Lahm in seinem Buch, aus dem die "Bild"-Zeitung vorab zitiert hatte. Dabei nannte der einstige Bayern-Kapitän neben Berlin und Freiburg auch den FC St. Pauli als positive Beispiele.

"11Freunde"-Aktion zieht Kreise

Neben den Aussagen von Lahm hatte in dieser Woche ein Appell für Aufsehen gesorgt, mit dem mehr als 800 deutschen Fußballer und Fußballerinnen homosexuellen Spielern ihre Solidarität zugesichert hatten. "Wir werden euch unterstützen und ermutigen und, falls notwendig, auch gegen Anfeindungen verteidigen. Denn ihr tut das Richtige, und wir sind auf eurer Seite", hieß es in dem Solidaritätsschreiben, das das Magazin "11 Freunde" in seiner jüngsten Ausgabe veröffentlichte.

Tausende haben sich über die Sozialen Medien der Aktion unter dem Hashtag #ihrkönntaufunszählen angeschlossen und gefordert, dass es nun nicht bei Lippenbekenntnissen bleiben dürfe.

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NDR Info | 18.02.2021 | 14:00 Uhr

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