Stand: 10.10.2018 17:30 Uhr

Schubert folgt auf Pedersen als Eintracht-Trainer

Fußball-Drittligist Eintracht Braunschweig hat den früheren St.-Pauli-Coach André Schubert als neuen Cheftrainer verpflichtet. Er erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2021 und löst damit den Dänen Henrik Pedersen ab, der nach nur elf Spielen mit sofortiger Wirkung beurlaubt wurde. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Aufsichtsrats, wie der Verein am Mittwoch mitteilte. Schubert wird am Donnerstag erstmals das Training der "Löwen" leiten.

Ebel: "Schubert kennt die Dritte Liga"

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Schuberts Plan: Das Eintracht-Potenzial wecken

André Schubert soll den taumelnden Traditionsclub Eintracht Braunschweig wieder in die Erfolgsspur führen. Alles umkrempeln möchte der neue Trainer beim Drittligaletzten allerdings nicht. mehr

"André Schubert hat uns in persönlichen Gesprächen mit dem Aufsichtsrat, bei denen auch Tobias Rau dabei war, überzeugt", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende und Präsident Sebastian Ebel. "Er kennt die Dritte Liga, weiß sehr genau um unsere aktuelle sportliche Lage und worauf es im Abstiegskampf ankommt", so Ebel weiter. Schubert lobte das "professionelle Umfeld" beim Meister von 1967. "Ich freue mich sehr auf die Aufgabe bei der Eintracht. Unser oberstes Ziel ist es zunächst, dass die Mannschaft sich schnell stabilisiert und in der Tabelle in sichere Regionen klettert", sagte der Fußballlehrer. Der 47 Jahre alte Schubert trainierte zuletzt Borussia Mönchengladbach in der Fußball-Bundesliga.

Pedersen und Vallès Egido müssen gehen

Zuvor hatte der Verein zusammen mit Pedersen auch Co-Trainer Enric Vallès Egido freigestellt. "Wir sind mit Henrik Pedersen, den wir sowohl fachlich als auch menschlich sehr schätzen, einen kompletten Neuanfang gegangen und wir haben phasenweise das Potenzial gesehen, das in der Mannschaft steckt. Leider konnte dies nicht konstant abgerufen werden. Die negativen Ergebnisse und das Abrutschen auf den letzten Tabellenplatz haben uns dazu bewogen, diesen Schritt zu gehen", sagte Ebel. Es gehe um die sportliche Zukunft des gesamten Vereins und die Existenz in der Dritten Liga. "Für die sportliche Wende wollen wir einen neuen Impuls setzen. Henrik und Enric wünschen wir für die Zukunft alles Gute", so der Präsident. Innerhalb des Aufsichtsrates sei viel diskutiert und abgewogen worden, dem sei die Entscheidung nicht leicht gefallen. Pedersen hatte den Trainerjob in Braunschweig erst am 30. Mai übernommen.

Nur ein Sieg unter Lieberknecht-Nachfolger

Die Eintracht hatte nach dem überraschenden Abstieg in die Dritte Liga einen frustrierenden Niedergang erlebt und rutschte auf den letzten Tabellenplatz ab. Pedersen gelang nur ein Sieg mit der neu zusammengestellten Mannschaft und stand schon seit Wochen in der Kritik. Das Team hatte am vergangenen Sonnabend in der Partie gegen die Sportfreunde Lotte eine 2:0-Führung aus der Hand gegeben und sich am Ende mit einem 2:2 begnügen müssen. "Wir werden uns zusammensetzen und beraten, was wir besser machen müssen", hatte Ebel anschließend erklärt. Bereits nach dem vorvergangenen Spieltag hatte die Chefetage des Zweitliga-Absteigers über eine Trennung vom Dänen beratschlagt. Es folgten das Aus im Viertelfinale des Landespokals beim Regionalligisten Drochtersen/Assel sowie das unglückliche Remis gegen Lotte.

Die Trainer von Eintracht Braunschweig

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 10.10.2018 | 10:25 Uhr

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