Stand: 20.04.2019 15:51 Uhr

SV Meppen verpasst Überraschung in Karlsruhe

von Christian Görtzen, NDR.de
Meppens Deniz Undav (r.) bei der Ballkontrolle, hinter ihm KSC-Profi David Pisot.

Drittligist SV Meppen hat es am Sonnabend verpasst, dem Ziel Klassenerhalt einen weiteren Schritt näher zu kommen. Die Mannschaft von Trainer Christian Neidhart musste sich am 34. Spieltag beim Tabellenzweiten Karlsruher SC nach eigener Führung durch Nick Proschwitz noch mit 1:3 (1:1) geschlagen geben. Die Emsländer haben mit ihren 43 Punkten zwar weiterhin einen ordentlichen Vorsprung auf den ersten Abstiegsrang. Dennoch fehlt ihnen vermutlich noch ein Sieg, um sich sicher sein zu dürfen, dass sie auch in der nächsten Saison in der Dritten Liga dabei sind.

Proschwitz erzielt 13. Saisontor

34.Spieltag, 20.04.2019 14:00 Uhr

Karlsruher SC

3

SV Meppen

1

Tore:

  • 0:1 Proschwitz (17.)
  • 1:1 Pourié (25.)
  • 2:1 Kobald (68.)
  • 3:1 Pourié (81.)

Karlsruher SC: Uphoff - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Camoglu (65. Kobald), Wanitzek, Stiefler (81. M. Röser), Lorenz - Pourié, A. Fink (90.+1 Möbius)
SV Meppen: Domaschke - Jesgarzewski, Vidovic, Amin - Puttkammer, Ballmert, Piossek (86. Demaj), Tankulic (77. Wagner) - Kremer (66. Guder), Proschwitz, Undav
Zuschauer: 12562

Weitere Daten zum Spiel

Neidhart hatte im Vergleich zum vergangenen Heimspiel gegen den Halleschen FC (0:2) drei Änderungen an seiner Startelf vorgenommen. Für Thilo Leugers (Gelbsperre), Marco Komenda und René Guder spielten Jovan Vidovic, Hassan Amin und Deniz Undav. Die erste Chance hatten die Gastgeber - und die hatte es gleich in sich. Marvin Wanitzeks Flanke von der rechten Außenbahn erreichte schließlich KSC-Kapitän Anton Fink, der sofort abzog. Meppens Janik Jesgarzewski blockte für seinen schon geschlagenen Keeper Erik Domaschke den Ball unmittelbar vor der Torlinie mit seinem Oberkörper (11.). 0:1 hätte es aus Sicht der Emsländer heißen können - 1:0 hieß es nur sieben Minuten später. Amins Flanke ließ Undav passieren, und hinter ihm war Proschwitz zur Stelle. Der Top-Torjäger des SVM schoss aus fünf Metern zur Führung ein. Für den 32-Jährigen, den Meppen im vergangenen Oktober aus der Arbeitslosigkeit heraus verpflichtet hatte, war es bereits der 13. Saisontreffer.

Beinahe wäre recht zügig noch ein weiterer hinzugekommen. Nachdem Karlsruhes Damian Roßbach ihm den Ball in die Füße gespielt hatte, zielte er bei einem weiten Schuss über KSC-Keeper Benjamin Uphoff nicht genau genug (22.). Doch danach erhöhten die Badener das Engagement - und das zahlte sich aus. Marvin Pourié traf aus 20 Metern an Domaschke vorbei zum 1:1 ins Tor (25.). Bei einer weiteren Gelegenheit agierte Karlsruhes erfolgreichster Stürmer zu zögerlich (28.). So ging es mit einem gerechten Remis in die Pause.

Karlsruhe dreht das Spiel

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Die erste gute Gelegenheit des zweiten Durchgangs hatten die Norddeutschen. Amin zwang Uphoff mit einem Distanzschuss zu einer Glanzparade (55.). Von Karlsruhe kam lange Zeit wenig - das änderte sich in der 64. Minute: Nach guter Vorarbeit von Wanitzek scheiterte Pourié an Domaschke. Wenig später hatte Meppens Keeper das Nachsehen: Eine Flanke von Marc Lorenz legte Fink auf den erst drei Minuten zuvor eingewechselten Christoph Kobald ab, der aus zwei Metern mühelos zum 2:1 (68.) für den Favoriten einschoss. Die Gastgeber machten bald darauf in Person von Pourié alles klar. Der Angreifer erkannte, dass Domaschke ihm links unten eine Lücke bot und schoss überlegt zum 3:1 (82.) für den KSC ein. Damit war das Spiel vorzeitig entschieden. Domaschke verhinderte gegen Martin Röser noch das 1:4 (87.).

Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 20.04.2019 | 16:25 Uhr