Stand: 17.07.2020 14:09 Uhr

Wunschtrainer Frings will in Meppen Vollgas geben

Wunschtrainer, Top-Lösung: Torsten Frings hat für seine neue Aufgabe beim Fußball-Drittligisten SV Meppen reichlich Vorschusslorbeer geerntet. Bei seiner offiziellen Vorstellung als neuer Trainer der Emsländer hielt sich der 43-Jährige aber nicht lange mit Höflichkeitsfloskeln auf. "Ich bin hier, um mit dem SV Meppen Vollgas zu geben. Ich zähle schon die Tage, bis ich wieder auf dem Platz stehen kann", sagte der ehemalige Nationalspieler am Freitag. "Es ist alles da, was man braucht. Man braucht keine goldenen Wasserhähne, um Fußball zu spielen."

Frings will offensiv spielen lassen

Frings, der für Werder Bremen 326 Spiele absolviert hat, folgt in Meppen auf Christian Neidhart, der den Club nach sieben Jahren verlassen hat, um beim Regionalligisten Rot-Weiss Essen etwas Neues aufzubauen. "Christian hat hier über viele Jahre überragende Arbeit geleistet", sagte Frings. "Dort wollen wir ansetzen." Ein Saisonziel wollte er für den Tabellensiebten der vergangenen Saison noch nicht ausgeben. "Darüber werde ich erst mit der Mannschaft sprechen." Er sei ein Trainer, der offensiv spielen lasse. Daher sei für ihn auch wichtig, einen Ersatz für den nach Belgien abgewanderten Torjäger Deniz Undav zu finden.

"Wichtig für mich war auch, dass man hier bereit ist, den nächsten Schritt zu machen", sagte Frings. Schon beim ersten Treffen mit den Verantwortlichen des SVM bei ihm zu Hause in Bremen habe er eine "super Harmonie" gespürt. Er habe auch andere Angebote gehabt, bei Meppen aber das Gefühl gehabt, dass der Club am besten zu ihm passe: "Meppen ist jetzt der ideale Wiedereinstieg ins Geschäft für mich."

Beckmann: "Leidenschaft, die wir brauchen"

Sportvorstand Heiner Beckmann lobte die authentische Art von Frings, der einen Vertrag über zwei Jahre mit Option auf Verlängerung bekommt. "Wir haben gemerkt, dass wir die gleiche Philosophie haben, dass Torsten die Leidenschaft mitbringt, die wir auch brauchen", sagte Beckmann. Der Schwerpunkt der Arbeit des Trainers liege in Meppen darauf, junge Spieler weiterzuentwickeln.

Nach Aus in Darmstadt hospitierte Frings

Frings hatte seine Trainerkarriere als Assistent bei Werder Bremen begonnen. 2017 übernahm er den damaligen Erstligisten Darmstadt 98, mit dem er in die Zweite Liga abstieg. Nach der Trennung im Dezember 2017 war Frings ohne Job. Er habe in der Zeit viel hospitiert, vor allem bei Vereinen im Ausland, sagte Frings: "Jetzt freue ich mich auf die Chance, mich hier zu beweisen." Aus seiner Darmstädter Zeit bringt er zudem seinen Co-Trainer mit zu seinem neuen Arbeitgeber. Björn Müller soll als Fußballlehrer die sportliche Leitung des Jugendleistungszentrums Emsland übernehmen.

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Sport aktuell | 17.07.2020 | 12:25 Uhr

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