Meppens René Guder (l.) und Kaiserslauterns Carlo Sickinger kämpfen um den Ball. © imago images / Werner Scholz

SV Meppen: "Rote Teufel" schlagen - sonst wird es gruselig

Stand: 22.10.2020 16:50 Uhr

Nach Niederlagen in den ersten drei Heimspielen will der Drittliga-Vorletzte gegen Kaiserslautern den Bann brechen. Der NDR zeigt die Partie am Sonnabend (14 Uhr) im Sportclub live.

Keine Frage, noch ist nichts verloren. Immerhin sind in der Dritten Liga erst sechs von 38 Spieltagen absolviert. Einerseits. Andererseits gibt dieser schwache Auftakt der Emsländer - drei Punkte, 6:12 Tore, Tabellenplatz 19 - erste deutliche Hinweise darauf, dass die vierte Saison hintereinander in dieser Liga für sie die schwerste werden könnte - womöglich mit einem Zittern um den Klassenerhalt bis zum Schluss.

Und damit würde es ganz anders laufen als in den drei Spielzeiten seit dem Aufstieg im Sommer 2017, in denen es für den SV Meppen nie wirklich bedrohlich war. 7, 13, 7 - so lauteten die Platzierungen in der Abschlusstabelle. Um in dieser Saison nicht früh in der Abstiegszone stecken zu bleiben, wäre ein Dreier gegen den noch sieglosen FCK so enorm wichtig. An den vergangenen Besuch der Pfälzer haben sie im Emsland jedenfalls gute Erinnerungen. In der vorherigen Saison gelang am achten Spieltag zu Hause ein furioses 6:1. Nun sind die "Roten Teufel" eine Woche vor Halloween zu Gast.

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Eine Fußballtabelle vor eine Fußballmotiv © Colourbox Foto: Taweesak Jarearnsin

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Meppen noch ohne Punkt zu Hause

Bislang endeten die Auftritte im eigenen Stadion für Trainer Torsten Frings und sein Team mit herben Enttäuschungen. Die Partien gegen den TSV 1860 München (1:3), den SC Verl (1:2) und Viktoria Köln (0:1) gingen allesamt verloren. Dabei waren vor der Saison beim Blick auf den Spielplan doch zumindest Dreier gegen Verl und Viktoria als gut machbar angesehen worden. Den Meppenern fehlt die Unterstützung durch den zwölften Mann - das Publikum, das in den vergangenen Spielzeiten seine Lieblinge zu großen Leistungen getrieben hat.

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Nur 500 Zuschauer gegen Kaiserslautern

Auch gegen Kaiserslautern ist nach Angaben von SVM-Geschäftsführer Ronald Maul nach Rücksprache mit dem Gesundheitsamt eine höhere Zuschauerkapazität wegen der Corona-Lage nicht möglich. Der Sieben-Tage-Inzidenz-Wert liegt im Emsland bei deutlich über 50. So werden wie gegen 1860 und Viktoria Köln am Sonnabend nur maximal 500 Zuschauer erlaubt sein. Gegen Verl kamen 2.300 Fans ins Stadion.

Sportvorstand Beckmann: "Absolut keine Trainerdiskussion"

Frings hat das Augenmerk auf die Stärkung der eigenen Defensive gelegt. "Wir müssen viel, viel besser verteidigen und die individuellen Fehler abstellen. Solange wir diese Fehler machen, wird es schwer, ein Spiel zu gewinnen", sagte der SVM-Coach nach dem ernüchternden 1:4 beim Halleschen FC am Mittwochabend. Noch genießt der 43-Jährige die Rückendeckung im Verein: "Wir haben absolut keine Trainerdiskussion", sagte Sportvorstand Heiner Beckmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Noch seien ja 33 Spiele zu spielen: "Ich bin sehr guter Dinge, dass wir das gemeinsam hinbekommen." Sollte es gegen den FCK, bei dem der ehemalige Meppener Marius Kleinsorge bislang erst zu einem Einsatz gekommen ist, erneut eine Niederlage geben, dürfte die Kritik am Nachfolger von Christian Neidhart (jetzt RW Essen) allerdings lauter werden.

Mögliche Aufstellungen:

SV Meppen: Plogmann - Jesgarzewski, Osee, Bünning, Amin - Egerer, Andermatt - Hemlein, Piossek, Rama - El-Helwe

1. FC Kaiserslautern: Spahic - Hercher, Kraus, Sickinger, Hlousek - Rieder - Hanslik, Morabet, Ritter, Redondo - Pourié

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 24.10.2020 | 14:00 Uhr

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