Stand: 17.05.2018 22:24 Uhr

Relegation: Wolfsburg macht großen Schritt

von Christian Görtzen, NDR.de

Der VfL Wolfsburg ist seiner 22. Saison in der Fußball-Bundesliga einen großen Schritt näher gekommen. Die Mannschaft von Trainer Bruno Labbadia gewann am Donnerstagabend das Hinspiel in der Relegation gegen den Zweitliga-Dritten Holstein Kiel vor 28.800 Zuschauern in der ausverkauften heimischen Arena letztlich glücklich mit 3:1 (2:1). Im vergangenen Jahr hatten die "Wölfe" in den Ausscheidungsspielen gegen Eintracht Braunschweig die Oberhand behalten. Kiel würde im Rückspiel am Pfingstmontag (20.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) ein 2:0 zum erstmaligen Bundesliga-Aufstieg reichen. Sollten die Wolfsburger im Holsteinstadion zwei Treffer erzielen, würde das Team von Holstein-Trainer Markus Anfang einen Erfolg mit drei Toren Unterschied benötigen. "Wir haben zu spät die Angst und den Respekt abgelegt", sagte Holstein-Kapitän Rafael Czichos NDR 2. Wolfsburgs Maximilian Arnold befand: "Uns fehlte das vierte Tor. Dadurch hätten wir Kiel ein Stück weit die Luft genommen.

Kieler "Störche" lange zu zaghaft bei den "Wölfen"

"Wölfe" oft zu schnell für Kiel

Im Vergleich zum jüngsten Zweitliga-Spiel gegen Eintracht Braunschweig (6:2) hatte Anfang sechs Änderungen an seiner Startelf vorgenommen. Patrick Herrmann, Dominik Schmidt, David Kinsombi, Kingsley Schindler, Dominick Drexler und Marvin Ducksch ersetzten Sebastian Heidinger, Niklas Hoheneder, Aaron Seydel, Alexander Mühling (alle Bank) sowie Luca Dürholtz und Arne Sicker (nicht im Kader). Labbadia tauschte im Vergleich zum 4:1 gegen den 1. FC Köln einmal: Statt Paul Verhaegh (nicht im Kader) spielte Felix Uduokhai.

1.Spieltag, 17.05.2018 20:30 Uhr

VfL Wolfsburg

3

Holstein Kiel

1

Tore:

  • 1:0 Origi (13.)
  • 1:1 K. Schindler (34.)
  • 2:1 Brekalo (40.)
  • 3:1 Malli (56.)

VfL Wolfsburg: Casteels - William, Knoche, Brooks, Uduokhai - Guilavogui - Malli (86. Camacho), Arnold - Steffen (81. Blaszczykowski), Brekalo - Origi (90.+1 Dimata)
Holstein Kiel: Kronholm - P. Herrmann, Schmidt, Czichos, van den Bergh - Peitz (61. Mühling) - K. Schindler, Kinsombi, Drexler, Lewerenz (61. Seydel) - Ducksch
Zuschauer: 28800 (ausverkauft)

Weitere Daten zum Spiel

Nach ausgeglichenen ersten zehn Minuten neigte sich das Spiel zugunsten der Gastgeber, die offensichtlich viel Selbstbewusstsein aus dem Sieg gegen Köln am letzten Bundesliga-Spieltag gezogen hatten. Und dann ging es doch etwas zu schnell für den Zweitligisten: Wolfsburgs Robin Knoche eroberte von Herrmann den Ball, passte zu Josip Brekalo, der für Yunus Malli ablegte. Dessen Schuss konnte Kiels Keeper Kenneth Kronholm zur Seite abwehren, doch Divock Origi staubte zum 1:0 (13.) ab. Wenig später beinahe das 2:0 - Williams Schuss entschärfte Kronholm erst im Nachfassen (16.).

Die Kieler, die mit 71 Toren in der Zweitliga-Saison den stärksten Angriff stellten, traten in der ersten halben Stunde offensiv kaum in Erscheinung. Dann aber zeigten sie ihre Qualität: Drexler drang von der linken Außenbahn parallel zur Toraus-Linie in den Wolfsburger Strafraum ein. Er umkurvte William und Knoche, passte klug zurück auf Kingsley Schindler, der zum 1:1 (34.) einschoss. Holstein hatte somit das erhoffte Auswärtstor. Die Freude darüber wurde aber flugs getrübt. Nachdem Kiels Schmidt den Ball nicht weit genug aus der Gefahrenzone geköpft hatte, zog Brekalo aus 17 Metern volley ab. Er jagte den Ball zum 2:1 (40.) unter die Latte. Mit dem Ergebnis ging es in die Pause.

01:24
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Drexler: "Es ist erst Halbzeit"

17.05.2018 22:42 Uhr
NDR 2
01:25
NDR 2
01:17
NDR 2
01:39
NDR 2

Czichos: "Zu spät die Angst abgelegt"

17.05.2018 23:00 Uhr
NDR 2

Malli schiebt zum 3:1 ein

Die erste gute Gelegenheit der zweiten Hälfte bot sich den Schleswig-Holsteinern. Nach Vorarbeit von Schindler schoss Drexler dem Wolfsburger Keeper Koen Casteels den Ball aber in die Arme (49.). Statt eines möglichen Ausgleichs jubelten wenig später erneut die Niedersachsen. Origi hatte sich gegen Dominic Peitz durchgesetzt und den Ball steil auf Malli gespielt. Und da Holstein-Kapitän Rafael Czichos mehr zurücktrabte als rannte und nicht mehr in ein mögliches Tackling ging, konnte Malli zuerst Kronholm umkurven und dann zum 3:1 (56.) einschieben. Die große Reaktion der Kieler blieb zunächst aus. Der VfL kontrollierte das Spiel und kam durch William (65.) und Renato Steffen (69.) zu weiteren Möglichkeiten.

Starke Schlussoffensive der Kieler

In der Schlussviertelstunde wurden die "Störche" dann viel mutiger - und dadurch kamen sie zu guten Chancen. Die aber wurden allesamt vergeben. Alexander Mühling schoss den Ball knapp am linken Winkel vorbei (71.), Seydel verpasste per Kopf das Ziel (75.), Ducksch verfehlte aus 14 Metern das Tor (82.), Seydel schoss knapp am Pfosten vorbei (84.). Kiel betrieb Chancenwucher. Die starke Schlussoffensive sollte aber Mut machen für das Rückspiel am Pfingstmontag.

Josip Brekalo vom VfL Wolfsburg © Witters Fotograf: Valeria Witters

Wolfsburg besiegt Kiel im Relegations-Hinspiel

Der VfL Wolfsburg hat sich im Relegations-Hinspiel eine gute Ausgangsposition erarbeitet. Aber auch Zweitligist Holstein Kiel darf wegen seines Auswärtstores noch hoffen.

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