Stand: 18.02.2019 16:13 Uhr

Rassismusvorwürfe: Spielabbruch in Oberliga Hamburg

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Der HSV Barmbek-Uhlenhorst muss sich vor dem Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbands verantworten.

Der Oberliga-Verein HSV Barmbek-Uhlenhorst muss sich vor dem Sportgericht des Hamburger Fußball-Verbands verantworten, weil ein Zuschauer einen Spieler der gegnerischen Mannschaft rassistisch beleidigt haben soll. Die Spielberichte der Schiedsrichter lägen bereits vor, sagte Carsten Byernetzki, stellvertretender Geschäftsführer des Verbands, am Montag. Zu möglichen Konsequenzen für den Verein könne er nichts sagen. "Das müssen die Richter entscheiden." Das HFV-Sportgericht verhandelt die Angelegenheit voraussichtlich am 27. Februar.

Denkbar wäre etwa eine Platzsperre für den Heimverein. Außerdem könnte auf Meiendorf wegen des erzwungenen Spielabbruchs eine Geldstrafe zukommen. Der Deutsche Fußball-Bund wollte sich zu dem Vorfall nicht äußern. "Der angesprochene Vorfall fällt ganz in den Zuständigkeitsbereich des Landesverbandes", teilte der DFB mit.

Meiendorfer SV verlässt den Platz nach Beschimpfung

Am Sonntag war das Spiel in der Oberliga Hamburg zwischen dem HSV Barmbek-Uhlenhorst und dem Meiendorfer SV beim Stand von 3:0 abgebrochen worden. Die Meiendorfer hatte den Rasen nach 76 Minuten verlassen, weil ein BU-Anhänger einen ihrer Mannschaftskameraden rassistisch beschimpft hat. Worte wie "Verpiss dich, du Schwarzer" sollen gefallen sein. Der Meiendorfer Abwehrspieler Kevin Heitbrock, ein Deutscher mit ghanaischen Wurzeln, soll anschließend über die Bande auf die Traversen gesprungen sein, um den Zuschauer zur Rede zu stellen. Daraufhin sei es zu Tumulten gekommen.

"Mehr als traurig und beschämend"

Barmbek-Uhlenhorst entschuldigte sich in einer Stellungnahme auf Facebook für das "absolute Fehlverhalten" des Zuschauers und kündigte an, ihn aus dem Verein auszuschließen und ihm Stadionverbot zu erteilen. Der Meiendorfer SV nannte den Vorfall "mehr als traurig und beschämend".

"Wir distanzieren uns von Beleidigungen und Rassismus"

"Für unseren Verein ist das eine höchst unangenehme Sache", betonte Barmbeks Liga-Beauftragter Volker Brumm. "Wir sind froh, dass wir Videomaterial hatten, das die Rufe eindeutig belegt. Wir distanzieren uns von Beleidigungen und Rassismus", so Brumm. "Deshalb hoffe ich, dass unser konsequentes Handeln honoriert wird, denn bei BU hat Rassismus keine Chance." Auch die "BUsenfreunde", eine Fan-Gruppierung der Barmbeker, meldete sich nach dem Vorfall zu Wort und veröffentlichte bei Facebook eine bemerkenswerte Stellungnahme:

Dieses Thema im Programm:

Sportplatz | 18.02.2019 | 16:30 Uhr

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