Das Stadion an der Lohmühle des VfB Lübeck © imago images/nordphoto Foto: Tauchnitz

Rasenheizung für den VfB Lübeck! Land gibt eine Million Euro

Stand: 05.02.2021 12:54 Uhr

Das Land Schleswig-Holstein hat zugesichert, Drittligist VfB Lübeck mit einer Million Euro für Investitionen in die Infrastruktur zu unterstützen. Die Summe soll vor allem für den Einbau einer Rasenheizung verwendet werden.

Spielausfälle wie am Sonnabend gegen 1860 München sollen damit der Vergangenheit angehören. Die Partie kann wegen Unbespielbarkeit des Platzes nicht stattfinden, die Fläche ist vereist. Auch das Nachhol-Heimspiel gegen Hansa Rostock am kommenden Dienstag steht nach der ersten Absage im Januar - ebenfalls wegen Unbespielbarkeit - erneut auf der Kippe.

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Ausnahmegenehmigung für Lübeck

Aktuell hat der VfB Lübeck noch eine Ausnahmegenehmigung des DFB für die laufende Saison. Eine Rasenheizung ist für alle Drittligisten spätestens ab der zweiten Saison verpflichtend. Zudem soll eine Bewässerungsanlage eingebaut und ein neuer Rasen an der Lohmühle verlegt werden.

Noch fehlt die schriftliche Zusage des Landes. Vorstandssprecher Thomas Schikorra zeigte sich in den "Lübecker Nachrichten" aber erfreut, dass es von der Landesregierung "jetzt so klare Signale gibt".

Keine Corona-Hilfen vom Bund

Insgesamt muss der VfB zwischen 2 und 2,5 und Millionen Euro in die Infrastruktur investieren. Auch die Stadt hatte dem Club bereits Unterstützung zugesagt. "Es ist eine wichtige Investition in die Region", teilte Jörg Hansen, sportpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, mit. Es sei "daher widersinnig, dass der Bund dem Verein durch das beharrliche Verweigern der Corona-Hilfen das Geld aus der anderen Tasche wieder hinauszieht".

Der Hintergrund: Der Drittliga-Aufsteiger erhält keine Mittel aus dem von der Bundesregierung aufgelegten Förderprogramm "Corona-Hilfe für den Profisport". Mit Geld aus den Überbrückungshilfen wollte der Club seine Einnahmeausfälle durch Geisterspiele abfedern. Nach Ansicht des Bundesverwaltungsamtes erfüllt der Regionalliga-Meister dafür aber nicht die Voraussetzungen. Der VfB habe im Vergleich zum Jahr 2019 keine Mindereinnahmen gehabt. Das Problem: Als damaliger Regionalligist konnten die Schleswig-Holsteiner keine Vergleichszahlen aus der zurückliegenden Drittliga-Saison im November 2019 vorlegen, an denen sich die Finanzhilfen bemessen. Eine "konstruierte Begründung", so Hansen.

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