Stand: 16.04.2019 14:51 Uhr

Pyro beim Derby: Hohe Geldstrafe für St. Pauli

Durch das Abbrennen von Pyrotechnik musste das Derby unterbrochen werden.

Saftige Geldstrafe für den FC St. Pauli: Nach den Vorkommnissen im Stadtderby gegen den Hamburger SV hat das DFB-Sportgericht den Fußball-Zweitligisten nach Anklageerhebung durch den DFB-Kontrollausschuss am Dienstag zu einer Geldstrafe in Höhe von 100.000 Euro verurteilt. Gründe sind das Fehlverhalten von Teilen der Fans und ein nicht ausreichender Ordnungsdienst. St. Pauli hat die Strafe bereits akzeptiert, damit ist das Urteil rechtskräftig.

Göttlich: "Übernehmen die Verantwortung"

"Wir akzeptieren die Strafe und übernehmen die Verantwortung, da wir als Club dafür verantwortlich sind, dass die Unversehrtheit der Besucherinnen und Besucher gewährleistet wird", wurde St.-Pauli-Präsident Oke Göttlich auf der Vereins-Homepage zitiert. Etwa ein Drittel der Strafe kann der Kiezclub nutzen, um weitere Sicherheitsvorkehrungen im Millerntor-Stadion zu treffen. So sollen unter anderem Umbauten im Bereich der Südtribüne erfolgen. Dort war beim Derby ein Eingang von Fans gestürmt worden.

Derby mehrfach unterbrochen

Insgesamt wurden beim Stadtderby 148 Pyro-Artikel in beiden Fanblöcken gezündet. Die Partie wurde sechs Mal unterbrochen. Laut St. Paulis Sicherheits-Chef Sven Brux wurden zudem HSV-Spieler bei der Ankunft am Millerntor bespuckt und mit Eiern und Flaschen beworfen. Bei Auseinandersetzungen im Stadion wurden St.-Pauli-Fans von anderen Anhängern des Kiezclubs bedroht und zum Teil verletzt.

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Sport aktuell | 16.04.2019 | 15:25 Uhr