Stand: 20.12.2019 16:07 Uhr

Pyro: Hohe Geldstrafen für St. Pauli und HSV

Fußballfans zünden Pyrotechnik beim Stadtderby zwischen dem HSV und St. Pauli im Millerntorstadion.  Foto: Kathrin Otto
Während des Hamburger Fußball-Derbys im September zündeten Fans verbotene Pyrotechnik.

Das jüngste Hamburger Fußball-Derby hat für die beteiligten Zweitligisten FC St. Pauli und Hamburger SV ein teures Nachspiel. Wegen der Vorkommnisse beim Spiel am 16. September hat das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) dem HSV eine Geldstrafe in Höhe von 200.000 Euro aufgebrummt, Gastgeber St. Pauli muss 120.000 Euro zahlen. Gegen das Urteil hat der HSV bereits Einspruch eingelegt. St. Pauli hat noch bis Montagmorgen Zeit, über einen möglichen Protest zu entscheiden.

Bußgeld geringer als beantragt

Die Bußgelder fallen aber deutlich geringer aus, als es der Strafantrag des DFB-Kontrollausschuss vorgesehen hatte. Demnach sollte der HSV 250.000 Euro zahlen, St. Pauli 180.000 Euro.

Beide Clubs werden wegen "fortgesetzten unsportlichen Verhaltens" ihrer Fans bestraft, St. Pauli zudem wegen "nicht ausreichendem Ordnungsdienst". Beim 2:0-Heimsieg der Kiezkicker pfiff Schiedsrichter Sven Jablonski den zweiten Durchgang verspätet an, weil Fans beider Teams kurz vor dem Ende der Halbzeitpause Feuerwerk und Leuchtfackeln angezündet hatten.

Das Hamburg-Derby im März im Millerntor-Stadion, das der HSV 4:0 gewonnen hatte, musste wegen Rauchschwaden und Raketen auf den Rängen mehrmals unterbrochen werden. Damals hatte das DFB-Gericht dem HSV eine Strafe von 150.000 Euro auferlegt. St. Pauli musste 100.000 Euro zahlen.

HSV: 27.000 Euro Geldstrafe für Vorkommnisse in Kiel

Der HSV erhielt wegen weiterer Zuschauervorkommnisse während des Gastspiels bei Holstein Kiel (1:1) noch eine Geldstrafe, diesmal in Höhe von 27.000 Euro. Diesem Urteil haben die Hamburger zugestimmt, es ist rechtskräftig.

Dieses Thema im Programm:

Hamburg Journal | 20.12.2019 | 19:30 Uhr

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