Wout Weghorst jubelt © imago images/MIS

Platz vier winkt - Weghorst und Wolfsburg weiter hungrig

Stand: 19.01.2021 08:23 Uhr

Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg spielt bislang eine starke Saison. Mit einem Sieg heute in Mainz könnten die "Wölfe" die Hinrunde sogar auf einem Champions-League-Platz abschließen.

Das Credo der Bayern-Jäger ("Wenn die Bayern schwächeln, müssen die anderen Mannschaften da sein") lässt sich eine Ebene tiefer auch auf den VfL Wolfsburg und seine Königsklassen-Ambitionen übertragen. Doch den "Wölfen" ist es bislang nicht gelungen, Patzer der Konkurrenz auszunutzen. Exemplarisch war der vergangene Spieltag: Leverkusen verlor, der BVB ließ Punkte liegen - das Wolfsburger Unentschieden gegen Leipzig war dann zwar aller Ehren wert, half aber in der Tabelle wenig weiter.

Weghorst: "Mit einem Unentschieden nie zufrieden"

Das sah vor allem Torjäger Wout Weghorst so. Der Niederländer, der in der Liste der Wolfsburger Bundesliga-Rekordtorschützen nur noch Diego Klimowicz, Grafite und Edin Dzeko vor sich hat, ist vermutlich der ehrgeizigste und mitreißendste aller VfL-Profis: Selbst nach dem am Ende sogar eher glücklichen 2:2 gegen den Champions-League-Halbfinalisten der vergangenen Saison sagte er: "Mit einem Unentschieden bin ich nie zufrieden."

Begehrter Weghorst will bleiben

Seine Treffer machen Weghorst zu einem begehrten Profi. Doch trotz aller Wechselgerüchte wird der 28-Jährige, dessen Karrieretraum die englische Premier League und die Champions League sind, auch in der laufenden Transferperiode den Club nicht verlassen. "Mein Fokus liegt hier auf Wolfsburg und dem Toreschießen", sagte der Stürmer, der beim VfL noch bis 2023 unter Vertrag steht. Die Begründung dafür lieferte er gleich mit: "Wir sind jetzt super drauf."

Glasner: "Wie ein Hamster auf dem Rad immer wieder versuchen"

In die gleiche Kerbe schlägt VfL-Trainer Oliver Glasner. "Die Mannschaft merkt auf dem Platz, dass wir in vielen Phasen mithalten können", sagte der Österreicher nach dem Leipzig-Spiel, ergänzte aber: "Dieses Gefühl möchten wir endlich auch einmal schwarz auf weiß beim Ergebnis sehen. Doch wir werden es wie ein Hamster in seinem Rad immer wieder und wieder versuchen."

Bevor sein Team am kommenden Sonnabend gegen Leverkusen den nächsten Anlauf nehmen kann, steht heute zunächst (20.30 Uhr, im NDR Livecenter) beim Vorletzten Mainz ein Duell mit einem vermeintlich leichten Gegner an. Das jüngste 1:1 der Rheinhessen beim BVB sollte aber Warnung genug sein.

Das Gastspiel bietet den Niedersachsen die Gelegenheit, wieder näher an die vor ihnen liegenden Clubs heranzurücken. Denn Leverkusen und Dortmund sowie Union Berlin und Leipzig nehmen sich in direkten Duellen gegenseitig die Punkte weg - der VfL könnte zum Hinrundenabschluss auf Rang vier stehen. Und damit auch Weghorst aufzeigen, dass sich hohe Ziele wie das Erreichen der Champions League mittlerweile vielleicht auch mit Wolfsburg realisieren lassen.

Mögliche Aufstellungen:

Mainz: Zentner - Kilian, Hack, Niakhaté - Öztunali, Mwene - Barreiro - Latza, Boetius - Quaison, Burkardt
Wolfsburg: Casteels - Baku, Lacroix, Brooks, Paulo Otavio - Schlager, Arnold - Steffen, Gerhardt, Brekalo - Weghorst

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Fußball und Tabelle © picture-alliance/ dpa, NDR.de/Screenshot Foto: Patrick Bernard

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Dieses Thema im Programm:

Die NDR 2 Bundesligashow | 19.01.2021 | 19:00 Uhr

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