Stand: 01.11.2019 20:28 Uhr

Osnabrück trifft wieder das Tor, gewinnt aber nicht

von Ingmar Deneke, NDR.de
Osnabrücks Marcos Alvarez (M.) trifft gegen Regensburg. © imago images/Eibner Foto: Andreas Nickl
Endlich wieder ein Tor: Marcos Alvarez trifft für Osnabrück.

Nach über acht Stunden ohne eigenes Tor hat der VfL Osnabrück in der Zweiten Liga endlich mal wieder getroffen. Und das gleich dreimal. Zu einem Sieg beim SSV Jahn Regensburg reichte es am Freitagabend trotzdem nicht, weil die Abwehr nicht die gewohnte Sicherheit besaß. Die turbulente Partie endete 3:3 (0:2). Vor allem der zweite Durchgang mit vier Toren und einer beeindruckenden Osnabrücker Aufholjagd hatte es in sich. "Wir haben einfach weiter Gas gegeben und am Ende verdient einen Punkt mitgenommen", sagte Doppeltorschütze Moritz Heyer. In der Tabelle belegt der Aufsteiger mit 13 Zählern den 14. Platz.

Osnabrück im Rückwärtsgang

VfL-Trainer Daniel Thioune vertraute derselben Startelf, die in der Vorwoche ein 0:0 gegen Fürth erkämpft hatte.

Doch es sollte nichts werden mit einer weiteren Partie ohne Gegentor. Bereits in der Anfangsphase war die Defensive mächtig gefordert. Die Regensburger machten ordentlich Druck und hatten in Person von Sebastian Stolze die erste große Chance des Spiels: Der ehemalige Wolfsburger scheiterte aus sieben Metern am stark reagierenden VfL-Keeper Philipp Kühn (8.). Erst sechs Minuten danach spielte sich Osnabrück erstmals in den gegnerischen Strafraum - dem Kopfball von Kapitän Marc Heider fehlte allerdings die nötige Schärfe. Die Gäste wurden jetzt mutiger. Marcos Alvarez versuchte es mit einem Aufsetzer aus der Distanz - sehenswert, aber zu unpräzise (21.).

Regensburg mit Doppelschlag

Nach einer ruhigen Phase schnupperte plötzlich der SSV Jahn an der Führung, doch Marco Grüttner vergab die bis dahin größte Chance des Spiels freistehend vor Kühn (32.).

12.Spieltag, 01.11.2019 18:30 Uhr

J. Regensburg

3

VfL Osnabrück

3

Tore:

  • 1:0 Schneider (34.)
  • 2:0 Grüttner (43.)
  • 2:1 Alvarez (49.)
  • 3:1 Okoroji (53.)
  • 3:2 Heyer (63.)
  • 3:3 Heyer (72.)

J. Regensburg: Meyer - Heister (75. Nandzik), Nachreiner, Correia (46. Knipping), Okoroji - Besuschkow, Lais - Stolze (81. Wekesser), Schneider - Albers, Grüttner
VfL Osnabrück: P. Kühn - Gugganig, Heyer, Van Aken - Ajdini, Blacha, Taffertshofer, Wolze (63. Agu) - Ouahim (83. Nik. Schmidt) - Heider, Alvarez (70. Amenyido)
Zuschauer: 10179

Weitere Daten zum Spiel

Besser, und zwar richtig gut machte es zwei Minuten später Jan-Marc Schneider, der mit einer zirkusreifen Bewegung zum 1:0 für Regensburg traf: Mit dem Rücken zum Tor setzte der Ex-St-Paulianer zum Fallrückzieher an und versenkte den Ball links unten im Eck. Und die Oberpfälzer legten gegen nun taumelnde Osnabrücker nach: Grüttner schob den Ball nach einem blitzsauberen Konter zum 2:0 ins leere Tor (43.).

Sololauf von Alvarez lässt Knoten platzen

Anfang des zweiten Durchgangs war es endlich soweit. Nach acht Stunden ohne Tor konnten die Lila-Weißen wieder einen Treffer bejubeln: Alvarez wählte diesmal nicht die Option Fernschuss, sondern wagte einen Sololauf, den er mit einem schönen Schlenzer oben rechts veredelte - nur noch 1:2 aus VfL-Sicht (49.). Die Ernüchterung folgte auf dem Fuß, weil sich der VfL im gegnerischen Stadion immer wieder auskontern ließ. Chima Okoroji stellte mit seinem Treffer den alten Abstand wieder her (53.). Nur den Pfosten traf vier Minuten danach Schneider - Glück für den VfL, dessen eigentlich stabile Abwehr bedenklich wackelte.

Osnabrück mit starker Schlussphase

Doch auch Regensburg stand hinten nicht sicher und ermöglichte Osnabrück das erneute Anschlusstor: Heyer verkürzte aus gut zehn Metern zum 2:3 (63.). Offenbar war der Abwehrchef der Gäste nun auf den Geschmack gekommen, denn neun Minuten später schlug Heyer erneut im Strafraum zu - 3:3.

Beeindruckend, wie der Aufsteiger nun auf den Sieg spielte. Das Thioune-Team drückte aufs Tempo und war dem Siegtreffer näher, doch Niklas Schmidt nagelte den Ball in der 85. Minute nur ans Außennetz. In der Nachspielzeit hätte der eingewechselte Etienne Amenyido zum Matchwinner werden können, sein Schuss strich aber über die Latte. Es blieb beim am Ende gerechten Remis.

Weitere Informationen
Fußball-Tabelle © Panthermedia,  Screenshot/NDR Foto: Tobias Eble

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Dieses Thema im Programm:

NDR 2 Sport | 01.11.2019 | 23:03 Uhr

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