Stand: 08.02.2019 21:06 Uhr

VfL Osnabrück: Schwarzer Abend für die "Lila-Weißen"

von Ingmar Deneke, NDR.de
Die Osnabrücker um Ulrich Taffertshofer (r.) mussten die zweite Saison-Niederlage hinnehmen.

Überraschung in der dritten Fußball-Liga am Freitagabend: Tabellenführer VfL Osnabrück musste zum Auftakt des 23. Spieltags seine zweite Saison-Niederlage einstecken. Gegen den Abstiegskandidaten SG Sonnenhof Großaspach verlor die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune nach einem engagierten, aber unglücklichen Auftritt mit 0:2 (0:1). Die zuvor einzige Niederlage in dieser Spielzeit hatte der VfL Mitte September 2018 gegen den aktuell Tabellenzweiten Karlsruher SC (0:1) kassiert. Osnabrück bleibt auf jeden Fall an der Spitze, der KSC kann den Abstand am Sonnabend auf zwei Punkte verkürzen.

Rückstand aus dem Nichts - Alvarez verschießt vom Punkt

23.Spieltag, 08.02.2019 19:00 Uhr

VfL Osnabrück

0

Großaspach

2

Tore:

  • 0:1 Vitzthum (13.)
  • 0:2 Janjic (54.)

VfL Osnabrück: Körber - Renneke, Susac (70. Klaas), M. Trapp, K. Engel - Ouahim (62. Farrona Pulido), Taffertshofer, Blacha, Heider (70. Pfeiffer) - Alvarez - Girth
Großaspach: Broll - Choroba, Leist, Gehring, Burger - Dem (77. J. Hoffmann), Bösel - Hercher, Röttger (58. Baku), Vitzthum - Brünker (25. Janjic)
Zuschauer: 10763

Weitere Daten zum Spiel

Winter-Zugang Benjamin Girth (von Holstein Kiel ausgeliehen) war zweifellos der entscheidende Mann der vergangenen beiden Osnabrücker Erfolge. Beim 1:0 gegen seinen Ex-Verein Meppen schoss der Stürmer den Siegtreffer und beim 2:1 in München schnürte er einen Doppelpack. So war es nur logisch, dass Girth auch gegen Großaspach die erste gute Chance des Spiels hatte - seinem Schuss in der siebten Minute fehlte allerdings die nötige Power. Die Gastgeber bestimmten die Partie, mussten aber überraschend das 0:1 hinnehmen. Michel Vitzthum düpierte VfL-Keeper Nils Körber aus spitzem Winkel (13.). Auch auf der anderen Seite verlor Osnabrück das Duell Schütze gegen Torwart, nur andersrum: Standard-Experte Marco Alvarez scheiterte bei einem (unberechtigten) Handelfmeter an SG-Schlussmann Kevin Broll (28.). Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte ein unpräziser Girth-Kopfball (44.) - bezeichnend für den dominanten, aber wenig durchschlagskräftigen Auftritt der Osnabrücker bis dahin.

Alles läuft gegen Osnabrück

Zweite Hälfte - gleiches Bild: Osnabrück machte das Spiel, das Tor aber machte der Gegner. Der eingewechselte Zlatko Janjic war in der 54. Minute zur Stelle, musste aus kurzer Distanz nur einschieben. Kurios: Drei mögliche Elfmeterpfiffe für den VfL blieben in dieser Phase aus - dreimal war ein Großaspacher mit dem Arm am Ball - dreimal entschied Schiedsrichter Florian Badstübner (Windbach) gegen den Gastgeber. Es lief fast alles gegen den VfL - in der 77. Minute hämmerte Luca Pfeiffer den Ball an die Latte. Eine Ausnahme gab es vier Minuten zuvor, als der Pfosten für den Spitzenreiter rettete. Auch in der Schlussphase wollte der Ball überall hin, aber nicht in das Tor der Gäste. Es war ein schwarzer Abend für den VfL, ausgerechnet zum Auftakt der "Lila-Weißen Nacht" - der traditionellen Party des Vereins.

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 08.02.2019 | 19:25 Uhr