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Die VfL-Profis Ridle Baku (l.) und Maximilian Arnold beim Training der deutschen Nationalmannschaft in Wolfsburg. © IMAGO / regios24

Nationalmannschaft: Süle Corona-positiv - Arnold und Baku nachnominiert

Stand: 09.11.2021 18:39 Uhr

Bei der deutschen Nationalmannschaft ist Niklas Süle positiv auf das Coronavirus getestet worden. Insgesamt mussten fünf Spieler in Quarantäne. Für die anstehenden Länderspiele wurden unter anderem Maximilian Arnold und Ridle Baku nachnominiert.

Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff bestätigte am Dienstagmittag, dass Süle bei den Tests nach der Ankunft am Vortag positiv getestet worden ist. Nach Angaben des Deutschen Fußball-Bundes ist Süle vollständig geimpft und aktuell symptomfrei. Joshua Kimmich, Jamal Musiala und Serge Gnabry, die wie Süle alle beim FC Bayern München unter Vertrag stehen, und der Salzburger Karim Adeyemi wurden im Rahmen der Kontaktverfolgung als Kontaktpersonen der Kategorie 1 eingestuft und trotz eines negativen Tests vom Gesundheitsamt in Quarantäne geschickt. Sie werden einzeln nach Hause gebracht.

Tägliche PCR-Tests für Bayern-Quartett

Die Frage, ob die Kontaktpersonen den vollen Impfschutz haben, wollte DFB-Arzt Tim Meyer nicht beantworten, wies aber darauf hin, dass die Impfung bei der Entscheidung der Gesundheitsämter nur eines der Kriterien sei. Vier weitere Spieler, die mit den nach Hause geschickten Spielern angereist waren, dürfen laut Meyer in Wolfsburg bleiben. Sie müssen sich nun täglich PCR-Tests unterziehen, sitzen bei den Mahlzeiten getrennt und werden separat zum Training gefahren. Dabei handelt es sich um Manuel Neuer, Leon Goretzka, Thomas Müller und Leroy Sané, allesamt ebenfalls von Bayern München.

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Strengere Hygiene-Auflagen muss die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nicht erfüllen. Das gemeinsam erarbeitete und immer wieder nachgebesserte Konzept sei "so ausführlich und detailliert, dass ich denke, dass es vollkommen ausreicht", sagte Monika Müller, Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Klinikum und Sport bei der Stadt Wolfsburg.

Statt des ursprünglich geplanten Trainings am Vormittag hatte Bundestrainer Hansi Flick eine individuelle Einheit im weiträumig abgeschirmten Fünf-Sterne-Hotel Ritz-Carlton am Mittellandkanal geleitet. Am Nachmittag bat Flick dann 20 Nationalspieler zum ersten Mannschaftstraining in Wolfsburg auf den Platz.

Arnolds Rückkehr auf Corona-Umwegen

Wegen der fünf Ausfälle nominierte der Bundestrainer drei Spieler nach. Neben Arnold und Baku auch Stürmer Kevin Volland von der AS Monaco. Am Montagabend war wegen verletzungsbedingter Ausfälle bereits der ehemalige HSV-Verteidiger Jonathan Tah von Bayern Leverkusen nachträglich berufen worden.

Baku gehörte in diesem und im vergangenen Jahr bereits zum Team und kam zweimal zum Einsatz. Trotz einer starken vergangenen Saison musste Arnold, der 2014 einmal für die A-Nationalelf gespielt hatte, hingegen auf eine Nominierung verzichten. Nun wird über diesen Corona-bedingten Umweg der Traum doch noch wahr.

DFB-Team bereitet sich wie geplant vor

"Alle weiteren Spieler der Nationalmannschaft, die wie das Trainerteam und das gesamte Team hinter dem Team sämtlich negativ getestet wurden, bereiten sich wie geplant auf die beiden WM-Qualifikationsspiele vor", teilte der DFB mit. Bierhoff sagte: "Diese Nachricht ist so kurz vor den abschließenden beiden Spielen in der WM-Qualifikation sehr bitter - für das Trainerteam wie für die gesamte Mannschaft. Aber die Gesundheit geht selbstverständlich vor. Ich wünsche dem positiv getesteten Spieler schnelle Genesung und dass er weiterhin symptomfrei bleibt."

Zuletzt keine Absagen nach einzelnen positiven Tests

Die Nationalmannschaft, die sich schon für die Weltmeisterschaft qualifiziert hat, bestreitet am Donnerstag (20.45 Uhr) ihr letztes Heimspiel in der WM-Qualifikation in Wolfsburg gegen Liechtenstein. Anschließend steht noch die Partie am Sonntag (18 Uhr/beide Spiele im NDR Livecenter in der Audio-Vollreportage) in Eriwan gegen Armenien an.

Zuletzt war es bei einzelnen Infektionen nicht mehr zu Spielabsagen gekommen. Vor der jüngsten Absage der Zweitligapartie des FC St. Pauli gegen den SV Sandhausen hatten die Gäste gleich 18 positive Tests gemeldet. Bei den Würzburger Kickers, die eigentlich am Montag in der Dritten Liga gegen Eintracht Braunschweig spielen sollten, gab es vier positive Tests und einige andere Spieler mit Erkältungssymptomen.

Flick kündigt Einzelgespräche mit seinen Spielern an

Der Bundestrainer hatte im Vorfeld Gespräche in Wolfsburg mit seinen Spielern angekündigt. Zuletzt hatte die Impfdebatte um Kimmich für mächtig Wirbel gesorgt. Der Bayern-Profi hatte erklärt, dass er sich aus Sorgen vor den Langzeitfolgen noch nicht habe impfen lassen. Er werde das Thema "noch mal aufgreifen", so Flick. Das werde "nicht nur vor der versammelten Mannschaft, sondern auch im Einzelgespräch, ganz persönlich" geschehen: "Wenn jemand Sorgen hat, werden wir versuchen, ihm diese zu nehmen."

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Dieses Thema im Programm:

Sport aktuell | 09.11.2021 | 10:17 Uhr

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