VIDEO: HSV: Wettstein über den Wunsch nach mehr Zuschauern, 2G und 3G (4 Min)

Mehr Zuschauer erlaubt: HSV heute vor 19.950 Fans gegen Sandhausen

Stand: 11.09.2021 10:35 Uhr

Fußball-Zweitligist HSV darf sein Heimspiel heute Abend (20.30 Uhr) gegen den SV Sandhausen vor 19.950 Zuschauern austragen. Der Club würde gern die bundesweit erlaubte Obergrenze von 25.000 Zuschauern bei Fußballspielen ausschöpfen, darf das aber bislang nicht.

Deswegen mischt sich beim Hamburger SV die Erleichterung über die Entscheidung mit Kritik an den bestehenden Regelungen. Vor dem Beschluss der Hamburger Behörden war am Donnerstag bei der Spieltags-Pressekonferenz mit Trainer Tim Walter mitgeteilt worden, dass 17.500 der bis dahin 17.950 erlaubten Tickets abgesetzt worden seien. Nun erfüllt sich der große Wunsch des HSV nach mehr Zuschauern - zumindest in einem ersten Schritt. Die Obergrenze von 25.000 Fans darf der Tabellenzehnte der Zweiten Liga jedoch noch nicht ausschöpfen.

Frank Wettstein ärgert das. "Das ist etwas, das nicht nur uns, sondern wohl auch viele Bürger gerade irritiert: dass in einem Ballungsraum wie Hamburg, der ja nun mal über die Landungsgrenzen hinausgeht, so unterschiedliche Regelungen vorgegeben werden und man nicht an einem einheitlichen Strang zieht", sagte der HSV-Finanzvorstand am Donnerstag im NDR Interview und monierte mit Blick auf das Land Schleswig-Holstein, das ab dem 20. September sämtliche Kapazitätsgrenzen in alle Bereichen aufheben will: "Während in Othmarschen das Popcorn gerade verschimmelt, bauen sie in Pinneberg schon wieder neue Kinosäle. Das kann ja nicht sein."

Der HSV habe einen Antrag auf Zulassung von 25.000 Fans gestellt, dieser sei jedoch abgelehnt worden "ohne dass er nach unserer Kenntnis ausreichend begründet wurde, und wir haben höflich nach einer entsprechenden Begründung gefragt."

Probleme bei Kontrollen gegen Dynamo Dresden

Ein Grund für die Ablehnung des Antrags könnten die Vorkommnisse beim ersten Saison-Heimspiel des HSV gegen Dynamo Dresden gewesen sein. Dies deutete Sportstaatsrat Christoph Holstein im Gespräch mit dem "Hamburger Abendblatt" an: "Je ernster die Profivereine die Corona-Regeln bei ihren Heimspielen nehmen, je zuverlässiger sie diese Regeln durchsetzen, desto größer können anschließend die Schritte zurück in Richtung Normalzustand sein", sagte Holstein.

Vor dem Partie gegen Dresden soll es Probleme bei der Einlasskontrolle gegeben haben. Dabei sollen Zuschauer ohne Überprüfung des 3G-Nachweises in die Arena gelangt sein. "Diese Auffassung teilen wir nicht. Wir haben eine hohe Kontrolldichte gehabt", sagte Wettstein.

2G-Modell für HSV derzeit nicht umsetzbar

Während der FC St. Pauli das 2G-Modell (Geimpfte, Genesene) favorisiert, hält der HSV dieses nicht für praktikabel und setzt auf 3G (Geimpfte, Genesene, Getestete). "Was für uns das Ganze gerade hinderlich macht, ist, dass die rund 1.000 Beschäftigten hier am Spieltag auch die 2G-Erfordernisse erfüllen müssen, wir aber gar keine Handhabe haben, das im Vorfeld zu kontrollieren. Deswegen ist es in der organisatorischen Durchführung unmöglich, diese 2G-Kriterien zu erfüllen. Wenn 2G für die Zuschauer zutreffen würde, aber nicht für die Bediensteten, die ja weiter Abstände einhalten und auch das Maskengebot beachten, dann könnte man darüber nachdenken, 2G zu machen", erklärte Wettstein.

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 12.09.2021 | 22:50 Uhr

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