Stand: 09.05.2020 13:48 Uhr

Lübeck: Aufstiegsrelegation keine Option

Die Spieler des VfB Lübeck bejubeln einen Treffer im Spiel gegen Altona. © picture alliance / Fotostand Foto: Fotostand / Raasch
Dürfen die Spieler des VfB Lübeck bald den Drittliga-Aufstieg bejubeln?

Die Zeichen stehen auf Saisonabbruch - so viel lässt sich in Bezug auf die Fußball-Regionalliga Nord zumindest schon einmal sagen. Wie es dann aber weitergehen würde, vor allem bei der Ermittlung des Aufsteigers in die Dritte Liga, das ist weiterhin ungewiss. Es gibt nur ein Ticket für den Sprung nach oben und zwei Anwärter: Tabellenführer VfB Lübeck und Verfolger VfL Wolfsburg II, der bei einem ausgetragenen Spiel weniger fünf Punkte Rückstand auf die Schleswig-Holsteiner aufweist.

Seit Mitte März ruht der Spielbetrieb infolge der Corona-Pandemie - nicht aber der Konkurrenzkampf der beiden Aspiranten. Er wird fortgeführt mit Worten, Argumenten, Vorschlägen und Klarstellungen. Die Folge: Zwischen den Clubs gibt es erste Unstimmigkeiten.

Wolfsburg II für Aufstiegsrelegation

Vor allem ein Vorschlag der Niedersachsen hat dazu beigetragen. Der VfL plädiert für eine Aufstiegsrelegation mit dem VfB Lübeck. "Ich wäre dafür, die Saison abzubrechen, ohne Direktaufsteiger. Und dass wir dann bis zum 30. Juni eine Aufstiegsrelegation gegen Lübeck spielen, da beide Mannschaften jeweils mit 2:1 gegen den anderen gewonnen hatten", sagte Pablo Thiam, Leiter des VfL-Nachwuchses, in der "Wolfsburger Allgemeinen Zeitung". Er sei "klar dagegen", den Ist-Zustand zu werten, fügte der ehemalige Bundesliga-Profi hinzu.

VfB Lübeck für Abbruch und Quotientenregel

Eine Befragung der Vereine durch den Norddeutschen Fußball-Verband (NFV), wie es mit der Saison weitergehen solle, nutzte nun der VfB Lübeck, um auf der Club- Homepage die eigene Sicht der Dinge darzulegen.

Es gehe darum, dem Eindruck entgegenzutreten, dass es sich bei dem in den Raum gestellten Szenario von Entscheidungsspielen um eine ernsthafte Option handeln könnte, heißt es. Zu "mehr Gerechtigkeit" werde ein solches Modell nicht führen. Der VfB plädiert dafür, dass die Saison nach der Quotientenregel abgebrochen wird und der Spitzenreiter, also Lübeck, in die Dritte Liga aufsteigt.

"Uns ist bewusst, dass auch die von uns gewählte Variante Abbruch der Saison mit Wertung der Tabelle mit dem Einwand konfrontiert ist, dass sich das Tabellenbild im weiteren Verlauf der Saison noch hätte verändern können. Dies ist aber rein spekulativ und ändert nichts daran, dass die Tabelle jedenfalls den Stand bei Abbruch objektiv wiedergibt", heißt es weiter. "Zusammengefasst: Aufstiegsspiele sind keine Option. Sie sind auch vom NFV nicht vorgeschlagen, und der VfB Lübeck würde Aufstiegsspielen nicht zustimmen." Es gibt offenbar noch einigen Klärungsbedarf.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 08.05.2020 | 19:30 Uhr

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