Stand: 18.02.2019 11:43 Uhr

Lasogga: HSV im Herzen, aber Zukunft offen

Pierre-Michel Lasogga hat dem Hamburger SV im NDR Sportclub eine Liebeserklärung gemacht, dabei aber offen gelassen, ob er seinen im Sommer auslaufenden Vertrag beim Zweitliga-Tabellenführer verlängern wird. "Ich habe den HSV in mein Herz geschlossen. Ich habe die Leute hier in mein Herz geschlossen. Ich fühle mich pudelwohl in Hamburg. Nichtsdestotrotz kann ich leider nichts versprechen, wie's im Sommer weitergeht", sagte der 27-Jährige am Sonntag: "Es gibt Gespräche. Aber im Moment ist noch alles offen und ich fokussiere mich voll und ganz auf das gemeinsame Ziel Aufstieg."

Pierre-Michel Lasogga im Sportclub

Lasogga: "Der HSV brennt sich in dein Herz"

Sportclub -

HSV-Torjäger Pierre-Michel Lasogga spricht im Sportclub über den möglichen Aufstieg des HSV, seine Zukunftspläne und den Wechsel seines Teamkollegen Fiete Arp zum FC Bayern.

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Großverdiener im HSV-Kader

Das Hauptproblem für den klammen Club von der Elbe liegt darin, dass Lasogga mit kolportierten 3,4 Millionen Euro Gehalt pro Jahr, exklusive Punkt- und Torprämien, der Großverdiener im HSV-Team ist. Sportchef Ralf Becker hatte jüngst für den Aufstiegsfall eine Zwei-Millionen-Gehaltsobergrenze ins Spiel gebracht, was ungefähr einer Halbierung für Lasogga bedeuten würde.

Ein Drittel der HSV-Treffer durch Lasogga

Der Stürmer hält die Hamburger mit seiner Treffsicherheit auf Aufstiegskurs, rettete seinem Club zuletzt mit seinem zehnten Saisontor ein 2:2 beim heimstarken 1. FC Heidenheim. Exakt ein Drittel aller 30 HSV-Treffer gehen auf das Konto des Spitzenverdieners, der zudem im DFB-Pokal viermal erfolgreich war. In den zehn Punktspielen mit Lasogga in der Startelf holte der HSV bei acht Siegen und zwei Unentschieden im Schnitt 2,6 Zähler. In den zwölf Spielen ohne ihn in der Anfangsformation (5 Siege/3 Unentschieden/4 Niederlagen) waren es lediglich 1,5 Zähler.

Bei Trainer Wolf hoch im Kurs

"Das Spielsystem passt momentan sehr gut zu mir. Dass wir viel über die Außen kommen, dass wir viele Bälle in die Box bringen, das ist genau mein Spiel. Wenn die Bälle da reinfliegen, dann bin ich gut im Verwerten", sagte Lasogga, der bei Trainer Hannes Wolf hoch im Kurs steht - und umgekehrt. "Jetzt habe ich endlich auch beim HSV wieder einen Trainer, der auf mich setzt. Deswegen genieße ich gerade das Hier und Jetzt und möchte bis zum Sommer so viele Tore schießen wie es geht, um unser Ziel zu erreichen", betonte der Angreifer, der seit 2013 44 Tore für die Hamburger geschossen hat - darunter sein wichtigstes in der Relegation in Fürth, das den HSV in der Liga hielt. "Der HSV hat mir ein dickeres Fell gegeben. Ich bin durch Krisen und enorme Drucksituationen gegangen, das hat mich gestärkt", erklärte Lasogga, der beim ersten Bundesliga-Abstieg der Hanseaten im vergangenen Jahr an Leeds United ausgeliehen war: "Das aus der Ferne mitzuerleben, tat brutal weh."

Arp-Wechsel: "Bayern-Angebot kann man selten ablehnen"

Für den Entschluss seines Sturmpartners Fiete Arp, spätestens im Sommer 2020 zum FC Bayern zu wechseln, zeigte Lasogga Verständnis: "Es wäre blödsinnig zu versuchen, jemandem so etwas auszureden. Ein Bayern-Angebot kann man selten ablehnen. Er wird alles für uns geben, so wie ich ihn kenne." Er selbst wird den HSV wohl unabhängig von seinem Entschluss im Sommer nicht vergessen: "Es war immer ein Auf und Ab für mich in Hamburg. Aber der Verein hat irgendwas an sich, was sich in dein Herz brennt."

Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 17.02.2019 | 22:50 Uhr

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