Stand: 10.12.2018 15:44 Uhr

Krawalle nach Hansa-Spiel - Ein Schwerverletzter

Nach dem Fußball-Drittligaspiel zwischen dem KFC Uerdingen und Hansa Rostock (2:1) ist es am Sonnabend zu schweren Krawallen bei der Abreise der Gäste-Anhänger am Duisburger Hauptbahnhof gekommen. Durch einen Sturz ins Gleisbett wurde nach Polizeiangaben eine Person schwer verletzt und musste notärztlich behandelt werden. Ob der Sturz im Zusammenhang mit den Ausschreitungen steht, ist noch unklar. Die Polizei bestätigte am Sonntag lediglich, dass sich der Unfall auf dem Bahnsteig ereignet hat, auf dem sich die Fußballfans befanden. Der Bahnverkehr am Duisburger Hauptbahnhof musste für rund zwei Stunden eingestellt werden. Die Duisburger Polizei entsandte eine Hundertschaft zur Unterstützung der Bundespolizei.

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Polizei: Keine Lebensgefahr bei Schwerverletztem

Am Samstagabend hatte die Polizei mitgeteilt, dass sich der Verletzte im Krankenhaus befinde, aber keine Lebensgefahr bestehe. Zudem wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft eine Ermittlungskommission eingesetzt. Sie soll prüfen, ob der Mann gestürzt ist oder gestoßen wurde und inwieweit der Vorfall in Zusammenhang mit den Fan-Ausschreitungen steht. Dazu wurden alle Personalien der anwesenden Personen festgestellt sowie Zeugen befragt.

Ausschreitungen schon vor Spielbeginn

Bereits vor Spielbeginn hatte es Auseinandersetzungen von 80 Rostocker und 80 KFC-Fans gegeben. Zwei Busse mit Rostockern waren vor dem Duisburger Stadion, in dem der KFC in dieser Saison seine Heimspiele austrägt, offenbar falsch abgebogen und im Eingangsbereich der Heimfans gelandet. Massiver Polizeieinsatz beendete die Krawalle, die Busse wurden zum Gästeeingang gebracht. Es gab mehrere Leichtverletzte, darunter zwei Polizisten. Im Gästeblock wurden zudem Mülleimer in zwei Toiletten angezündet.

Ermittlungsverfahren wegen Landfriedensbruchs

Von rund 170 Personen wurden die Personalien festgestellt, teilte eine Sprecherin der Polizei Duisburg am Montag mit. Hauptsächlich gehe es um den Vorwurf des Landfriedensbruchs. Es werde aber auch wegen Brandstiftung, Körperverletzung, Benutzung von Feuerwerk und Widerstand gegen Polizeibeamte ermittelt. Unter anderem soll geklärt werden, wie es zu dem Vorfall kommen konnte. "Wir geben zwar Anreiseinformationen raus, dies sind aber keine Verpflichtungen für die Busfahrer. Wie die Busse mit den Hansa-Rostock-Fans in den Heimbereich gekommen sind, müssen wir jetzt untersuchen", sagte die Polizeisprecherin.

Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 08.12.2018 | 19:30 Uhr

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