Bremens Trainer Florian Kohfeldt © IMAGO / Nordphoto

Kohfeldt vor Bielefeld-Spiel: "Saison ist danach nicht zu Ende"

Stand: 10.03.2021 07:15 Uhr

Nach dem unglücklichen 1:1 beim 1. FC Köln kann Werder Bremen heute im Gastspiel bei Arminia Bielefeld einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Werder kann mit einem Sieg den Vorsprung auf den Relegationsplatz, den aktuell die Armina inne hat, auf elf Zähler ausbauen. Bremens Trainer Florian Kohfeldt warnte allerdings davor, die Bedeutung des Nachholspiels am heutigen Mittwoch (18.30 Uhr, im Livecenter bei NDR.de) zu überhöhen: "Die Saison ist danach nicht zu Ende." Ein Dreier wäre auf dem Weg zum Klassenerhalt noch "nicht die halbe Miete", betonte der Coach. Seine Mannschaft kann sich allerdings mit einem Sieg der größten Sorgen entledigen.

"Wir haben die Möglichkeit, einen großen Schritt zu machen. Wir können einen richtig großen Abstand zwischen uns und die gefährlichen Ränge schaffen." Florian Kohfeldt

Kohfeldt kann personell aus dem Vollen schöpfen

"Wir haben am Sonntag einen ordentlichen Schritt gemacht, weil wir Köln mit dem 1:1 auf Distanz gehalten haben. Jetzt haben wir die Chance, einen großen Schritt zu machen", sagte Kohfeldt zur Bedeutung des Spiels, das im Februar wegen starker Schneefälle hatte abgesagt werden müssen. Personell können die Norddeutschen weiter aus dem Vollen schöpfen. "Es kann dennoch sein, dass ich ein bisschen was verändere in dieser Englischen Woche, weil ich eben auch die Auswahl habe", sagte Kohfeldt. Am Sonnabend treffen die Bremer im Weserstadion auf Bayern München.

DFL-Finanzreport verheißt nichts Gutes

Mit einem Dreier in Bielefeld wären die Norddeutschen so gut wie gerettet. Doch was kommt dann? Die Auswirkungen der Corona-Krise und einige falsche Transferentscheidungen in der jüngeren Vergangenheit lasten schwer auf dem Traditionsclub. Auf mehr als 30 Millionen Euro Verlust beziffern die Verantwortlichen die Folgen der Pandemie. Tendenz steigend, da bis zum Ende der Saison mit großer Wahrscheinlichkeit keine Fans mehr ins Weserstadion dürfen. "Die Situation bleibt herausfordernd, das ist klar", sagte Geschäftsführer Frank Baumann auch mit Blick auf den am Dienstag veröffentlichten Finanzreport der Deutschen Fußball Liga, laut dem der Gesamtumsatz der 18 Erstligisten wegen der Corona-Krise in der Vorsaison um 217 Millionen auf 3,8 Milliarden Euro gesunken ist. Für die Spielzeit 2020/21 werden noch schlechtere Zahlen erwartet.

Rashica weiterhin Verkaufskandidat Nummer eins

Werder wird daher im Sommer Stammspieler verkaufen müssen. Als Verkaufskandidat Nummer eins gilt weiter Stürmer Milot Rashica, der im vergangenen Sommer fast schon in Leverkusen war, ehe der Wechsel in letzter Minute doch noch platzte. Die erhofften 30 Millionen Euro, die Werder für den Kosovaren aufgerufen hatte, dürften in Zeiten von Corona aber kaum zu erzielen sein. Auch wenn Rashica nach einigen Verletzungen zuletzt wieder deutlich ansteigende Form zeigte.

Was gelingt im DFB-Pokal?

So wird der Umbruch an der Weser im Sommer wohl größer ausfallen, weil es den einen Star, der das finanzielle Loch mit einer großen Ablöse alleine stopft, eben nicht gibt. Auch Torwart Jiri Pavlenka, Ludwig Augustinsson, Marco Friedl oder Maximilian Eggestein werden daher immer wieder als Wechselobjekte genannt. Auch der veranlagte und erste 21 Jahre alte Josh Sargent macht sich derzeit mit Treffern interessant. Da die Erlöse angesichts der schwierigen finanziellen Situation aber nicht wieder in den Kader investiert werden können, droht Werder auch in der neuen Saison maximal Mittelmaß. Der Traum von Europa, der vor der Katastrophen-Saison 2019/20 so sehr lebte, ist erst einmal in weite Ferne gerückt. Es sei denn, Werder schafft über den DFB-Pokal den Sprung in die Europa League - und damit zu dringend notwendigen Erlösen.

Mögliche Aufstellungen:

Bielefeld: Ortega - Brunner, Pieper, Nilsson, Laursen - Prietl - Doan, Maier - Vlap - Klos, Cordova
Bremen: Pavlenka - Veljkovic, Toprak, Friedl - Gebre Selassie, Augustinsson - Möhwald - Eggestein, Schmid - Rashica - Sargent

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Bremens Ludwig Augustinssonam Ball © IMAGO / Nordphoto Foto: Nordphoto/Gunzmedia

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Dieses Thema im Programm:

Sportclub | 07.03.2021 | 22:50 Uhr

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