Stand: 21.01.2019 14:00 Uhr

Kind: Breitenreiter sitzt in Dortmund auf der Bank

Trainer André Breitenreiter ist beim Fußball-Bundesligisten Hannover 96 weiterhin im Amt. Nachdem am Sonntagabend mehrere Medien berichtet hatten, dass der Vorstand um Präsident Martin Kind und Sportchef Horst Heldt beschlossen hätten, sich vom 45 Jahre alten Coach zu trennen, erschien dieser am Montagmorgen beim Neujahrsempfang der Niedersachsen. Kind sagte auf der Veranstaltung, er sei "überrascht von den Schlagzeilen" und bezeichnete die Berichte über eine Trennung von Breitenreiter als "Spekulation". Gleichzeitig betonte der Präsident: "Wir spielen am Sonnabend in Dortmund gegen die Borussia und verantwortlich ist André Breitenreiter."

Sieben Spiele ohne Sieg und Tabellenvorletzter

Eine - vielleicht sogar deutliche - Niederlage in Dortmund könnte allerdings das Ende von Breitenreiters Amtszeit bedeuten. Sportchef Horst Heldt wollte zwar nicht bestätigen, dass er Gespräche mit anderen Trainern geführt habe. Er betonte jedoch: "Es ist klar, dass wir in einer schwierigen Situation sind. Und zu unserem Job gehört es, alle Eventualitäten einfließen zu lassen. Wir bereiten uns nun auf Dortmund vor: mit André Breitenreiter. Mehr gibt es momentan nicht zu sagen."

Nach sieben Spielen ohne Sieg ist 96 aktuell aber nur Tabellenvorletzter. Am Sonnabend zum Auftakt der Rückrunde hatte 96 eine 0:1-Niederlage gegen Werder Bremen hinnehmen müssen.

Heldt: Weitere Neuzugänge nur bei Abgängen

Zuletzt hatte Breitenreiter mehrfach konstatiert, dass sein Team in der aktuellen Zusammensetzung und dem anhaltenden Verletzungspech nicht konkurrenzfähig sei und den Kauf von weiteren Spielern empfohlen. Bei der Club-Führung, die im Winter der Verpflichtungen von Kevin Akpoguma, Nicolai Müller(beide ausgeliehen) und Jonathas (vorzeitig zurückgeholt) durchgewunken hat, stieß er damit auf wenig Gehör. "Entscheiden muss der Verein, was er für notwendig hält, um alles möglich zu machen, dass wir die Klasse halten", hatte der Coach nach der Werder-Partie gesagt. Doch weitere neue Spieler dürften nicht kommen. "Wir sind finanziell an der Grenze der Belastbarkeit angekommen. Wir sind deshalb nicht in der Lage, weitere Verpflichtungen zu tätigen. Es sei denn, es verlässt noch ein Spieler den Verein. Das ist zurzeit jedoch nicht erkennbar."

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Sportclub | 20.01.2019 | 22:50 Uhr

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