Stand: 30.01.2019 22:23 Uhr

Holstein Kiel punktet in Heidenheim

von Johannes Freytag, NDR.de
Holstein Kiels Jannik Dehm (l.) leistete sich in Heidenheim einen folgenschweren Fehlpass.

Holstein Kiel ist mit einem Remis in die Restrunde der Zweiten Liga gestartet. Die Schleswig-Holsteiner spielten im Verfolgerduell beim 1. FC Heidenheim am Mittwochabend 2:2 (1:2). Nach der frühen KSV-Führung durch Jonas Meffert (4.) drehte Heidenheim die Partie durch Robert Glatzel (7.) und Denis Thomalla (14.). Ein Eigentor von Timo Beermann (81.) sorgte für den letztlich verdienten Punktgewinn der Kieler, die über weite Strecken der Partie die dominantere Mannschaft waren. "Ein Sieg wäre mehr als drin gewesen. Aber wenn wir uns die Tore selber einschenken, wird es schwierig", haderte KSV-Trainer Tim Walter im NDR Interview. Weiterer Wermutstropfen für die Norddeutschen: Am kommenden Sonntag wird Innenverteidiger Hauke Wahl gegen Jahn Regensburg gesperrt fehlen - er sah seine fünfte Gelbe Karte.

Kiel führt schnell - und liegt schnell zurück

19.Spieltag, 30.01.2019 20:30 Uhr

Heidenheim

2

Holstein Kiel

2

Tore:

  • 0:1 Meffert (4.)
  • 1:1 Glatzel (7.)
  • 2:1 Thomalla (14.)
  • 2:2 Beermann (81., Eigentor)

Heidenheim: Ke. Müller - Busch, Mainka, Beermann, Theuerkauf - Dorsch, Andrich - Skarke (72. Multhaup), Thiel (61. Schnatterer) - Thomalla (83. P. Schmidt), Glatzel
Holstein Kiel: Kronholm - Dehm, Schmidt (76. Thesker), Wahl, van den Bergh - Meffert (68. Bénes) - K. Schindler, Mühling, Karazor, Honsak (62. Evina) - Serra
Zuschauer:

Weitere Daten zum Spiel

Walter setzte die Neuzugänge Franck Evina, Laszlo Benes und Yann-Aurel Bisseck zunächst nur auf die Bank, für die verletzten David Kinsombi (Schienbeinbruch) und Jae-Sung Lee (Kapselreizung) spielten Mathias Honsak und Meffert. Mit letzterem hatte Walter den richtigen Riecher bewiesen: Schon nach vier Minuten Spielzeit wuchtete der 24-Jährige eine Hereingabe von Jannik Dehm per Kopf in die Maschen. 1:0 für die "Störche", die sich permanent im Vorwärtsgang befanden - und prompt ausgekontert wurden. Thomalla bediente Glatzel, der aus elf Metern Kiels Keeper Kenneth Kronholm zum 1:1 überwand (7.). Und es kam noch bitterer für Kiel: Dehm spielte einen Rückpass, den Dominik Schmidt völlig unterschätzte, Thomalla spritzte dazwischen und schob den Ball an Kronholm vorbei zur Heidenheimer Führung ins Netz (14.).

Die beiden Heidenheimer Treffer zeigten Wirkung: Den Kielern gelang in der Folgezeit kaum ein konstruktiver Angriff, dazu leisteten sie sich viele unnötige Ballverluste. Erst in der 24. Minute kam Janni Serra mal wieder zu einem Abschluss. Die Schleswig-Holsteiner holten sich aber peu à peu die Spielkontrolle zurück, ließen Ball und Gegner laufen, gefährliche Torchancen blieben jedoch trotz der Dominanz bis zum Pausenpfiff Mangelware.

Ein Eigentor lässt Kiel jubeln

Unmittelbar nach Wiederanpfiff bot sich der Walter-Elf die beste Torgelegenheit seit dem Führungstreffer. Atakan überließ an der Strafraumlinie den Ball dem heranrauschenden Johannes van den Bergh, doch der Außenverteidiger drosch weit am Heidenheimer Tor vorbei (46.). Kurz darauf versuchte es Alexander Mühling, und verfehlte das Gehäuse ebenfalls deutlich (52.). Die beiden Distanzschüsse zeigten aber auch das Dilemma im Kieler Spiel. Der Ball lief gefällig durch die Reihen der KSV, sobald es aber in die Nähe des Heidenheimer Strafraums ging, gab es kein Durchkommen gegen die gut stehende Defensive der Gastgeber. Auch die Einwechslung der Neuzugänge Evina und Benes brachte keine Besserung.

Und doch kamen die Kieler zum Ausgleich: Eine Flanke von Kingsley Schindler drückte Beermann vor dem einschussbereiten Serra ins eigene Tor. Bitter für Heidenheim: Serra befand sich zu dem Zeitpunkt in einer Abseitsposition (81.).

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